Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Heilige Adelheid von Vilich gefeiert

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Mit einer ganzen Festwoche wurde die Patronin des Altenheims der Barmherzigen Schwestern gefeiert. Die Hl. Adelheid von Vilich starb am 5. Februar 1015. Sie wirkte als Äbtissin des von ihren Eltern gegründeten Stiftes Vilich und später auch als Äbtissin der Kölner Benediktinerinnenabtei St. Maria im Kapitol. Begraben ist sie in der ehemaligen Stiftskirche St. Peter in Vilich, das heute ein Stadtteil von Bonn ist. Daher ist sie auch Stadtpatronin von Bonn, wo sie in der vergangenen Woche groß gefeiert wurde. So wurden auch Grüße vom Stadtdekanat Bonn nach Ruhpolding übermittelt, die sehr erstaunt waren, dass „ihre“ Patronin auch ganz im Süden von Bayern verehrt wird.
In sehr familiärem Rahmen wurde dann der Festgottesdienst am 1000. Todestag der Hl. Adelheid mit einem nachmittäglichen Gottesdienst gefeiert. Pfarrer Otto Stangl zelebrierte zusammen mit dem Ruhestandsdiakon Josef Eixenberger, der viele Jahre als Altenheimseelsorger gewirkt hatte, das Patrozinium. Musikalisch gestaltet wurde es vom Kirabiche-Viergsang und von Richard Krekel an der Orgel. „Es hört sich ungewöhnlich an, einen Todestag zu feiern,“ meinte Pfarrer Stangl, „aber bei den Heiligen und auch bei uns selbst wird dies einmal rückblickend ein Tag der Freude sein.“ Zum Gottesdienst kamen viele Bewohner und Pfarrangehörige, die sich mit dem Altenheim verbunden fühlen. Auch einige Barmherzige Schwestern, die einmal in St. Adelheid gewirkt hatten, reisten aus Alzing und auch vom Mutterhaus aus München zu diesem Festgottesdienst an. Pastoralreferent Georg Gruber gab zu Beginn einen kleinen Überblick über das Leben der Heiligen. Er betonte dabei, dass bei Adelheid caritatives Wirken, liebende Sorge für die Kranken wie auch Gebet und Gottesdienst eine Einheit bildete. Diese Einheit sei auch in St. Adelheid spürbar und es wäre wünschenswert, dass dies auch in Zukunft so weitergeführt werde, meinte Gruber. Im Anschluss an den Gottesdienst lud Frau Münster alle Anwesende zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen ein. So konnte man das Fest auch noch bei einem geselligen Miteinander ausklingen lassen.