Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Johannisfeuer am Adlerhügel

Johannisfeuer
Pünktlich zur Sonnenwende am 21. Juni veranstalteten der Pfarrgemeinderat und die Kolpingsfamilie wieder das Johannisfeuer am Adlerhügel. Trotz des zeitgleichen WM-Spiels Deutschland gegen Ghana versammelte sich eine Schar am Aussichtspunkt rund um das Feuer, das bei Einbruch der Dunkelheit entzündet wurde. Pfarrer Stangl sprach ein Segensgebet über das Feuer, das zu Ehren des Hl. Johannes des Täufers entzündet wurde, dessen Geburt am 24. Juni gefeiert wird. Dank Mobiltelefon war man über den aktuellen Spielstand stets informiert. Bis lange in die kürzeste Nacht des Jahres blieb man rund um das Feuer sitzen und konnte auf den Bergen ringsum noch weitere Feuer leuchten sehen.
     

Ein sichtbares Zeichen der Volksgläubigkeit und Erinnerung

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Ein sichtbares Zeichen der Volksgläubigkeit und Erinnerung
Bei der Ruhpoldinger „Alm Roas“ wurde das Kreuz des Burschenvereins gesegnet
 
Auf dem Weg von der Glockenschmiede Richtung Thoraualm zweigt auf halber Höhe die Forststraße Richtung Farnböden Alm ab. Dort, ganz in  der Nähe des Hochfelln, hat jetzt der Burschenverein Ruhpolding am Wegesrand ein schmiedeeisernes Kreuz als Zeichen der Volksgläubigkeit und Erinnerung an die verstorbenen Mitglieder des Vereins und Almbauern errichtet.
 
Im Rahmen der „3. Ruhpoldinger Alm Raos“ fand zunächst eine Almmesse, zelebriert von Pfarrer Otto Stangl, am neu errichteten Wegkreuz statt. Die musikalische Gestaltung übernahmen die Weisenbläser der neu gegründeten „Strohnschneid-Musi“. In seiner Predigt ging der Seelsorger auch auf die Bedeutung der Kreuze am Wegesrand ein. „Wir sollen und können Beten, wie es uns am Herzen liegt“, sagte er, denn Gott nehme die Menschen ernst. „Habt Vertrauen in allen Zeiten des Lebens, um nicht im Leben zu erstarren“. Der evangelische Ortspfarrer Thomas Schmeckenbecher ging anschließend zunächst noch einmal kurz auf die Geschichte des 1891 gegründeten Burschenvereins ein, ehe er und sein katholischer Amtskollege, Pfarrer Otto Stangl, gemeinsam das Kreuz segneten.
 
Direkt am Wegesrand des neu geschaffenen „Salzalpensteiges“ befindet sich auf der Farnböden Alm ein riesiger Findling, der „ideale Ort für das schmiedeeiserne Wegekreuz“, bestätigte Vorstand Christian Haller. Ausgesucht hat diese Stelle letztlich Georg Hollweger, der dort einen „magischen Platz  und unwiderstehlichen Kraftort“ aufgrund der sprudelnden Wasserquellen sieht. Die Entscheidung, hier das Wegekreuz anzubringen, fiel schließlich in gemeinsamem Einvernehmen der Vereinsvorstandschaft. Der Grund dafür sei die Beerdigung des Vereinsmitgliedes Josef Pointner gewesen, an der man leider nicht teilnehmen konnte. Darum wurde die Idee geboren, für alle verstorbenen Vereinsmitglieder, ehemaligen Vorstände und Almbauern dieses Zeichen zu errichten. Eingefriedet von einem neuen Stangenzaun und einer zusätzlich errichteten Ruhebank blickt nun das Kreuz, das vom Schmied aus dem Tegernseer Tal, Sepp Kreidl, in Zusammenarbeit mit Christian Hogger gefertigt wurde, auf die Wanderer herunter. Umgeben von einem Strahlenkranz befindet sich in der Mitte, als Zeichen der gegenseitigen Hilfe und Verbundenheit, das Zeichen des Burschenvereins, der innige Handschlag zweier Hände. Und dass der Burschenverein auch an die Nächsten denkt, zeigt die Tatsache, dass die Kollekte der Messe und eine Spende für ein Projekt in Bangladesh, das vom Landschaftspflegeverband begleitet wird, zufließt.