Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

43 Ruhpoldinger Kinder feierten Erstkommunion

kommumion2011
Zum 200jährigen Jubiläum der Eigenständigkeit gab es eine Wallfahrt nach Vachendorf
Ruhpolding. Vor 200 Jahren, am 16. Februar 1811 wurde Ruhpolding, das bis dahin ein Vikariat der Pfarrei Vachendorf war, eine eigenständige Pfarrei. Darum war es nahe liegend, dass die Pfarrei St. Georg im Rahmen der vielen Veranstaltungen zu diesem geschichtlichen Ereignis im Jubiläumsjahr einen Besuch in der „Mutterpfarrey“ abstattet. Dazu hatte die zuständige Projektgruppe um Pastoralassistent Georg Gruber eine Wallfahrt dorthin organisiert, die am vergangenen Sonntag bei herrlichem Wetter stattfand.

Freudig überrascht zeigte sich Pfarrer Otto Stangl über die große Zahl der Teilnehmer. Allein über 50 Radwallfahrer erschienen am Treffpunkt an der Schlosskapelle, dazu pilgerte noch eine Fußgängergruppe nach Vachendorf, viele kamen mit dem Auto und Anderl Hofmann fuhr die Sieger des Gewinnspiels „Miteinander 200 Jahre jung“ mit der Kutsche zum ersten Ziel, die einstmals bedeutende Wallfahrtskirche St. Georg, hoch über Vachendorf. Dort wurden die Wallfahrer von einem Bläsersextett, bestehend aus Ruhpoldinger und Vachendorfer Musikanten, sowie vom Ortspfarrer, Pater Augustin Butacu begrüßt.
Zunächst erklärte Ortsheimatpfleger Josef Fischer den Teilnehmern die Geschichte des „sagenumwobenen Wallfahrtsortes“.

Bei der anschließenden Andacht in der voll besetzten St. Georgkirche, darunter die beiden Bürgermeister der Gemeinden, erinnerte Pastoralassistent Gruber in seiner Predigt an die vielen Gemeinsamkeiten der heutigen Pfarreien. „Ein schönes Zeichen ist, dass wir hier in der ehemaligen Wallfahrtskirche St. Georg zusammen kommen, deren damaligen Einnahmen auch unsere jetzige Pfarrkirche, die ebenfalls dem heiligen Georg geweiht ist, zu einem großen Teil finanziert haben“, sagte er, zudem würden beide Kirchen weithin erkennbar auf einem Berg stehen.

Natürlich würden sich die Ruhpoldinger freuen, sich seit 200 Jahren eine eigenständige Pfarrei nennen zu dürfen. Territoriale Strukturen seien immer Veränderungen unterworfen, was aber bleibe sei das gemeinsame Fundament des Glaubens. Musikalische umrahmt wurde die Andacht ebenfalls von der Bläsergruppe. Danach erhielten alle Teilnehmer einen von Jugendlichen der Ruhpoldinger Pfarrei selbst hergestellten Rosenkranz, der an das 200jährige Jubiläum erinnert.

Und wie es in einer großen Familie Brauch ist, hat die Mutter beim Besuch der Kinder immer etwas zu Essen und zu Trinken parat. Darum lud der örtliche Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rudolf Obermaier alle zu einem gemeinsamen, fröhlichen und harmonischen Fest in den Pfarrgarten ein, das mit einer Führung in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und einem abschließenden Segensgebet endete.
Hab