Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Wallfahrten sind ihre große LeidenschaftSchwester Cortona Götz ist seit 50 Jahren Ordensschwester

Sr. Cortona
Sie ist eine von vier der beliebten „Überbleibsel“ der Ordensgemeinschaft der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Vinzenz von Paul in Ruhpolding. Und mittlerweile ist es nun 50 Jahre her, dass Schwester Cortona Götz ihr Klostergelübte ablegte. Zu ihren großen Leidenschaften - vielleicht auch ein Ausgleich zu ihrer Berufung - gehören die häufigen Wallfahrten, die sie immer noch durchführt.
 
Schwester Cortona wurde am 1. September 1940 in Dietfurt an der Altmühl als Tochter des Schuhmachermeisters Johann Götz und seiner Frau Carolina geboren und wuchs mit ihren drei Brüdern auf. Dieses Datum zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben, denn an ihrem 15. Geburtstag verließ sie das wohlbehütete Zuhause und ebenfalls an einem 1. September verstarb ihre Mutter. Ihren Weg in den Orden fand sie 1961, drei Jahre später legte sie dann ihr ewiges Profeßgelübte ab. Nach ihrem Examen 1966 führte ihr Weg zunächst nach Eichstätt und 1970 nach Immenstadt. Als der Ruf Sr. M. Cortona 1980 nach Ruhpolding führte, wurde sie hier richtig heimisch. „Mich kennen eh’ alle“, sagte in ihrer bescheidenen Art die ehemalige Krankenhausschwester der Fachklinik „Vinzentinum“, als diese noch in der Hand des Ordens war. Jetzt betreut sie immer noch die Einwohner des „Betreuten Wohnen am Vinzentinum“. Das „Dreierteam“ des Ordens kümmert sich um den Krankenhausbesuchsdienst, spendet die Krankenkommunion und pflegt die Krankenhauskapelle mit viel Engagement. Sr. M. Cortona hat auch den Notfalldienst übernommen, bei dem sie Tag und Nacht über einen Funkwecker erreichbar ist. „Es geht schon, denn die Hausbewohner sind alle recht brav“, meinte die Ordensfrau.
 
Und ein Ausgleich für ihre fordernde Tätigkeit? „Mittlerweile habe ich das Rummyspiel erlernt,  denn die Bewohner hier im Haus wollen immer wieder mit mir spielen“, sagte sie lächelnd. Doch wenn sie „dann mal weg ist“, findet man Sr. M. Cortona garantiert auf einem der vielen Wallfahrtswege. Auf dem langen Weg von Riedenburg nach Altötting war sie mittlerweile schon 26 Mal  dabei, von Dietfurt nach Bettbrunn ist sie 27 Mal gegangen, zu ihren Strecken gehört auch der Weg von Dietfurt nach Eichelberg und bei der Wallfahrt der Pfarrei St. Georg von Ruhpolding nach Maria Kirchental ist sie von Anfang an fast immer dabei, und diese wurde immerhin vor 21 Jahren wieder belebt. Und das soll auch noch einige Zeit so bleiben – natürlich neben ihrer Hauptaufgabe im „Betreuten Wohnen“.                               hab

Harald Schillmeier feierte in Ruhpolding seine „Diakoniz“Der 40-jährige Ruhpoldinger wird im Pfarrverband Siegsdorf eingesetzt

Schillmeier
Wie ein Neupriester seine Primiz, so konnte Harald Schillmeier am Erntedankfest seine Diakonenweihe in der Heimatgemeinde feiern. „Es ist eine „Diakoniz“, die unser Harald heute begehen kann“, sagte dazu mit einem Schmunzeln Pastoralreferent Georg Gruber. Tags zuvor hatte Schillmeier nämlich seine Weihe im Münchner Liebfrauendom von Erzbischof Reinhard Marx empfangen.
 
