Kath. Pfarrkindergarten St. Gertrud

Weyprechtstr. , 80937 München, Telefon: 089/3114787, E-Mail:

Konzeption

Vorwort

Liebe Eltern

Die Ihnen vorgelegte Konzeption unseres Kindergartens St. Gertrud dient dazu, die Einrichtung selbst und unsere Arbeit mit den Kindern zu beschreiben und damit den Leitfaden festzulegen, um die Erziehungsaufgaben besser wahrnehmen zu können und den Herausforderungen der Zukunft entgegenzutreten. Sie soll interessierten Eltern mehr Informationen liefern und neuen MitarbeiterInnen ein klares Bild der Arbeit in unserem Kindergarten geben.
 
Wir wollen, dass es den Kindern in unserem Kindergarten gut geht, dass sie sich geborgen fühlen und die nächsten Schritte in ihre persönliche Zukunft mit Zuversicht gehen können. Um dies zu erreichen, wurde die Arbeit im Kindergarten aus den Blickwinkeln der Kinder, der Eltern und des Kindergartenteams betrachtet. Sie werden auch über die allgemeinen Rahmenbedingungen, die personelle und räumliche Ausstattung sowie über unsere pädagogischen und religiösen Ziele und Mittel, die dazu nötig sind, informiert.
 
Durch dieses Konzept sowie durch den entstandenen Prozess des Nachdenkens können und werden wir unsere Aufgabe besser wahrnehmen.
 
Allen, die an dieser Ausarbeitung des Konzepts mitgeholfen haben, danke ich ganz herzlich und wünsche unseren Kindern, aber auch den Eltern und Mitarbeiterinnen unsere Einrichtung Gottes Segen.

P. Matthias Zlonkiewicz OP
Pfarrer
Träger des Kiga St. Gertrud


Blickpunkt Kind

a) Die wichtigsten Rechte des Kindes aus unserer Sicht
Kinderrechte
Unter Recht auf Individualität verstehen wir, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit zu akzeptieren und auf dem Weg der Persönlichkeitsfindung zu unterstützen.

Wir bieten den Kindern ein breites Spektrum an Bildung und Erziehung, um sie somit für den weiteren Lebensweg zu stärken.

Das Recht auf positive Zuwendung erfahren die Kinder durch einen liebevollen Umgang, der zu einer lebensbejahenden, vertrauensvollen Grundeinstellung verhelfen soll.

Recht auf Partizipation

Partizipation bedeutet Beteiligung an Entscheidungen, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, und damit Selbst- und Mitbestimmung, Eigen- und Mitverantwortung und konstruktive Konfliktlösung. (BayBL 2012. S. 8/9)
Der sogenannte Stuhl- oder Morgenkreis bietet den idealen Rahmen, um eine produktive Gesprächskultur zu entwickeln.
Die Kinder können von ihren Erlebnissen und Gefühlen erzählen, gemeinsame Aktivitäten planen und Gruppenregeln entwickeln.
Bei Konfliktlösungen zwischen den Kindern werden Meinungsaustausch und Diskussionsfähigkeit erprobt, die Meinungen der Kinder ernst genommen und in Entscheidungsprozesse mit eingebunden.
Ein weiterer Bereich zur aktiven Mitgestaltung ist die Freispielzeit. Das Kind entscheidet, was, mit wem und wo es spielen möchte. Es übernimmt Aufgeben und Pflichten für das Gruppengeschehen.


b) Unsere pädagogischen Ziele
pädagogische ziele
Religiöse Erziehung...
...heißt für uns nicht nur,   gemeinsam christliche Fest im Jahreskreis zu feiern und biblische Geschichten zu erzählen, sondern den Kindern auch christliche Werte wie Toleranz, Nächstenliebe und Wertschätzung zu vermitteln.
Einmal in der Woche werden wir dabei von einem unserer Pater und unserem Diakon besucht.

