Pfarrei
St. Georg Ruhpolding


Rund 180 Pferde nahmen am Georgiritt teil

Es war schon eine Erleichterung für alle Verantwortlichen, als am Sonntagmorgen Glockengeläut verkündete, dass der Georgiritt stattfinden kann. Sichtlich froh und erleichtert war der Vorsitzende des Georgivereins, Anderl Hofmann, dass der Votivritt, dessen Ursprung auf ein Gelübde aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht, in der gewöhnten Art durchgeführt wurde. Ein kleiner Gegenlohn für die aufwändigen Vorbereitungen. Zahlreiche Pferdetransporter kamen schon rechtzeitig zum Sammelplatz, mit Striegeln und Polieren wurde noch einmal alles auf Hochglanz gebracht, und dann konnte sich um 10 Uhr pünktlich der Georgiritt Richtung Zell zur Kirche St. Valentin in Marsch setzen.

Angeführt vom Vorreiter mit der Standarte des Georgivereins, dem Kirchendienst und dem Spitzenkreuz folgten rund 180 prächtig herausgeputzte Pferde aus nah und fern mit Reitern. Die imposanten Rosser zogen Festwägen und Kutschen mit herrlichem Geschirr. Auf den Pferdegespannen wurden die Figur des hl. Georg mitgeführt, auf anderen Wägen saßen die Musikkapellen der „Miesenbacher“ und der „Rauschberger“, wieder ein anderer war mit den Mitgliedern der „Historischen“ in ihren alten Trachten besetzt und in den Festkutschen saßen die Honoratioren der Gemeinde und des Landkreises, sowie die Vertreter der Standestrachten. Den zahlreichen Zuschauern bot sich ein farbenprächtiges Bild. Den Feldgottesdienst vor dem „Zeller Kircherl“ zelebrierten gemeinsam Pfarrer Otto Stangl und Geistlicher Rat Bernhard Schweiger.

Nach dem Festgottesdienst zogen alle Pferde am Altar vorbei und empfingen traditionsgemäß den Segen. Danach ging es wieder zurück in den Ort und die zahlreichen Besucher konnten alle Teilnehmer des Georgirittes noch einmal bewundern und nach Beendigung hatten sie die Möglichkeit, den anschließenden Georgitag mit den vielen Attraktionen, Darbietungen und Veranstaltungen nach Herzenslust zu genießen.         hab

Gemeinsam 2 000 Euro für Hochwasseropfer gespendet

Spende
Ein Hochwasser von unglaublichem Ausmaß hinterließ in Simbach am Inn und Umgebung Anfang Juni Orte der Verwüstung, Schäden in Millionenhöhe und viele betroffene Einwohner, die nun oft um ihre Existenz fürchten müssen. Das war der Anlass für den Ruhpoldinger Pfarrgemeinderat, die Hälfte der Einnahmen aus dem Pfarrfest dem Pfarrverband Simbach zukommen zu lassen. Ausgewählt wurde speziell der Ort Kirchberg am Inn. Ruhpoldings Pfarrer Otto Stangl (3.v.re) konnte nun zusammen mit der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Gisela Hunklinger (2.v.re.) und Pastoralreferent Georg Gruber (links) kürzlich einen Scheck in Höhe von 1 070 Euro an den Frauenbund Kirchberg, vertreten durch die Vorsitzende Marile Ritzinger (3.v.li) und ihre Stellvertreterin Petra Führer (2.v.li), übergeben. Mit dabei als Vertreterin des Pfarrverbandes Simbach war auch Pfarrgemeinderätin Michaela Engleder (rechts). „Der Betrag ist die Summe aus dem Pfarrfestanteil und der Kollekte beim Festgottesdienst des Burschenvereins Ruhpolding“, sagte der Seelsorger. Eine weitere Überraschung hatte Georg Gruber mitgebracht, denn er überreichte zusätzlich einen Bargeldbetrag von 855 Euro, der in seiner Heimatpfarrei Moosen/Vils bei der Aktion „Kräuterbüschelbinden“ zu Mariä Himmelfahrt zusammenkam. Der Arbeitskreis „Arbeitskreis Glaube und Leben“ hatte sich nämlich spontan entschieden, auch die Hochwasseropfer zu unterstützen. Da noch 75 Euro auf den „Zweitausender“ fehlten, spendierte ein mit angereister Ruhpoldinger diesen Restbetrag. Natürlich war die Freude bei den Spendenempfängern groß und sie versprachen, das Geld gerecht an die am schlimmsten Hochwasserbetroffenen auszuzahlen. Und es fast schon selbstverständlich, dass es am Ende der Spendenübergabe eine kräftige niederbayerische Brotzeit für alle gab.                                                                                                                                                              hab