St. Jakob

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DIE ORGEL VON ST. JAKOB, LENGGRIES

Geschichte

Die erste Orgel für die Barockkirche erbaute der Orgelmacher Johann Michael Ditrich aus Tölz im Jahre 1725. Wenig später, im Jahre 1740, errichtete Johann Andreas Fux ein Orgelwerk, dessen fünfteiliger Prospekt des Hauptwerks heute noch erhalten ist. Im Jahre 1906 wurde ein pneumatisches Orgelwerk (II/31) der Firma Franz Borgias Maerz aus München in das barocke Gehäuse eingesetzt. Die heutige mechanische Orgel schuf die Orgelbaufirma Sandtner aus Dillingen 1976. Die feierliche Orgelweihe fand am 20. Februar 1977 statt, das Einweihungskonzert spielte der zuständige Orgelsachverständige, Professor Franz Lehrndorfer, München.


Der Prospekt

Die fünf Mittelfelder des Orgelprospektes stammen noch von der ersten (barocken) Orgel, die Pedaltürme und das Rückpositiv wurden beim Orgelneubau 1976/1977 ergänzt.


Disposition


Hauptwerk:

Principal 8´
Oktave 4´
Mixtur 1 1/3´ 4–6f.
Rohrflöte 8´
Holzflöte 4´
Feldpfeife 2´
Quinte 1 1/3´
Gamba 8´
Fagott 16´
Trompete 8´
Cornett 5f.
Tremulant

Rückpositiv:
Prestant 8´
Oktave 4´
Mixtur 1´ 4f.
Copl 8´
Flûte traverse 4´
Spitzflöte 2´
Sifflöte 1´
Nasard 2 2/3´
Terz 1 3/5´
Cromorne 8´
Tremulant

Pedalwerk:
Principal 16´
Oktave 8´
Mixtur 1´ 4f.
Subbaß 16´
Pommer 8´
Gemshorn 4´
Pfeife 2´
Posaune 16´

Spielhilfen:
Koppel I-II
Koppel I-P
Koppel II-P



Disposition:
Prof. Franz Lehrndorfer, München

Orgelbauer:
Orgelbau Hubert Sandtner, Dillingen 1977

"Der Bau der neuen Orgel wurde nach den Prinzipien des klassischen Orgelbaues mir werkgerechtem Aufbau ausgeführt. Die ursprüngliche Orgel, von der noch ein barocker Gehäusetorso vorhanden war, verfügte nur über ein Hauptwerk und hintergestelltes Pedalwerk mit kleinem Registerumfang. Die besondere Planungsaufgabe bestand darin, den vorhandenen Hauptwerk-Gehäusetorso in der originalen, barocken Art zu rekonstruieren und mit flankierenden Pedaltürmen zu ergänzen. Neu hinzu kam das in die Emporenbrüstung eingebaute Rückpositiv, um die Klangwirkung dieser Orgel noch zu verstärken. Die Einheit des Werkes wird durch die nach den Grundsätzen und in der Art des Barock angelegte Disposition abgerundet. Um die Homogenität des Kirchenraumes nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, ist die gesamte Gestaltung nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten gelöst worden. Das Orgelwerk verfügt über Schleifladen mit mechanischer Spiel- und Registertraktur in Holzbauweise. Der Spieltisch befindet sich in freier Aufstellung vor der Orgel, so daß der Organist gleichzeitig die Kontrolle über sein Instrument als auch die Sicht auf den Chor hat."
 
 
 
 
Hauptwerk
Rückpositiv
Pedal
 
 
 
 
 
(Quelle: "Der Orgelbauer zu seinem Werk" in der Orgelweihfestschrift aus dem Jahre 1977)
Bilder vom Spieltisch und Blick in das Rückpositiv