Den festlichen  Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Otto Stangl. Ihm zur Seite standen der neue Diakon, Pastoralreferent Georg Gruber und Josef Eixenberger als ehemaliger Diakon in Ruhpolding. Pfarrer Albert Keller aus Fussingen fungierte als Konzelebrant, denn der Frauenchor aus dem Ort im Landkreis Limburg gestaltete gemeinsam mit dem Frauensingkreis Ruhpolding in der Pfarrkirche St. Georg musikalisch die Messe. „Danken ist der tiefere Sinn des heutigen Gottesdienstes“, sagte Pfarrer Stangl. Nicht nur, dass am Erntedankfest für die Gaben gedankt werde,  sondern noch zwei weitere Gründe sprechen für das Fest. Der vor 25 Jahren vom Ruhpoldinger Kirchenmusiker Richard Krekel gegründete  Gastchor aus Fussingen könne auf sein Jubiläum zurückblicken und der Ruhpoldinger Harald Schillmeier habe seine Diakonenweihe erhalten. „Ich bin Harald dankbar, dass er die Aufgaben des Diakons übernommen hat“, sagte der Seelsorger in seiner Predigt und ergänzte: „Erntedank bedeutet nicht viel zu reden, sondern zu danken“. Als Überraschung überreichte er daraufhin dem Neudiakon als „Antrittsgeschenk“ ein wunderbares, persönliches Evangeliar.
 
Nach dem Gottesdienst war die Pfarrgemeinde zu einem Stehempfang im Pfarrzentrum eingeladen, bei dem die Gekommenen mit dem 40jährigen verheirateten Diakon ganz persönliche Worte wechseln konnten. Mit dabei waren natürlich auch seine Ehefrau Andrea und die beiden Kinder. Der gelernte Mauerer sei zunächst vom mittlerweile verstorbenen Diakon Wolfgang Helminger auf seinem neuen Berufsweg begleitet worden, bestätigte Schillmeier. „Bereits in den ersten Gesprächen mit ihm hat er mich animiert, Diakon zu  werden und dieser Gedanke ist in mir gewachsen und gereift“. Jetzt ist Schillmeier vom Ordinariat zur Seelsorge im Pfarrverband Siegsdorf angewiesen worden.
 
„Mein Vater hätte wahrscheinlich gesagt, nicht nur äußerlich siehst Du Jesus gleich, sondern auch innerlich bist Du ihm sehr nahe“, sagte mit einem verschmitzten Lächeln Bürgermeister Claus Pichler in seinen Grußworten. Als Geschenk überreichte er ihm eine Ruhpoldinger Uhr und der „Kirchabiche-Viergesang“ überbrachte noch einen musikalischen Gruß.  
                                                                                                                                             hab

Ruhpolding feierte den Kirchweihsonntag

Kirchweih1
Schwester Cortona wurde anlässlich ihres 50. Professjubiläums besonders geehrt
 
Mittlerweile ist es schon eine Tradition, dass Pfarrer Otto Stangl alle Ruhpoldinger mit ihren Ortsvereinen zur gemeinsamen Feier des Kirchweihfestes aufruft. Dabei hat sich wieder einmal gezeigt, dass es die Ruhpoldinger verstehen, gemeinsam einen „Jahrtag“ zu feiern, zumal das Fest auch im Zeichen des 50jährigen Professjubiläums von Schwester Cortona, die ihren Dienst im „Betreuten Wohnen am Vinzentinum“ leistet,  stand.
 
Entsprechend gut gefüllt war sie Pfarrkirche St. Georg mit den Mitgliedern der weltlichen und kirchlichen Ortsvereine in ihren Festtagstrachten. Die Vereinsfahnen nahmen nach dem Einzug im Altarraum Aufstellung und bildeten dadurch einen würdigen Rahmen. Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes hatte der Kirchenchor unter Leitung von Richard Krekel mit vorwiegend alpenländischen Weisen übernommen. „Wir feiern heute bei schönstem Wetter das Kirchweihfest mit der ganzen Pfarrgemeinde“, sagte eingangs Ortspfarrer Otto Stangl.  Dabei betonte er in seiner Predigt, dass alle aufgerufen seien, selbst Kirche zu sein. „Kirche ist dort, wo Jesus Christus selbst ist, denn er geht auf uns zu“.

Fast zum Schluss des festlichen Kirchweihgottesdienstes bat er Schwester Cortona in den Altarraum, um ihr mit einigen Worten für ihren wertvollen Dienst zu danken und überreichte ihr ein kleines Präsent zu ihrem Goldenen Professjubiläum. Am Ende der Messfeier stand für die Gekommenen wieder eine Überraschung parat. Beim Verlassen der Kirche erhielt jeder Gottesdienstbesucher eine Kirchweihnudel, was natürlich auf große Zustimmung stieß. Gemeinsam wurde das Schmalzgebackene an Ort und Stelle auf dem Kirchplatz verzehrte.                                                                                                        hab

Kirchweih2
Kirchweih3