Unsere Einrichtung leistet religionssensible pädagogische Arbeit und lebt das Gastmodell interreligiösen Lernen. Das sieht in der Praxis so aus, dass bei Kirchenbesuchen den muslimischen Kindern vermittelt wird, wie man sich als Gast in einem katholischen Gotteshaus verhält. Die Betonung der Gastrolle stärkt die Kinder in der Identifikation mit ihrem eigenem glauben und leistet einen wertvollen Beitrag die Kinder in ihrer eigenen Religion zu beheimaten.

Gesundheitserziehung...
...heißt für uns, Bewegung sowohl drinnen als auch draußen, gesunde Ernährung und auf Hygiene zu achten. Dazu gehören Zahnprophylaxe, Bewegungstage, jeden Tag frisches Obst und Gemüse auf dem Brotzeittisch und bei fast jedem Wetter im Garten spielen.

Bei Erziehung zu Umwelt- und Naturverständnis...
...wird den Kindern durch Spaziergänge und einen Waldtag bewusstes Beobachten, Erkennen und Handeln in der Natur vermittelt. Durch Mülltrennung lernen die Kinder auf ihre Umwelt zu achten.

In der Rhythmisch-musikalischen Erziehung...
...erlebt das Kind Freude an der Musik durch Singen und Musizieren mit Orff-Instrumenten. Es entwickelt Takt- und Rhythmusgefühl und hat die Möglichkeit, dies in Tanz und Bewegung umzusetzen. Die erworbenen Fähigkeiten können die Kinder bei Aufführungen am Sommerfest, Weihnachtsfeier o. ä. stolz präsentieren.

Kreativitätserziehung...
...heißt für uns, den Kindern Zeit und Raum zu geben, ihre Phantasie z. B. im Rollenspiel auszuleben. Durch vielfältiges Materialangebot werden die Kinder zu bildnerischem Gestalten angeregt und können ihre Vorstellungen umsetzen.
Sie können an der Dekoration des Raumes mitwirken und zu besonderen Anlässen Geschenke für die Eltern herstellen.

In der Spracherziehung...
...erfahren die Kinder nicht nur durch Vorlesen von Bilderbüchern, Gespräche über verschiedene Themen oder gemeinsames Lieder lernen, sondern auch durch gezielte Förderung in Kleingruppen.
In Zusammenarbeit mit der Schule findet für die Vorschulkinder der Vorkurs Deutsch statt, der auf den Schuleintritt vorbereitet.
Für alle Vorschulkinder findet regelmäßig ein Sprachtrainingsprogramm (Wuppi) statt.
Die mittleren Kinder nehmen am Vorkurs Deutsch im Kindergarten teil.

Unter Sozialerziehung...
...verstehen wir das Erlernen von altersgemäßer Selbständigkeit, d.h. die Bedürfnisse des anderen zu akzeptieren und eigene Interessen durchzusetzen.
Die Kinder sollen lernen, Konflikte friedfertig zu lösen. Dazu setzen wir die Kinder, die sich gerade gestritten haben an einen Tisch und versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten einverstanden sind. So lernen die Kinder mit der Zeit dies selbständig zu übernehmen.

Das Spiel...
...hat in unserem Kindergarten einen hohen Stellenwert, denn dabei lernt das Kind Spielregeln kennen und sich daran zu halten, verlieren zu können und miteinander zu reden. Bei den verschiedenen Spielarten, wie Tischspiele, Kreisspiele oder im Freispiel lernt das Kind Rücksicht auf andere zu nehmen und sich in die Gemeinschaft einzufügen.

In der Bewegungserziehung...
...sollen die Kinder ein positives Körpergefühl entwickeln und Spaß an der Bewegung ohne Leistungsdruck haben. Elemente aus der Psychomotorik fließen in die Bewegungsstunde mit ein. Wir hantieren mit den unterschiedlichsten Materialien aus dem Alltag, wie z. B. Leere Klopapierrollen, Korken, Schuhkartons usw.

