St. Jakob

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Anekdoten zur Lenggrieser Kirchenmusik

Anekdoten aus dem Lenggrieser Kirchenmusikleben

Die "Lenggrieser Messe"
Lange Jahre war Professor Walter Dost begeisterter Förderer des Liederkranzes Lenggries. Er wurde 1874 in Schneeberg im Erzgebirge geboren und fand im Lenggrieser Friedhof seine letzte Ruhestätte. Auf seinem Grabstein stand: "Prof. Walter Dost, ein Meister der Töne". Walter Dost war in Plauen Oberstudienrat und Musiklehrer am Gymnasium und später dann Professor an der Theologischen Hochschule daselbst. Seinen Sommerurlaub verbrachte er meist in Lenggries und ist in seinem Ruhestand dann ganz nach Lenggries gezogen. Er komponierte fleißig und war unter anderem auch Vorsitzender des Musikausschusses im Deutschen Sängerbund. Zu Ehren von Lenggries hat er die "Lenggrieser Festmesse" komponiert, die 1926 anläßlich der Weihe der neuen Standarte des Liederkranzes von Kirchenchor und Liederkranz uraufgeführt wurde. Zum Chor trat ein gut besetztes Orchester, Bläser, Trompeten und Pauken. In seiner Besprechung bezeichnete der "Tölzer Kurier" die Messe als "pompöses Werk", der Bürgermeister von Wackersberg fand sie "titanenhaft". Nach der wohlgelungenen Uraufführung wandte sich Professor Dost von seiner Orgelbank herab nach links zu dem dort stehenden Tenor, Seilermeister Sebastian Oswald ("Soier Waschte") und meinte, noch ganz von der Fülle seiner Tonkaskaden ganz hingerissen, mit siegesbewußtem Lächeln und etwas gönnerhaft: "Nun, lieber Oswald, was meinen Sie zu meiner Messe?" Worauf dieser prompt antwortete: "Herr Professor, wer bei dera Mess´ no schlaft, dem is wirkli nimmer zum helfen!"

Dominus vobiscum
Der erwähnte Sebastian Oswald war nicht nur ein notenfester Sänger, sondern in allen möglichen Dingen sehr bewandert. Er war der erste Sanitäter im Ort, war ein leidenschaftlicher Fotograf, gestaltete Beisetzungen nichtkatholischer Verstorbener mustergültig und diente bei Obduktionen. Während des Krieges war Oswald sogar als Organist nach einem selbsterfundenen Zweifingersystem tätig.
Nach einem Unfall an einem Sonntag verspätete er sich und verpaßte deswegen den Beginn des Hl. Amtes. Er kam gerade "auf den Chor" hinauf, als der Zelebrant zu singen anhob: "Dominus vobiscum ...". Der anwesende Chor musterte den Zuspätkommenden, welcher jedoch sofort recht katholisch respondierte, um dann in der selben Lautstärke gleich auch die Erklärung seiner Verspätung zu geben: "... et cum Spirituo. Da Hax is o! (Das Bein ist gebrochen)"

Der zweite Bass
Bei einer Singprobe des Männerchor "Liederkranz" wurde gerade ein schwieriges Stück einstudiert. Der Chorleiter, der Meßmer Schorsch, war mit einer Passage gar nicht zufrieden und brach ab. Sein Blick fiel nach rechts zum zweiten Bass, der an diesem Abend nur mit zwei Sängern besetzt war: Hans A. und Stefan Sch., die sich redlich abmühten, ihr Bestes zu geben. Meßmer bemerkte leichthin: "Beim zwoaten Bass singan a paar foisch, i woaß aber net, wer!"
Das Zweite Vatikanische Konzil und seine Auswirkungen
Hans A. berichtete einmal, daß während der Zeit des II. Vatikanischen Konzils ein neues Schema bekannt wurde, wonach alle Kirchenchöre abgeschafft und es zukünftig auch keine Orchestermessen mehr geben sollte. Das Ende der katholischen (und damit natürlich auch das Ende der reichen Lenggrieser) Kirchenmusiktradition! Man habe die am selben Tage anberaumte Chorprobe deshalb gleich in den "Bunker" - eine Lenggrieser Traditionsgaststätte - verlegt und ein "Dunkles" bestellt - der Trauer wegen ...

