Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Am Georgiritt nahmen rund 180 Pferde teil

Böllerschüsse und Glockengeläut kündigten Frühmorgens an, dass der Georgiritt stattfinden kann. Sichtlich froh und erleichtert war der Vorsitzende des Georgivereins, Andreas Hofmann, dass auch in diesem Jahr das Wetter mitspielte und der Votivritt, dessen Ursprung auf ein Gelübde aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht, in der gewöhnten Art durchgeführt werden konnte, Mit Striegeln und Polieren der Pferde und des Geschirrs wurde noch einmal alles auf Hochglanz gebracht, und dann konnte sich pünktlich um 10 Uhr unter dem Glockengeläut der Pfarrkirche St. Georg der der „Irgnritt“ - wie dieses alte christliche Brauchtum in Ruhpolding auch genannt wird - Richtung Zell zur Kirche St. Valentin in Marsch setzen.
Angeführt vom Vorreiter mit der Standarte des Georgivereins und dem Spitzenkreuz folgten rund 180 prächtig herausgeputzte Pferde aus nah und fern mit Reitern oder sie zogen Festwägen und Kutschen mit herrlichem Geschirr. Auf den Pferdegespannen wurden die Figur des hl. Georg und die Nachbildung der Kirche St. Valentin, der Pfarrkirche St. Georg und des Wallfahrtskirchlein Maria Schnee in der Urschlau mitgeführt. Auf anderen Wägen saßen die Musikkapellen der „Miesenbacher“ und der „Rauschberger“, wieder ein anderer war mit den Mitgliedern der „Historischen“ in ihren alten Trachten besetzt und in den Festkutschen saßen die Honoratioren der Gemeinde und des Landkreises, sowie die Vertreter der Standestrachten und als Hommage an die Ihringer Partnergemeinde deren Bürgermeister und mehrere Trachtenträger des Ortes am Kaiserstuhl.
Für die Bundeswehr präsentierte sich wieder die Gebirgstragtierkompanie aus Bad Reichenhall mit einer stattlichen Anzahl von Tragtieren und Haflingern. Den vielen Tausend Zuschauern bot sich ein farbenprächtiges Bild. Nach dem Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Otto Stangl, zogen alle Pferde am Altar vorbei und empfingen traditionsgemäß den Segen. Danach ging es wieder zurück in den Ort und die zahlreichen Besucher konnten alle Teilnehmer des Georgirittes noch einmal bewundern.