Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Viele Gläubige kamen zur KräuterweihePfarrer Stangl rief an Maria Himmelfahrt zu einem „natürlichen Leben“ auf

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Sehr gut mit dem Wetter hat es der Herrgott in diesem Jahr zur Röthelmoosmesse an Maria Himmelfahrt gemeint. Nach den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen und dem starken Regen in der vorausgegangenen Nacht fand bei idealen Temperaturen und einem bayerischen weiß-blauen Himmel eine erstaunlich große Schar von Gläubigen den Weg nach Ruhpolding auf die Röthelmoosalm, um am traditionellen Gedenkgottesdienst für die verstorbenen und verunglückten Sennerinnen und Senner, Almbauern und Holzknechte teilzunehmen. Zelebriert wurde der Gottesdienst von Pfarrer Otto Stangl und für die musikalische Umrahmung sorgte der Ruhpoldinger Männerchor, der in diesem Jahr auf sein 40-jähriges Bestehen zurückblicken kann. „Heute dürfen wir, vor allem weil wir in einer gesegneten Gegend leben, auf Maria vertrauen“, sagte der Ortspfarrer in seiner Predigt. Zugleich rief er dazu auf, die Kräuter als natürliche Zeichen für ein natürliches Leben, gerade in einer Zeit der Technik, zu sehen. Die oft sehr persönlich formulierten Fürbitten trugen die Sennerinnen und Kinder der Almbauern des Langenbauern-Kasers vor. Seit jeher ist auch Brauch, an diesem Tag einen Kräuterstrauß weihen zu lassen. Diese „Marienwisch“ oder „Würzbüschel“ aus den verschiedensten Heilkräutern sollen Menschen und Tier vor Krankheit und Unglück schützen, was offensichtlich auch die Almkühe wissen, denn von Neugierde getrieben kamen sie gegen Ende des Gottesdienstes in die Nähe des Freialtars. Den Tag rundete schließlich ein gemütliches Beisammensein bei zünftigen, alpenländischen Weisen durch die anwesenden Musikanten auf den Almen und Kasern ab.                                                                                                                                                            hab