Beim Experimentieren lernen die Kinder verschiedene Materialen kennen und wie sie sich unter bestimmten Umständen verhalten, z. B. dass Wasser im Gefrierschrank fest wird und viel mehr Platz braucht in der Flasche, oder welche Gegenstände in einer Schüssel mit Wasser schwimmen oder untergehen, was entsteht aus einem Apfelkern, wenn ich ihn einpflanze usw.

c) unsere pädagogische Richtung

Wir arbeiten nach dem Subjektorientierten Ansatz. Dies bedeutet in unserer Einrichtung:
  • Lernen mit allen Sinnen
  • „Die Kinder abholen, wo sie stehen“ (Berücksichtigung des Entwickelungsstandes)
  • Die Kinder in die Planung der Angebote mit einbeziehen, darauf achten, was die Kinder gerade interessiert.
  • Verantwortungsbereiche für andere übertragen: jedes Vorschulkind bekommt ein neues Kind an seine Seite, um das es sich kümmern soll.
  • Im Morgenkreis wird der Tagesablauf besprochen und auf die Wünsche der Kinder eingegangen.
  • Gezielte Bildungsangebote
  • Feste und Feiern im kirchlichen Jahreskreislauf, auch die Geburtstage der Kinder
d) Förderung des Kindes
kinderförderung
Das Freispiel findet in einem festgelegten Zeitraum im Tagesablauf statt. Die Kinder wählen selbständig Spielpartner, -material und Spielort. Sie gestalten nach ihren Bedürfnissen den Spielverlauf und bestimmen die Dauer des Spiels.
Im Spiel lernt das Kind Ausdauer, sich an feste Regeln zu halten und Sozialverhalten. Es muss Rücksicht auf die anderen Spielpartner nehmen und auch deren Anregungen akzeptieren.

kinderförderung
Mit den gezielten Angeboten fördern wir die Kinder in verschiedenen Erziehungs- und Bildungsbereichen. Die Dauer und Art des Angebotes richtet sich nach dem Entwicklungsstand der Kinder. Wir orientieren uns dabei am Jahreskreis oder gehen auf aktuelle Interessen und Bedürfnisse der Kinder ein.
kinderförderung

Förderung benachteiligter Kinder

Aufgrund der internationalen Herkunft der Kinder unseres Einzugsgebietes ist die Sprachförderung ein Schwerpunkt in unserer Einrichtung. Sie findet im Rahmen des Vorkurses Deutsch in Kleingruppen von maximal 6 Kindern statt.
Die Auswertung der Beobachtungsbögen Sismik und Seldak fließen in die Elternberatung mit ein.

Zur speziellen Förderung einzelner Kinder arbeitet unsere ausgebildete Sozialpädagogin gruppenübergreifend in Kleingruppen in Form von Experimenten und musikalischen Angeboten.

Bei familiären Konfliktsituationen arbeiten wir eng mit verschiedenen Fachdiensten zusammen (siehe Kapitel: Vernetzung).

Kindeswohl und Kinderschutz gemäß § 8a SGB VIII

Im Sozialgesetzbuch VIII §8a (Kinder- und Jugendhilfe) hat der Gesetzgeber den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung definiert. Auf der Grundlage dieses Gesetzes hat die jeweils zuständige Behörde der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) mit jedem ihrer Kita-Träger eine schriftliche „Vereinbarung zur Sicherstellung des Schutzauftrages nach SGB VIII“ abgeschlossen. Kinder brauchen Schutz.

Demzufolge ist das Fachpersonal von Kindertagesstätten dazu verpflichtet, Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung aufmerksam wahrzunehmen und – ggf. unter Hinzuziehung einer erfahrenen Fachkraft – das Gefährdungsrisiko einzuschätzen, z. B. bei körperlicher und seelischer Vernachlässigung, seelischer und / oder körperlicher Misshandlung oder sexueller Gewalt. Das Fachpersonal wirkt bei den Personensorgeberechtigten darauf hin, dass Maßnahmen zur Abwehr des Gefährdungsrisikos in Anspruch genommen werden, wie z. B. Gesundheitshilfen, Beratung oder Famielienhilfe. Wenn diese Hilfen nicht in Anspruch genommen werden und / oder eine akute Gefährdung besteht, ist das Personal zu einer sofortigen Benachrichtigung des Jugenamtes bzw. des Allgemeinen Sozialdienstes verpflichtet.