Verspätung im Kyrie
Bei einer Sontagsmesse kam Frau Berta E., die Gattin des Buchdruckers uns Schreibwarenhändlers Josef E., zeitlich sehr knapp, um ihren Platz beim Sopran einzunehmen. Man war schon mitten im Kyrie. Der Meßmer Schorsch blickte sie scharf an und fragte: "Bist jetzt vo selber aufg´wacht, oder is´ dir die Wärmflasch´n aufganga?"

Die Winkler Maiandachten
Der Männerchor Liederkranz singt schon seit fast 30 Jahren regelmäßig bei der Maidacht der Freiwilligen Feuerwehr vor der Barbara-Kapelle in Winkl im Freien. Sobald der Termin bekannt ist, laufen die Vorhersagen: entweder werden die Sänger vom Regen "derwasch´n" oder von den Mücken "derstoch´n". Der Gewinner dieser Prognosen kann sich jedoch kaum freuen, gehört er doch immer zu den Betroffenen.
Besonders bitter: in manchen Jahren trifft sogar beides zu. "Ssssssssss!"

Ein unbekannter Komponist wird entdeckt
Ein Liederkranzausflug führte einmal ins Werdenfelser Land, wo man zuerst im Kloster Ettal das Hl. Amt musikalisch getaltete. Der Männerchor sang die "Messe bréve" von Charles Gounod. Die Töne der Musik waren kaum in der mächtigen Kuppel verklungen, als man nach unten in den Kirchenraum hinabstieg. Vor dem Portal sprach eine fremde ältere Dame den Sänger Franz L. an, ob er da heute so schön gesungen habe, was das für ein Chor war, und: wer der Komponist der Messe sei. Ganz überwältigt von so viel Wissensdurst wußte er nicht anderes hervorzubringen als: "Ääh, ja, Äh, von Charles Bréve", worauf die ältere Dame vollauf befriedigt wieder abzog.

Die Sopransolistin
Einen schönen Sonntags morgen hat der Kirchenchor das Pfarramt gesungen, am Chor war eine junge, großgewachsene Sopranistin in einem sehr farbigen, großgeblümten Kleid erschienen. Hans A. konnte sich natürlich nicht zurückhalten und kommentierte trocken: "Auweh! Da glaab i, hat a Kanapee-Bezug dro glab´n miass´n!" Und nachdem er die Haltung der Sängerin begutachtet hatte setzte er noch nach: "... und s´G´stell dazua!"

Probendauer
Selten, daß nach Abschluß der "Liederkranz"-Singprobe alle nach Hause gehen. Neben den heiteren Gesprächen und dem Stoßbull (= Tischkegelbahn) wird zeitweise auch dem Schafkopf gehuldigt und natürlich dabei auch immer die Zeit vergessen. Einmal bemerkte Markus E.: "Es is scho komisch, wenn´st nach der Prob´ hoamgehst und jed´smoi an Zeitungsaustrager triffst ..."

