Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Ruhpolding stand am vergangenen Sonntag ganz im Zeichen des Georgiritts

Ein altes Gelübde wurde wieder eingelöst
Am Georgiritt nahmen rund 150 Pferde teil

Groß waren die Sorgenfalten der Verantwortlichen des Georgivereins angesichts des vorausgegangenen regnerischen Wetters. Doch als in den frühen Morgenstunden Böllerschüsse und Kirchenglocken ankündigten, dass der Georgiritt, dessen Ursprung auf ein Gelübde aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht, stattfinden kann, war die Erleichterung groß. So setzte sich pünktlich um 10 Uhr unter dem Glockengeläut der Pfarrkirche St. Georg der „Irgnritt“ - wie dieses alte christliche Brauchtum in Ruhpolding auch genannt wird - Richtung Zell zur Kirche St. Valentin in Marsch. Angeführt vom Vorreiter mit der Standarte des Georgivereins und dem Spitzenkreuz, folgten rund 150 herausgeputzte Pferde aus nah und fern. Prächtige Rösser zogen wie immer die Festwägen und Kutschen, auf den Pferdegespannen wurden die Figur des hl. Georg und die Nachbildungen der drei alten Ruhpoldinger Kirchen mitgeführt.

Auf anderen Wägen begleiteten die beiden Ruhpoldinger Trachtenkapellen den Ritt, wieder andere waren mit den „Historischen“ in ihren alten Trachten oder mit den Mitgliedern der Feuerschützengesellschaft besetzt und in den Festkutschen saßen die Honoratioren der politischen und der kirchlichen Gemeinde, sowie die Vertreter der Standestrachten. Für die Bundeswehr präsentierte sich wieder die Gebirgstragtierkompanie aus Bad Reichenhall mit Tragtieren und Haflingern und für die „Paktisten“ des Georgivereins war es wieder ein Selbstverständnis, in ihren gut erkennbaren blauen Übermänteln mit roten Krägen den Votivritt zu begleiten. Den vielen Zuschauern bot sich ein farbenprächtiges Bild.

Nach dem Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Otto Stangl zusammen mit Geistlichem Rat Bernhard Schweiger und Pater Joshy George, zogen alle Pferde am Altar vorbei und empfingen traditionsgemäß den Segen. Danach ging es wieder zurück in den Ort und die zahlreichen Besucher konnten alle Teilnehmer des Georgirittes noch einmal bewundern. Sichtlich froh und erleichtert war der Vorsitzende des Georgivereins, Anderl Hofmann, dass auch in diesem Jahr das Wetter mitspielte und der Ritt unfallfrei verlief. hab

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Georgritt
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Georgritt1
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