Umgang mit einem erhöhten Entwicklungsrisiko: Wenn das pädagogische Personal aufgrund seiner Beobachtungen Anzeichen eines erhöhten Entwicklungsrisikos feststellt (z. B. Hinsichtlich einer starken Entwicklungsverzögerung oder einer drohenden oder bestehenden Behinderung), ist es verpflichtet, die Eltern darüber zu informieren und entsprechend zu beraten. So soll mit den Eltern das weitere Vorgehen abgestimmt und erörtert werden, ob und welche Fachdienste hinzugezogen werden sollen, mit dem Ziel, das Kind – innerhalb und außerhalb der Kita – entsprechend seiner spezifischen Bedürfnisse zu fördern.

Ausschluss einschlägig Vorbestrafter von Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe: Alle hauptamtlichen Mitarbeiter/innen in der öffentlichen und freien Jugendhilfe müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Das Thema Kinderschutz wird regelmäßig in den Teamsitzungen angesprochen bzw. es werden dazu Informationen gegeben.

Blickpunkt Eltern/Familie

a) Die drei Säulen unserer Elternarbeit
3 säulen der elternarbeit
Interessens- und Kooperationspartner
heißt für uns:
  • Gegenseitiges Interesse als Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit
  • Größtmögliche Einigkeit in der pädagogischen Arbeit
  • Aufgeschlossenheit gegenüber unserer pädagogischen Arbeit
  • Kooperationsbereitschaft zwischen Familie und Einrichtung
Informationsträger
heißt für uns:
Wichtiges über das Kind zu erfahren
  • Aufnahmebogen
  • Vorgeschichte
  • Entwicklung
  • Aktuelle Situation
  • Veränderungen
  • Beschränkung auf sachliche Informationen
Helfen und Unterstützen
heißt für uns:
Aktive Mitwirkung und Unterstützung:
...im Elternbeirat und bei
  • Festivitäten
  • Veranstaltungen
  • Aktivitäten
  • Ausflügen
  • Sachspenden

Partizipation der Eltern

Ein aktiv gewählter Elternbeirat bildet die Basis der Elternmitbestimmung.
Hier sind Eltern aus jeder Gruppe vertreten, die sich zum Wohle des Kindergartens engagieren.
In regelmäßigigen Elternbeiratssitzungen werden gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften nicht nur Feste geplant und reflektiert. Auch Wünsche und Vorschläge der Eltern werden eingebracht und nach Möglichkeit berücksichtigt. Bei der Gestaltung der Feste können sich die Eltern jederzeit mit Ideen und Anregungen sowie deren Umsetzung einbringen.


b) Das bieten wir Ihnen
  • Kommunikation
    ist für uns wichtig, um einen gegenseitigen höflichen Informationsfluss zu erhalten.
  • Beratung
    Beratend stehen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen und nach vorheriger Terminabsprache
    zur Seite, aber auch bei „akuten“ Problemen.
  • Mitwirkung
    Um viele Feste und Aktionen durchführen zu können, brauchen wir die Mitwirkung aller Eltern.
    Außerdem können Sie sich zur Wahl des Kindergartenbeirates aufstellen lassen, der jedes Jahr neu gewählt wird. Der Kindergartenbeirat berät, unterstützt und organisiert und nimmt somit aktiv am Kindergartengeschehen teil.
  • Information
    Für den kurzen Info-Austausch stehen wir Ihnen in Tür- und Angelgesprächen täglich zur Verfügung. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass diese Gesprächsgelegenheit nur innerhalb unserer angegebenen Bring- und Abholzeiten möglich ist.
    Ansonsten nutzen Sie am besten unsere angebotenen Sprechzeiten, wo wir uns ungestört auf Ihr Anliegen konzentrieren können.