Hochzeit mit Hindernissen
Chorregent Anton B. hatte zusammen mit der Sopransolistin Vera H. eine MUGGE (MUsikalisches GelegenheitsGEschäft) auswärts in F. angenommen. Tags zuvor noch brauste ein gewaltiger Sturm über das Alpenvorland; riß Bäume und Kamine nieder, brachte Strommasten und Scheunen zum Einsturz. In der Nacht beruhigte sich alles wieder. Es wurde Abend. Es wurde Morgen. Der zweite Tag. Anton B. begab sich mit Vera H. nach F., um dem zukünftigen Brautpaar den Weg in das Eheglück musikalisch zu verschönern. Als die beiden an der Kirche angekommen waren, stellte sich sehr bald heraus, daß ein großer Strommast umgeknickt war und im ganzen Ort seit dem Vorabend keine Elektrizität zur Verfügung stand. Man hoffte, daß bis zum Beginn der Hochzeit noch Strom kommen würde, was dem aber nicht so war. Der Einzug verlief also schweigend. Nach dem Trauungsritus sollte das "Ave Maria" kommen. Der Organist holte sich eine Pfeife aus der Orgel (a´) und gab der Sängerin den Ton vor. Dank ihrer hervoragenden Intonationssicherheit klappte der A-Cappella-Gesang auch wunderbar. Zum Sanctus legt der Organist sich die Noten (Gotteslob Nr. 818) aufs Pult, in der Hoffnung, es würde doch nun endlich einmal Strom kommen. Genau an der Stelle, wo der Zelebrant die Hände zusammenführt und singt: "... und singen vereint mit ihnen das Lob deiner Herrlichkeit:" ging plötzlich das Licht in der Kirche an, der Orgelmotor kündigte mit tiefen Brausen seine Einsatzfähigkeit an, und der Organist konnte nach kurzer Verzögerung (er wartete noch einen Wimpernschlag, bis der Blasbalg auch sicher ganz gefüllt war - Insider kennen "Volumina" von G.Ligeti) das gewünschte Schubert-Sanctus intonieren. Als Zugabe und aus Freude über die funktionstüchtige Orgel einigten sich Sängerin und Organist darauf, das "Ave Maria" zum Schluß der Hochzeit noch einmal "richtig" - also mit Orgelbegleitung zu musizieren. So kam nicht nur Charles Gounod, sondern schließlich nun auch noch Johann Sebastian Bach zu seinem Recht.... Und: es war hoffentlich für alle Zeiten die erste und einzige Hochzeit, bei der das Gounod-"Ave-Maria" gleich zweimal erklungen ist!

Zweimal ist einmal zuviel
Daß das doppelte Absingen des selben Musikstückes aber nicht immer gewünscht ist, zeigt die folgende Episode. Eine Frau ruft beim Chorregenten an, und teilt ihm mit, daß ihr Schwager XY verstorben sei, was der Chorregent bereits wußte und ihr auch nach einer Kondolenz kundtat. Dann folgte ihrerseits die Bitte, daß zum Schluß des Requiems der Männerchor noch das "Über den Sternen" singen sollte, sie würde dafür aus eigener Tasche eine Spende an den Chor geben. Das Telefongespräch endete dann noch mit folgendem Satz: "Wenn meine Schwagerin des 'Über den Sternen' fei´aa schon b´stellt hat, dann braucht´s es aber na net zwoa moi macha!" ("Falls die Schwägerin das Stück auch schon bestellt haben sollte, braucht der Chor es nicht zweimal singen!")

Hochzeit mit (kleinen) Unstimmigkeiten
Bei einer Hochzeit im nahegelegenen Dorf G. kam es einmal zu folgender kuriosen Begebenheit. Chorregent Anton B. und Tenorsolist Hans S. sollten bei der musikalischen Gestaltung mitwirken. Es wurden nur zwei Gesänge gewünscht: das "Ave Maria" von Schubert und das "Panis angelicus" von C.Franck. Den Hauptanteil an der Gestaltung hatte die örtliche Blaskapelle. Beginn der Hochzeit: 10.30 Uhr. Zunächst ja recht unverdächtig. Als die Trauung vollzogen war, kam der Moment für das "Ave Maria". Die beiden Musiker wählten As-Dur als bequeme Tonlage. Kaum hatte man begonnen, fingen im ganzen Ort die Sirenen zu heulen an. Es war nämlich erster Samstag im Monat und 11.07 Uhr: Probealarm! Für den, der sich dafür noch nicht genauer interessiert hat, sei angemerkt, daß die Sirenen im allgemeinen den Kammerton 'A' intonieren. Eine Sirene befand sich direkt beim unmittelbar angrenzenden Bauernhof auf dem Dach. Tapfer hielt der Begleiter - noch viel tapferer aber der Sänger - die ungewollte Halbtonspannung durch. Der Sirenzauber endete ziemlich genau mit dem "Amen" des "Ave Maria". Man mußte schließlich grinsen und schüttelte den Kopf: "So etwas wird einem wohl nie wieder im Leben mehr passieren! Wahrscheinlicher sei da vielmehr ein Sechser im Lotto!" Und: "Wenn man das jemanden erzählt, der glaubt das sicherlich nicht!" Die Bläser waren auch erheitert. Die Feierlichkeit nahm ihren weiteren Verlauf. Zur Kommunion war das zweite Gesangsstück, das "Panis Angelicus" angesagt: Wieder wählte man eine bequeme Tonart; das war zufällig halt wieder As-Dur. Pünktlich nach den einleitenden Takten gesellte sich zum hingebungsvollen Tenorgesang erneut der penetrante Kammerton 'A' unserer bösen Sirene! Was war passiert? In einem Ortsteil wurde beim Probenalarm festgestellt, daß eine Sirene nicht richtig funktioniert. So mußte man nach der Reparatur nochmals einen kleinen Test durchführen, der übrigens - man kann es sich schon denken - ziemlich zeitgleich mit den Schlußtakten des "Panis angelicus" endete.
Seitdem achtet der Chorregent übrigens immer peinlich genau darauf, welche Uhrzeit Hochzeitspaare für ihre Trauung festsetzen...

