St. Gertrud

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Glaubenstage am Harthof und im Dominikuszentrum

Glaubenstage4
Unter dem Motto „Gemeinsam leben – Glaube erleben“ fanden Anfang Juni die Glaubenstage unserer Pfarrei statt. Initiiert wurden diese vom Pfarrgemeinderat. Ein kleines Team aus Gemeindemitgliedern und Vertretern der Emmanuel School of Mission stellte das Programm auf und koordinierte alle Aktivitäten drumherum, wie z.B. Gastfamilien finden, Öffentlichkeitsarbeit mit Plakaten und Handzetteln sowie Verpflegung. Die Vorbereitungen waren teils mühselig und sehr anstrengend, da nur wenig Zeit zur Vorbereitung blieb, und auch die Gemeinde dem Ganzen recht skeptisch gegenüberstand. So fanden sich einige wenige, dafür aber umso mehr engagierte Helfer.

Die Glaubenstage selbst waren gefüllt mit einem bunten Programm. Unterstützt wurden wir dabei von Studenten und Betreuern der Emmanuel School of Mission Altötting sowie einigen Glaubensbrüdern und -schwestern der Gemeinschaft Emmanuel, die teilweise einen weiten Anfahrtsweg hatten.

Die Studenten und Missionare wurden in Gastfamilien unserer Gemeinde untergebracht und fühlten sich sichtlich wohl während dieser Tage. An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an alle unsere Gastfamilien, die sich bereit erklärt hatten, ‚Fremde‘ bei sich zu beherbergen. Man kann zu Recht behaupten, dass nach der doch sehr kurzen Zeit aus Fremden Freunde wurden. Manche Gastfamilien hätten sicher gern etwas mehr Zeit mit ihren Gästen verbracht, da man sich dann noch besser kennengelernt hätte.

Was passierte während der 4 Tage?

Es fanden Haus- und Schulbesuche statt, an denen neben Studenten der ESM und Mitgliedern der Gemeinschaft Emmanuel auch einige unserer Gemeindemitglieder teilnahmen. Auf der Diagonale zwischen Dominikuszentrum und Mira sowie vor unserer Kirche St. Gertrud wurde eine Straßenmission durchgeführt und Vorbeigehende zu Gesprächen eingeladen. Für die Kinder gab es Luftballons und kleine Leckereien.
Glaubenstage2
Die Senioren feierten am Donnerstagnachmittag einen Gottesdienst mit Krankensalbung, anschließend traf man sich in gemütlicher Runde zu Kaffee, Kuchen und guten Gesprächen im Pfarrsaal.
Am Donnerstag- und Freitagabend hatten einige Gemeindemitglieder zu Hauskreisen bei sich daheim eingeladen. Auch die Frauenrunde veranstaltete ihren eigenen Hauskreis, allerdings in größerer Runde im Pfarrsaal. In gemischten Teilnehmerkreisen ergaben sich gute Gespräche über Gott und die Welt.
Am Freitagabend war dann der Abend der Jugend. Das wurde mit einem gemeinsamen Gottesdienst gefeiert. Danach wurde noch gegrillt und beim Auftritt der Live-Band konnte im Pfarrsaal ‚gerockt‘ werden.
Glaubenstage3
Der Samstagnachmittag stand im Zeichen der Familien: Ein gemeinsamer Gottesdienst mit viel Musik stimmte alle ein. Danach gab es für die Kinder ein bunt gemischtes Programm im Pfarrgarten – diesmal spielte das Wetter mit – und die Eltern trafen sich bei Kaffee und Kuchen zu Gesprächen im Pfarrsaal.
Am Samstagabend fand der Höhepunkt der Glaubenstage statt: Ein Abend der Barmherzigkeit. Schon die dazu gewählte Beleuchtung und das viele Kerzenlicht stimmten auf die kommenden Stunden ein. Man hatte die Wahl zwischen stiller und gestalteter Anbetung, dem Sakrament der Versöhnung und Glaubensgesprächen mit Brüdern und Schwestern der Gemeinschaft. Man konnte aber auch einfach nur kommen und die Stimmung beim Verweilen in der Kirchenbank auf sich wirken lassen.

Der Abschluss der Glaubenstage war der festliche Gottesdienst am Sonntagmorgen und danach das Fest der Nationen. Dazu brachten viele unserer Gemeindemitglieder ein typisches Gericht aus ihrer Heimat mit und leisteten so einen Beitrag zum Buffet.

Insgesamt verliefen die Glaubenstage positiv, auch wenn nicht die gesamte Gemeinde mit involviert gewesen war. Nicht alle Pfarreimitglieder können und wollen ihren Glauben eben auf diese Weise leben.

An der Stelle sei noch einmal allen Helfern gedankt, die während dieser Tage dafür sorgten, dass alles reibungslos lief: Allen voran das Küchenteam unter Annemarie Wagner. Sie haben eine hervorragende Verpflegung für die gesamte Mannschaft auf den Tisch gebracht, alle lobten das leckere Essen und den persönlichen und herzlichen Service. Auch den Studenten und Betreuern der Emmanuel School of Mission sagen wir ein großes Dankeschön für ihre sehr gute und engagierte Arbeit. Insbesondere die Gruppe der jungen Familien hat die Angebote gerne angenommen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass in unserer Pfarrei Angebote für junge Leute oder im musikalischen Bereich fehlen und dass unsere Pfarrei bei den Ehrenamtlichen an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen sei.

Wichtig war es aber trotzdem während der Tage gewesen, Gottes Wort zu verkünden. Ob es Früchte bringt, wird sich erst in einiger Zeit zeigen. Die Nachhaltigkeit ist bei diesem Thema sehr wichtig. So kam von Seiten des Pfarrgemeinderates die Anregung, in einiger Zeit einen Tag als „Auffrischung“ zu veranstalten. Die Gemeinschaft Emmanuels hat sich zudem beim Abschluss- und Nachbereitungstreffen Im Juli gerne bereit erklärt, mal wieder eine Sonntagsmesse mitzugestalten oder einen Abend der Barmherzigkeit gemeinsam mit uns durchzuführen.

Anja Füllmeier