Teamarbeit

a) Führungsgrundsätze

Teamarbeit heißt für uns
  • zusammen halten
  • an einem Strang ziehen
  • Informationsaustausch:
    (Organisatorisches, Fallbesprechungen, Planungen in der Gruppe)

Partizipation des Teams
Die Partizipation im Team hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert.
Hier bieten vor allem die wöchentlichen Teamsitzungen den Rahmen, eigene Wünsche, Vorschläge und Anregungen zu äußern. Gemeinsame Aktivitäten, wie die Gestaltung des Kindergartenalltags, das Jahresthema, diverse Feste usw. werden gemeinsam, demokratisch geplant und durchgeführt.
Zur Mitbestimmung im Team gehört auch, dass sich jedes Teammitglied gemäß seiner eigenen zusätzlichen Qualifikationen, Stärken und Vorlieben in den pädagogischen Alltag einbringen kann, zum Wohle aller.

b) Ziele, Formen und Inhalte der Teamarbeit
Ziele


Konzeptionstag


Teamsitzung


Vorbereitung in
der Gruppe

Fortbildungstag


Feste, Aktionen


Putztage


Betriebsausflug
Das Team arbeitet gemeinsam daran, den Erziehungs- und Bildungsauftrag zu erfüllen.

Einmal im Jahr mit Gesamtteam und Träger, um die Konzeption zu überarbeiten.


Jede Woche im Gesamtteam für 1,5 Stunde, um Termine zu vereinbaren und aktuelle Gegebenheiten auszutauschen.

Einmal wöchentlich, um Verschiedenes für die Gruppe vorzubereiten oder zu besprechen und für Elterngespräche.

Einmal im Jahr für das gesamte Team, um auf dem gleichen Stand zu sein (z. B. 1. Hilfe-Kurs).

Mehrmals im Jahr mit Kindern und Team, dazu gehören Ausflüge und unsere Feiern mit Eltern.

Zwei- bis dreimal im Jahr, um den Kindergarten in Ordnung und die nötige Hygiene aufrecht zu erhalten.

Einmal im Jahr mit Gesamtteam, Träger und Pfarrbüro, zum Austausch und geselligem Beisammensein.
team
c) Kompetenzverteilung im Team

  • Die Leiterin der Einrichtung ist für alle personellen und finanziellen Aufgabenbereiche zuständig.
  • Die pädagogischen Kräfte unterstützen sie in ihrer Funktion.
  • Bei Anliegen und Fragen bezüglich Ihres Kindes und des Kindergartenalltages wenden Sie sich an Ihre Gruppenleiterin bzw. deren Kolleginnen.
  • Ansprechpartner des Elternbeirates ist die Leiterin bzw. alle Erzieherinnen.
d) Personalentwicklung und Weiterbildung

Das Mitarbeitergespräch,das jährlich zwischen Leiterin und Mitarbeiter stattfindet,unterstützt die Personalentwicklung.

Weiterbildung
weiterbildung
e) Ausfallmamagement

Zur Sicherstellung des Anstellungsschlüssels von 11,0 oder besser stehen uns folgende Maßnahmen zur Verfügung:
- kurzfristige Aufstockung von Teilzeitkräften
- Fachpersonal von Zeitarbeitsfirmen zur Vertretung im Krankheitsfall

Die Erzdiözese München und Freising erwägt die Gründung eines Springerpools.

Gestaltung von Übergängen

Die Kinderkrippe Hugo-Wolf-Straße kommt einmal jährlich zu einem Schnuppervormittag in unsere Einrichtung.
Um den Kindern den Einstieg zu erleichtern, gestalten wir die Eingewöhnungsphase individuell in Absprache mit den Eltern.
Wir stehen in engem Kontakt mit der Hugo-Wolf-Schule, um den Kindern den Übergang in die Schule zu erleichtern. Der Vorkurs Deutsch findet teilweise in der Grundschule statt, außerdem gibt es Kooperationstreffen wie z. B. eine gemeinsame Turnstunde, Vorlesestunde und andere gemeinsame Aktivitäten von Vorschul- und Schulkindern.

