Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

„Sein Grab wird herrlich sein“

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Das Ruhpoldinger „heilige Grab“ wurde 1892 unter Pfarrer Joseph Thalmayr vom „Atelier für kirchliche Kunst“ Carl Kraft in Freising für 833 Mark gekauft. Bis in der ersten Hälfte der 50er Jahre wurde die Darstellung in der Originalgröße von vier Meter Breite, sechs Meter Höhe und fast zwei Meter Tiefe, versehen mit vielen bunten Glaskugeln, in der Pfarrkirche St. Georg aufgebaut. Nun ist es alle drei Jahre in der Schlosskapelle zu sehen.

Neben dem Besuch des Heiligen Grabes war in diesem Jahr an den Kartagen das szenische Spiel „Am Heiligen Grab“ unter der Regie von Christian Burghartswieser eine Besonderheit in der außergewöhnlichen Atmosphäre. In einem tiefsinnigen Dialog zweier Kinder, dargestellt von Emelie und Hannah Haßlberger, mit der Pfarrhaushälterin Sali (Antonie Feichtenschlager), dem Lehrer Matthäus (Georg Gruber) und Magdalena (Christine Ober) wurde aus verschiedenen Blickwinkeln die Passion Jesu sowie sein Weg durch Leiden, Tod und Grab hin zur Auferstehung betrachtet.

Es ging darin um die Nachfolge und den Bezug zu den Menschen heute. Besonderer Wert wurde darauf gelegte, dass die Namen der Rollen einen Bezug zum Passionsgeschehen hatten. Dazu spielt Simon Nagl mit einer Streichergruppe, ergänzt durch Passionslieder, gesungen von Magdalena und Matthäus. Eine feierliche Ostervesper am Ostersonntag und ein musikalischer Osterspaziergang am Ostermontag rundete das Geschehen um das heilige Grab ab.