Schwierige Intervalle
Im Theorieunterricht erklärte Chorregent Anton B. einer Orgelschülerin die Intervalle. Als man bei den übermäßigen, verminderten und anderen schwierigen Abständen ankam, meinte der Lehrer zu seiner Schülerin: "So, das reicht für heute einmal. Schau´ dir das mal daheim an, und verdau´ das bis zur nächsten Stunde!" Worauf die Schülerin unschuldig erwiderte: "Da muß ich die nächsten Tage aber ganz schön oft auf´s Klo!"

Die arme Wegscheider Kirchenmaus
Die elektronische Orgel in der Wegscheider Filialkirche gab ihren Geist auf. So mußte ein Techniker von der Firma, die ihren Sitz in Holland hat, nach Lenggries kommen. Stundenlang suchte der Mann in der Orgel nach dem Fehler. Es war einfach nichts zu finden. Plötzlich grinste der Mann, schüffelte, rümpfte die Nase und deutete auf eine feuchte Stelle an der Rückwand der Orgel: "Mäusepiß". Dieses holländische Wort braucht wohl nicht übersetzt zu werden. Etwas später fand er dann schwarze Kügelchen am Boden: "Mäuseschitt!" Auch hier erübrigt sich die genauere Übersetzung. Kurz bevor der Techniker aufgeben wollte, fand er zufällig eine defekte Stelle in einem Kabelstrang an einer völlig unzugänglichen Stelle, genau in einer Bohrung durch das Holz, normalerweise unmöglich zu finden. Er begann mit der Reparatur, dabei kam ihm ein "Mäusebiß" von den nun lächelnden Lippen, sehr bald funktionierte die Orgel wieder und er konnte befriedigt wieder nach Hause fahren.

Duo, Duett, Duell
oder: Kirchenmusiker - ein lebensgefährlicher Beruf
Der Chorregent Anton B. geht leidenschaftlich gerne zum Fischen, zum Beispiel an den Sylvensteinspeichersee. Dort hat er auch ein Boot liegen. Das einzige Problem dabei ist immer der Transport vom Winter-Unterstellplatz im heimischen Garten zum Anlegeplatz am See zu Beginn der Saison und umgekehrt. Bei der Suche nach einem Transporteur wollte der Vater des Chorregenten behilflich sein, und versuchte telephonisch in der näheren Umgebung jemanden mit einem geeigneten Anhänger zu finden. Ein angewählter Leihwagenunternehmer hatte den Namens des Anrufers nicht richtig verstanden und fragte zurück: "Wer ist da am Telephon? Für wen soll das Boot transportiert werden?" Der Vater erklärt es nochmals geduldig: "Für Anton B., vielleicht kennen Sie ihn, er ist der Kirchenmusiker von St. Jakob in Lenggries." Da ging dem Manne plötzlich ein Licht auf und er stellte fest: "Ah des is´ der, der sich bei de Beerdigunga immer mit dem Pfarrer auf dem Friedhof duelliert!?"

