Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Erntedankfest stand heuer im Zeichen es Hl. Vinzenz von Paul und der Hl. Luise von Marillac

zpaul1
zpaul2
Gedenken an den 350. Todestag des Hl. Vinzenz und der Hl. Luise

Ruhpolding. Am 27. September 1660 starb der heilige Vinzenz von Paul, der Gründungsvater der „Vinzentiner“, der 1633 zusammen mit der am 15. März 1660 verstorbenen heiligen Luise von Marillac die Ordensgemeinschaft der „Vinzentinerinnen“ – die heutigen Barmherzigen Schwestern vom Vinzenz von Paul, ins Leben rief. Aus diesem Anlass gedachten am Erntedankfest die beiden Ruhpoldinger Schwesternkonvente des Krankenhauses Vinzentinum und des Altenheimes St. Adelheid unter Beteiligung der Pfarrgemeinde St. Georg des 350. Todestages mit einem Festgottesdienst und einem kleinen Festakt im Pfarrzentrum.
Zunächst fand in der Pfarrkirche St. Georg ein Festgottesdienst statt, musikalisch gestaltet vom Kirchenchor mit Orchester mit einer Mozartmesse. Kardinal Friedrich Wetter erinnerte an das Leben des heiligen Vinzenz von Paul und sagte, dass durch ihn viel Soziales in der Welt verwirklicht werden konnte. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang der Kongregation der Barmherzigen Schwestern, die das Feuer des heiligen Vinzenz weiter tragen würden. „Vergelt`s Gott für all das, was ihr im Namen der Nächstenliebe leistet“. Vinzenz habe als „Patron der Barmherzigkeit“ bis zum heutigen Tage viel in Gang gebracht. Zusammen mit der heiligen Luise von Marillac sei er ein „Vorbild der Caritas“ und darin liege der tiefe Sinn des Jesuswortes: „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“. Zugleich mahnte er aber auch die sozialen Missstände in der heutigen Welt an: „Die Armut in der Welt brennt lichterloh und wir sind aufgefordert beim Löschen mitzuhelfen.
Anschließend fand in der Aula des katholischen Pfarrzentrums ein kleiner Festakt statt, bei dem Schülerinnen und Schüler der ordenseigenen Krankenpflegeschule „Maria Regina“ aus München, ein selbstverfasstes Theaterstück mit dem Titel: „ Hl. Luise von Marillac und Hl. Vinzenz von Paul – Lisa und Vince“ aufführten. Dabei wurde sowohl das Leben und die Beweggründe der beiden Heiligen in der damaligen Zeit dargestellt und parallel dazu in die heutige Zeit transferiert, um dadurch auf die Pflegesituation aufmerksam zu machen, aber auch um Mut zu spenden, einen Pflegeberuf zu ergreifen.
„Seit Jahrzehnten ist Ruhpolding ein gesegnetes Tal, was die Ordensgemeinschaften angeht“, sagte Bürgermeister Claus Pichler. Sowohl er als auch die Bewohner würden die Arbeit der Ordensfrauen sehr schätzen. Mit einem Blick auf den heiligen Vinzenz meinte er: „Was muss das für ein Mensch gewesen sein, wenn man auch nach 350 Jahren immer noch seinen „Jahrtag“ feiert“. Das Geschenk der politischen Gemeinde anlässlich des Gedenktages sei der Altarschmuck für die beiden Hauskapellen bis Jahresende, verkündete er abschließend. Ein gemütliches Beisammensein mit einer kräftigen Brotzeit beendete den Festtag.
Hab