St. Gertrud

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Misereor-Hungertuch zur Fastenaktion 2013

1976 griff das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR die mittelalterliche Tradition der Fastentücher neu auf. Seitdem finden die großformatigen Tücher, die in Kirchen und Pfarrzenten zum Einsatz kommen, weltweite Resonanz. Alle zwei Jahre entwerfen Künstler zumeist aus Afrika, Asien oder Lateinamerika ein neues Motiv. Die phantasievoll gestalteten großformatigen Tücher laden ein, den Sehnsüchten, dem Glauben und der Heimat der Menschen in fremden Ländern zu begegnen, auch sich Zeit zu nehmen für einen „Augenblick“ auf den eigenen Lebensstil.

Die Gestaltung der unterschiedlichen Hungertücher übernehmen Künstler aus verschiedenen Erdteilen.

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Das Motto für 2013 und 2014 „Wie viele Brote habt ihr?“

Diese alltägliche Frage ist es, die Jesus seinen Freunden stellt. Tausende von Männern, Frauen und Kindern umringen ihn seit Stunden, um ihm zuzuhören. Nun sind sie hungrig.
Wir kennen die Geschichte von der Brotvermehrung gut, sie ist einer der grundlegenden Texte des Christentums und für die Arbeit MISEREORs. Eine einfache Frage bringt die Menschen aus ihrem gewohnten Trott und zwingt zum Handeln. Hunger haben – das kennt jeder Mensch. Ein lebensnotwendiger Reflex. Hier in Europa meinen wir damit meist ein Ziehen im Magen, das uns signalisiert: Es ist Zeit für eine Mahlzeit. Dann öffnen wir den Kühlschrank und nehmen uns etwas zum Essen heraus.

Eine Milliarde Menschen
...können das nicht tun, denn sie haben weder einen Kühlschrank noch das Geld, um die nötigsten Lebensmittel zu kaufen. Sie hungern. Sie sind nicht nur in diesem Moment hungrig, sondern sie hungern tagelang, manchmal sogar monatelang. 70 Prozent der Hungernden weltweit sind Frauen und Kinder. Der Anteil der Menschen, die Hunger leiden, nimmt wieder zu. Ihre absolute Anzahl ist mit einer Milliarde heute höher als vor 40 Jahren.

Ein Skandal
...angesichts der Tatsache, dass genügend Nahrung für alle wächst und trotz steigender Weltbevölkerung niemand Mangel leiden müsste. Der Kampf gegen Hunger bleibt weiter eines der zentralen Anliegen, für das MISEREOR sich mit den Armen in zahlreichen Projekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und auf politischer Ebene intensiv einsetzt.
Die Künstlerin Ejti Stih stellt diesem Mangel die Verheißung von Gottes Fülle entgegen, von der niemand mehr ausgeschlossen ist.

Ejti Stih ist eine international bekannte Künstlerin aus Santa Cruz de la Sierra/Bolivien.
Quelle: MISEREOR
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