Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Geistlicher Rat Josef Mühlbacher feierte Goldenes Priesterjubiläum

Pristerjubilar2
Fester Bestandteil einer über 250jährigen Tradition: Die Mitglieder des Georgivereins, aufgrund des geschlossenen Bündnisses „Paktisten“ genannte, sind bei allen kirchlichen Festen an ihren blauen Übermänteln mit roten Krägen gut erkennbar.
Pristerjubilar1
Geistlicher Rat Josef Mühlbacher (2. v. li) konnte im Rahmen des Patroziniumfestes am vergangenen Sonntag gemeinsam mit vielen Mitbrüdern und Seelsorgern sein Goldenes Priesterjubiläum feiern.
Pristerjubilar3
Feierte beim Patrozinium am vergangenen Sonntag sein Goldenes Priesterjubiläum, Geistlicher Rat Josef Mühlbacher, der von 1977 bis 2004 Ortspfarrer von Ruhpolding war.

Ruhpolding. Am vergangenen Sonntag feierte die Ruhpoldinger Pfarrgemeinde ihren Patron, den heiligen Georg. Das Patroziniumsfest stand aber in diesem Jahr ganz im Zeichen des Goldenen Priesterjubiläums von Geistlichem Rat Josef Mühlbacher, der bis 2004 Pfarrer von Ruhpolding war.
Nach dem festlichen Einzug des Altardienstes, der Paktisten des Georgivereins und der Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen in die Pfarrkirche, zelebrierte Pfarrer Otto Stangl gemeinsam mit dem Jubilar und vielen Konzelebranten den Festgottesdienst, der vom Kirchenchor und vom Orchester musikalisch umrahmt wurde.

Pater Leopold Mader sagte in seiner imponierenden Festpredigt, dass Feste und Jubiläen auch zugleich so etwas wie eine Inventur seien, bei der das Leben daraufhin überprüft werde, was gelungen oder schief gegangen ist. „Jubiläen sind aber auch immer leidenschaftliche, trotzige Auftrittsfiguren eines Lebens, und das muss niemandem bewiesen werden“, sagte der Festprediger und fügte an den Jubilar gewandt hinzu: „Du hast zum Leben „Ja“ gesagt und das ist eine große Leistung“. Wer feiert müsse auch gelernt haben, in „autobiografischer Gangart“ zu gehen und, dass Überleben nur in der „Kunst der Entzifferung“ möglich sei.
Bürgermeister Claus Pichler lehnte seine Dankesworte nicht an den Kirchenpatron, sondern an den Namenspatron Mühlbachers an, denn „das Zimmermannswerkzeug war Ihnen in Ihrer 27jährigen Zeit als Pfarrherr genau so wichtig, wie das Brevier“.
In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, was Pfarrer Mühlbacher in seiner Amtszeit geschaffen hatte. So seien der neue Kindergarten St. Irmgard an der Schule und das neue Mesnerhaus in St. Valentin entstanden, die Pfarrkirche habe eine neue Orgel bekommen und der Kirchturm wurde grundlegend saniert. Besonders stolz könnten die Ruhpoldinger sein, dass während seiner Schaffenszeit „noch nie so viele Primizen von Einheimischen und sogar eine Bischofsweihe stattfinden konnten“.

Für die Ortsvereine übermittelte der Vorsitzende des Verkehrs- und Kulturvereins und Schützenmeister Helmut Müller das „Vergelt’s Gott“ für die Zeit, die der Pfarrer auch mit den Ortsvereinen gegangen sei. Er erinnerte aber auch mit einem Augenzwinkern an die Anfänge, als Mühlbacher im Jahre 1977 als neuer Ortspfarrer nach Ruhpolding kam.
„Da ist schon manchmal die Waginger Brandung auf den Ruhpoldinger Felsen geprallt“, sagte er, aber besonders bei Festen sei es sowieso nicht ohne Pfarrer gegangen. Im Rahmen des recht gut besuchten Festgottesdienstes konnte Pfarrer Otto Stangl letztlich auch die vom Vorstand des Georgivereins, Andreas Hofmann, gestiftete wunderschöne „Georgskerze“ vorstellen. Es sei ihm einfach ein Anliegen gewesen, dass zu den kirchlichen Festen und vor allen Dingen zum Patrozinium eine besondere Kerze zu Ehren des Pfarrpatrons brenne, sagte dazu der Stifter. Hab