Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Ruhpolding verabschiedet sich vom „ICE der Nächstenliebe“ Sr. M. Imelda und Sr. M. Charlotte verlassen das Krankenhaus Vinzentinum

abschied schwester
Der Festgottesdienst zum Jahresanfang in der Pfarrkirche St. Georg stand zugleich auch im Zeichen des Abschiedes für zwei sehr verdiente Ordensschwestern, die über viele Jahre ihren Dienst im Vinzentinum geleistet haben. Sr. M. Imelda Hillmeier und Sr. M. Charlotte Rauch werden aufgrund der Übernahme des Krankenhauses durch die Kliniken Südostbayern nach München versetzt.
„Was die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Ruhpolding geleistet haben, ist unbezahlbar“, sagte Pfarrer Otto Stangl im Rahmen des Gottesdienstes und ergänzte: „Sie sind ein Beispiel des Dreiklanges Heimat- Glaube- Leben, der das Jubiläumsjahr anlässlich der 200jährigen Eigenständigkeit der Pfarrei geprägt hat“. Für den Pfarrgemeinderat, die Kirchenverwaltung, sowie für die ganze Pfarrgemeinde sprach der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Manfred Hartl die Abschiedsworte.

Dabei erinnerte er dankbar daran, dass sich die Ordensfrauen neben ihrer segensreichen Arbeit im Krankenhaus auch im Pfarrgemeinderat und beim Lektorendienst eingebracht haben. „Alles Gute für die Zukunft und Gottes Segen“ wünschte er den beiden und überreichte ihnen je einen großen Blumenstrauß. Für die politische Gemeinde dankte ihnen Bürgermeister Claus Pichler für „die vielen gemeinsamen Jahre, die wir mit Ihnen in Ruhpolding verleben durften“. In Anlehnung an die Anfangsbuchstaben ihrer Ordensnamen sprach er vom „ICE der Nächstenliebe“, der im Sinne des Ordensgründers Vinzenz von Paul bis zum Schluss ihren Dienst verrichtet hat. Zu seinem Abschiedsgeschenk gehörte auch eine Einladung zur Biathlonweltmeisterschaft, denn schließlich seien beide Ordensschwestern bekennende Biathlonfans geworden. Anschließend fand die Bevölkerung noch die Gelegenheit, bei einem Stehempfang im Pfarrzentrum in einem persönlichen Gespräche Erinnerungen aufzufrischen und sich von den beiden sehr beliebten „Vinzentinerinnen“ zu verabschieden. Dass dabei manche Träne floss, war allzu verständlich.

Die bisherige Leiterin des Krankenhauses, Sr. M. Imelda Hillmeier kam 1999 nach Ruhpolding. Mit Umsicht und Geschick verstand sie es, die internistische Fachklinik durch schwere Zeiten, bedingt auch durch manche politische Entscheidungen, zu steuern. Sie wird nun aufgrund ihres Erfahrungsschatzes die Leitung der ordenseigenen Maria-Theresia-Klinik in München übernehmen. Sr. M. Charlotte Rauch kam schon vier Jahre früher nach Ruhpolding. Neben ihrer Arbeit in mehreren Aufgabenbereichen war sie vielen Patienten und Besuchern durch ihren Dienst an der Pforte des Hauses bekannt. Sie wechselt nun in das Mutterhaus nach München und wird dort persönliche Referentin von Kardinal Friedrich Wetter.
Ohne die Schwestern der Kongregation vom heiligen Vinzenz von Paul braucht aber Ruhpolding nicht auszukommen. Drei Ordensfrauen werden ihren Dienst noch in der Klinik versehen und Sr. Stephanie Bernhard weiter im ordenseigenen Alten- und Pflegeheim St. Adelheid als Hausoberin vor Ort sein.

Bildbeschreibung (Foto Burghartswieser)
Die bisherige Leiterin des Vinzentinums, Sr. Imelda Hillmeier (3.v.links) und Sr. Charlotte Rauch verlassen Ruhpolding Richtung München. Für ihre aufopferungsvollen Jahre dankten ihnen (von links) die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Manfred Hartl und Gisela Hunklinger, Bürgermeister Claus Pichler und Pfarrer Otto Stangl.