Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Ruhpoldinger Georgiverein

Georgiverein Ruhpolding

Seit über 250 Jahren gibt es in Ruhpolding den Georgiverein

Vorstand des Georgivereins:
1. Vorsitzender:
Johann Thullner
Froschsee 5

2. Vorsitzender:
Alexander Ringsgwandl
Froschsee

Schriftführer:
Hannes Burghartswieser
Obergschwendterstraße 7

Kassier:
Sofia Buchstaller

Fähnrich:
Michael Schwabl
Miesenbacherstraße 100
Beisitzer: Martin Gastager, Georg Hasselberger, Valentin Kecht, Andreas Lang und Franziska Strehhuber 
Papst Benedikt XIV. errichtete die Bruderschaft am 12. Januar 1756
Ruhpolding.


Der Name und die Tradition des heiligen Georg sind in Ruhpolding schon seit Jahrhunderten fest verwurzelt. So ist die Pfarrkirche hoch über dem Talkessel nach diesem Fürbitter benannt. Viele erinnern sich noch gerne an das Fest des 250jährigen Gründungsjubiläums im Jahr 2006.
Eine „Bruderschaften zu Ehren des heiligen Georgius“ gibt es schon seit 1496. Sie wurde damals von Papst Urban VIII. eingesetzt. Die hiesige Bruderschaft wurde dann am 12. Januar 1756 von Papst Benedikt XIV. für Ruhpolding errichtet und mit vielen Ablässen versehen. Am 20. März desselben Jahres wurde sie vom Salzburger Erzbischof, Sigmund Christoph von Schrattenbach, gut geheißen. Die Mitgliedschaft in dieser Vereinigung ruht seitdem auf den Anwesen der damaligen 30 Gründer, Paktisten genannt, und vererbt sich auf dem Hof immer wieder weiter.
Als Zweck dieser Vereinigung ist folgendes dokumentiert: „ Es ist auch bey diser St. Georgi-Bruderschaft ein pactum oder Pund errichtet worden, so auß 30ig Mitgliedern besteht crafft dessen sie sich verbinden und zu halten verobligiert, daß auf absterben eines solchen Mitglieds oder Pactisten ein ieder auß diesen für die Seel des Abgeleibten ein Hl. Meß sollte legen lassen“.
Im Pfarrarchiv gibt es eine prachtvolle Pergamenturkunde mit einem herrlichen Siegel in einer Holzkapsel, die davon Zeugnis gibt, dass am 12. April 1773 die Bruderschaft „der löbl. uralten Hof- und Erzbruderschaft des heiligen Ritters und Märtyrers Georgi in der Churfürstl. Haupt- und Residenzstadt München aggregiert“ wurde. Diese Paktisten sind auch heute noch bei der Fronleichnamsprozession und beim Georgiritt an ihren blauen Übermänteln mit rotem Kragen gut erkennbar. Neben dem Privileg der Georgsritter an Fronleichnam den Himmel über der Monstranz tragen zu dürfen, wird bei diesem Fest von ihnen auch die Statue des hl Georg, übrigens eine Nachbildung der 1763 im Auftrag der Paktisten gefertigten Originalfigur, die sich seit dem Verkauf zwischen 1860 und 1870 im Georgskirchlein auf dem Steinhögel bei Anger befindet, mitgetragen. Der jetzige Georgiverein hat die Tradition der St. Georgs-Bruderschaft übernommen und sich zur Aufgabe gemacht, den alljährlichen Georgiritt, bei den Einheimischen auch noch oft „Irgn-Ritt“ genannt, vorzubereiten und durchzuführen. Dieser Ritt, dessen Ursprung bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann, ist wahrscheinlich die älteste Brauchtumsveranstaltung im Ruhpoldinger Talkessel.
Hannes Burghartswieser
Georgiritt

Festwagen mit Schrift:
"Heiliger Sankt Georg bitt für uns"