St. Jakob

Marktstr. 15, 83661 Lenggries, Telefon: 08042-8789, E-Mail: St-Jakob.Lenggries@erzbistum-muenchen.de

Die Kirchenmusiker an St. Jakob

DIE KIRCHENMUSIKER

Die Chorleiter / Dirigenten des Kirchenchores Lenggries:

ab ca. 1870 Oberlehrer Hartmann
Lehrer Begl

ab ca. 1890 Lehrer Hartig

1896 Gründung des Pfarr-Cäclienvereins

1899–1920 Lehrer Wengenmayr

1920–1922 H.H. Pschorr

1922–1948 Georg Meßmer II (*1883)

1948–1982 Georg Meßmer III (*1906)

1982–1984 verschiedene Aushilfen

seit 1984 ist die Pfarrei hauptamtlich B-Stelle

1984–1988 Michael Manigel (hauptamtlicher KM)

1988 - 2014 Anton Bocksberger (hauptamtlicher KM)

seit 2014 Alexander Pointner (hauptamtlicher KM)



Georg Meßmer, wurde am 10.9.1906 in Lenggries geboren. Die Freude an der Musik hat er von seinem Vater, der den Kirchenchor und das Orchester leitete, ererbt. Nach dem Besuch der Mittelschule in Donauwörth trat er die kaufmännische Lehre in Rosenheim an. Neben seiner Arbeit als Kaufmann im Lebensmittelgeschäft seiner Eltern besorgte er bereits den Orgeldienst in der Kirche und wirkte im Orchesterverein und im Lenggrieser Männergesangsverein "Liederkranz" mit. Orgelunterricht und Harmonielehre erhielt er vom Musikdirektor und Domorganisten Josef Schmid in München. 1929 inszenierte er die Oper "Zar- und Zimmermann" von Lortzing im Altwirtsaal. Nach der Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft übernahm er als Dirigent den Kirchenchor, das Orchester und die Lenggrieser Blaskapelle. Am Christkönigsfest 1982 starb Georg Meßmer gottergeben im Zeichen "Postula a me". Unter all seinen Werken hat Meßmer dieses Offertorium zum Christkönigsfest als größten Wurf erachtet.
aus seinem Schaffen:

Messe in D-Dur für Soli, Chor und Orchester op. 11 (1950)
Messe in Es-Dur für Soli, Chor und Orchester, op. 14 (1958)
Missa brevis für Soli, Chor und Bläser, op. 20 (1971)
Messe in A-Dur für Soli, Chor und Orchester, op. 19 (1972)
Requiem in f-Moll für gem.Chor, Orgel und kleines Orchester ad lib. (1980)
Ferner: Motetten und Offertorien für gemischten Chor und Orgel (u.variierende Besetzungen) wie:
"Dextera Domini", op. 17
"Sacerdotes Domini", op. 10
"Postula a me" op. 7
"De profundis", op. 16
"Ave Maria", op. 12
"Libera me", op. 18

Hauptamtlicher Kirchenmusiker ist seit Januar 1988 Anton Bocksberger, ebenfalls ein echter Lenggrieser. Er wurde 1963 geboren. Sein Vater, Balthasar Bocksberger, war über über 30 Jahre lang Solo-Klarinettist im Kirchenorchester (in den ersten Nachkriegsjahrzehnten wurde übrigens noch nahezu jeden Sonntag eine Orchestermesse aufgeführt!) und hat weit über diese Zeit hinaus noch den Klarinettennachwuchs im gesamten Isarwinkel ausgebildet. Mit ihm durfte Anton als kleiner Bub bereits "auf den Kirchenchor" gehen, wo er seinen ersten Kontakt zur Kirchenmusik bekam, was in ihm dann auch - folgenschwer - den Wunsch weckte, einmal Orgel spielen lernen zu dürfen. Anton Bocksberger ging in Bad Tölz auf das Gymnasium, und erhielt seinen ersten Klavierunterricht bei Georg Meßmer, seinem Vorvorgänger. Seit 1978 war er dann in der Pfarrei als Aushilfsorganist tätig. Kurz zuvor beginnt der private Orgelunterricht bei seinem sehr verehrten Lehrer, dem Domorganisten Prof. Franz Lehrndorfer in München. Begleitend besuchte er den Kirchenmusik-C-Kurs der Erzdiözese München-Freising. 1983 machte er das Abitur in den Leistungskursen Chemie und Wirtschaft/Recht (gähn!). Gleich anschließend an das Abitur erfolgte das Studium der Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik, München, das er 1987 mit dem A-Diplom und der Qualifikation "Staatlich geprüfter Musiklehrer" abschloß. Seine Lehrer waren u.a. Prof. Harald Feller (Orgel und Improvisation), Prof. Hanns Martin Schneidt (Dirigieren), Prof. Max Frey (Chorleitung), Prof. Dr. Johannes Göschl (Choral) und die Professoren Robert M.Helmschrott und Dr. Enjott Schneider (Komposition). Von 1985 ab war er als Organist in der Franziskanerkirche Bad Tölz tätig. Ab 1988 begann er in der Pfarrei St.Jakob Lenggries als hauptamtlicher Kirchenmusiker und als Leiter des Männerchores "Liederkranz", studierte daneben aber noch an der Musikhochschule München Orgel im Konzertfach (Examen 1989) und gleichzeitig Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität, München, mit den Nebenfächern Geschichtliche Hilfswissenschaften (v.a. Paläographie und Heraldik) und an der theologischen Fakultät Liturgiewissenschaft. Bei Prof. Dr. Jürgen Eppelsheim graduierte er 1995 schließlich zum Magister Artium (M.A.) mit einer Arbeit über "Franz Liszts Orgeltranskriptionen geistlicher Werke", welche die Bewertung "sehr gut" erzielte. Als Musikpädagoge hat er bereits eine große Schar Orgel- und Klavier- und Theorieschüler ausgebildet.

Derzeit in der Praxis tätige Schüler:
(Schülername - Prüfungsbetreuung - derzeitiger Wirkungsort)

Behrendt, Andreas - D-Prüfung (2005) C-Prüfung (2010) - Bad Tölz

Botzenhart, Monika - D-Prüfung (1989) - München

Buxbaum, Johannes - Aufnahmeprüfung Richard-Strauss-Konservatorium (2004) - Wolfratshausen

Danner, Kaspar - / - St.Nikolaus, Jachenau

Morlang, Wolfgang - C-Prüfung (1996) - Lenggries

Oswald, Julian - Aufnahmeprüfung Uni Regensburg für das Lehramt (mit Hauptfach Orgel) (2004) - Regensburg, Gaißach

Probst, Ursula - C-Prüfung (2005) - Bad Tölz, Franziskanerkirche

Schalch, Franz

Schneider, Rudolf - C-Prüfung - St.Michael Tännesberg / Weiden (Oberpfalz)


DIE ORGANISTEN
Organisten in unserer Pfarrei:

Kloiber, Kaspar: regulär Organist in Bad Tölz, Hl.Familie, hilft gelegentlich auch bei uns aus.

Morlang, Wolfgang: Kirchenchormitglied, Männerquartett, Vorstand des Männerchores "Liederkranz", Registrant bei Konzerten, Mann für alle (musikalischen Fälle), hat lange Jahre in Fall und Wegscheid Orgel gespielt. Momentan als Organist kaum noch tätig, dafür aber musikalisch in jeder Weise überall und jederzeit einsetzbar.

Wollmann, Dieter: Kirchenchormitglied, Männerchormitglied, war einige Jahre lang Organist in Fall; ist momentan fest in Arzbach und Wackersberg tätig.