Die Erlebnisse des Orgellehrers Anton B.
(Kinder und Schüler sagen die Wahrheit)
Lehrer zum Schüler: "Wie heißt die Kirchentonart, die von F bis f geht?"
Schüler: "Lyrisch"

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Lehrer fragt den Schüler: "Wie nennt man den Schluß: Subdominante-Tonika"
Schüler: "Plagial"

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Lehrer: "Also das ist ein Doppelkreuz."
Schüler: "Seltsame Form!"
Lehrer: "Es hat die Form eines Andreaskreuzes." Macht die Form des Andreaskreuzes mit verschränkten Armen nach. "Das hast du vielleicht schon mal an einem Bahnübergang gesehen."
Schüler: "Ja, das kenn´ ich"
Lehrer: "Weißt du eigentlich, woher das Andreaskreuz seinen Namen hat?"
Der Schüler macht die Armhaltung des Lehrers nach, zuckt mit den Achseln und kommt zu dem Schluß: "Vielleicht ist da mal ein Andreas vom Zug überfahren worden..."

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Neuer Lehrstoff im Unterricht: 'da capo al fine'. Der Lehrer ergeht sich in einer ausführlichen Erklärung und sucht die Wörter möglichst bildreich aus dem Alltag abzuleiten: "Kennst du den Vorarbeiter auf einer Baustelle - den Capo?" Der Schüler hat diesen Ausdruck natürlich noch nie gehört. Neuer Versuch des Lehrers: "Wohin deutet man, wenn man sagt, 'das habe ich kapiert'?" Der Schüler weiß es natürlich auch nicht. Lehrer: "Man deutet auf den Kopf. Also: 'capo' heißt Kopf. Der Kopf sitzt doch immer oben. Und wenn ich in einem Stück wieder beim Kopf anfangen soll, dann bedeutet das doch, ich fange oben an. Der Capo auf einer Baustelle übrigens ist derjenige, der mitdenken muß, der Verantwortlich ist. Er ist der Kopf der Truppe. Gut." Letzter Versuch: "Hast du schon mal einen italienischen oder französischen Spielfilm im Fernsehen gesehen?" Schüler: "Ja, sicher." Lehrer: "Wenn der Film zu Ende ist, wird immer ein kurzes Wort eingeblendet: 'fine' oder 'fin'. Was könnte dieses Wort bedeuten?" - "Weiß nicht." - "Na, ganz einfach: es bedeutet 'Ende'. Der Film ist hier aus." Der Schüler zeigt sich regungslos, nicht sonderlich beeindruckt. Abschließend erklärt der Lehrer noch einmal genau, wie der Ablauf des Stückes ist und frägt den Schüler, ob er alles verstanden - 'kapiert' (!!) - habe. Der Schüler: "Ja! Aber kann man diese seltsame Wiederholung (D.c. al fine) nicht kindgerechter schreiben?"
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Die Schülerin spielt ein längeres Präludium von Bach. Nicht ganz fehlerfrei. Der Lehrer: "Das ist ja schon ganz gut, aber ein paar Stellen sollten wir schon noch mal anspielen. Fangen wir mal hinten an, weil das noch besser in Erinnerung ist." Plötzlich, noch bevor der Lehrer die verbesserungsfähigen Stellen aufzeigen und ansprechen kann, beginnt die Schülerin völlig wirres Zeug zu spielen. Auf die Frage, was das jetzt soll, antwortet sie, als könnte sie kein Wässerchen trüben: "Ja, ich spiele das Stück jetzt halt rückwärts, wie Sie es gesagt haben! Das ist aber schon ganz schön schwer!"

Quelle: einige Texte frei zitiert nach der Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Männergesangsvereins "Liederkranz" (Wolfgang Morlang) der Rest: eigene Erlebnisse von Anton Bocksberger.