Beschwerdemanagement

Grob lassen sich die Kinderrechte zusammenfassen in 3 Kategorien:

  • Schutzrechte:
    Recht auf Gesundheit, (elterliche) Fürsorge, Gleichberechtigung, Recht auf Gleichheit, Schutz der Privatsphäre und der Identität vor Ausbeutung und sexuellem Missbrauch u. a.
  • Förderrecht:
    Recht auf Leben und Entwicklung, Recht auf Eltern, Förderung, Gesundheitsvorsorge, Recht auf Bildung, kulturelle Entfaltung, Ruhe, Freizeit, Spiel.
  • Beteiligungsrecht: Freie Meinungsäußerung, recht auf Informationsbeschaffung, Recht auf Beteiligung an sie betreffenden Entscheidungen.
Vorgehensweisen:
Wo können Kinder oder ihre Sorgeberechtigten sich hinwenden, wer ist ihre Ansprechperson, wenn sie Probleme haben?
Eine Beschwerde in diesem Sinne ist die persönliche, kritische Äußerung eines Kindes oder seiner Sorgeberechtigten, die insbesondere das Verhalten der Fachkräfte bzw. der Kinder, das Leben in der Kita oder eine andere Entscheidung des Trägers betreffen:
Ansprechperson oder die -personen für Beschwerden:
Für Kinder: Erzieher/in, Zweitkraft
Für Eltern (in der Reihenfolge des Vorgehens): Erzieher/in – Leitung – Elternbeirat (Vorsitzende/r oder auch Mitglied oder bei der Elternbeiratsitzung) – Trägervertreter – Aufsichtsbehörde der LH München.

Welche Beschwerdemöglichkeiten gibt es?
Für ein Anliegen bitte immer einen Gesprächstermin vereinbaren, Sitzung des Elternbeirats, Einzelgespräche, Beratungsstunden etc.
Beratungsstellen extern

Wie werden Beschwerden bearbeitet, wer ist beteiligt?

In „kritischen“ Angelegenheiten kann jede beteiligte Seite sich eine Vertrauensperson beiziehen.
Was passiert konkret nach tätlichen und sexuellen Übergriffen in der Einrichtung? Die Vorgehensweise ergibt sich aus den Vereinbarungen mit dem Jugendamt und des Trägers mit dem Personal auf der Grundlage der Vorgaben von Fachstellen.

Und wie wird dokumentiert?
Auf Wunsch bzw. Bedarf wird ein gemeinsames Protokoll erstellt.

Der Umgang mit Beschwerden ist Bestandteil von Teamsitzungen. Bei den Informationsveranstaltungen für (neue) Eltern werden diese auch hingewiesen, dass Beschwerden Bestandteil einer offenen Kultur im Kindergarten sind und auch als Chance für die Qualitätsentwicklung im Kindergarten gelten. Nachteilige Auswirkungen für das Kind oder die Eltern aus Beschwerden werden vom Träger nicht geduldet.

Vernetzung und Kooperation

Kontakt haben wir zu:
  • Krippe Hugo - Wolf
  • Grundschule an der Hugo-Wolf-Straße
  • Erziehungsberatungsstelle in der Neuherbergstraße
  • Allgemeiner Sozialdienst
  • Mobile sonderpädagogische Hilfe
  • Kooperation mit Caritashaus für Kinder
Kooperation:
  • Fortbildungen
  • Leiterinnenkonferenz

Öffentlichkeitsarbeit

öffentlichkeitsarbeit

Reflexion und Qualitätssicherung

Reflexion heißt für uns:

  • Nachbesprechung von Festivitäten
  • Reflektieren der Gruppenarbeit/Ausflüge
  • Fallbesprechung
  • Austausch mit dem Träger

Qualitätssicherung heißt für uns:
  • regelmäßige Elternumfrage, um uns nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen zu orientieren
  • Soziogramm
  • tägliche Beobachtung / Beobachtungsbögen/ um Auffälligkeiten und Entwicklungsstand zu erkennen und gezeilt zu fördern

Ausblick und Zukunftsvisionen

  • Qualitätshandbuch weiterentwickeln
  • Supervision ist bereits für dieses Jahr geplant
  • Kollegiale Beratung als fester Bestandteil der Teamarbeit im Rahmen der Supervision
  • Vorlesepaten suchen
  • Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit

Überprüfung und Fortschreiben der Konzeption:
Da unsere Konzeption die Basis unserer Arbeit beschreibt, wird sie regelmäßig (jährlich) überprüft und entsprechend aktualiesiert und überarbeitet.
 
Letzte Überarbeitung:  November 2014