Kath. Pfarrei St. Korbinian Heufeld

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Für Gott unterwegs sein – Kirche im Wandel der Zeit
Offizielle Einführung des Pfarrverbandes Heufeld – Weihenlinden
 
Heufeld, Sonntag den 21. September 2014
 
Der Kreis schließt sich! Der seit 1. September 2014 durch Generalvikar DDr. Peter Beer im Auftrag von Erzbischof Reinhard Marx zusammen geschlossene Pfarrverband mit den Pfarreien Heufeld – St. Korbinian, Götting – St. Michael mit Filialkirche St. Isidor, Linden, Kirchdorf am Haunpold – St. Vigilius, mit Filiale Holzham - St. Georg und Weihenlinden – Hl. Dreifaltigkeit mit Högling – St. Martin wurde am Sonntag in einem einzigartigen Gottesdienst offiziell eingeführt.
 
Dekan Thomas Gruber verglich diesen Zusammenschluss in seiner Einleitung mit dem Bund der Ehe. In dieses Bild passen fünf Jahre der Annäherung und des Kennenlernens. In dieser Zeit sind die Gemeinden bereits aufeinander zugegangen, Vorbehalte und Sorgen konnten ausgetauscht und aufgelöst werden. So wurde der rechtliche Rahmen bereits früh mit Leben erfüllt. Nachdem 2010 der Pfarradministrator Anton Schmid in den Ruhestand versetzt und nicht ersetzt wurde begann der Austausch der Seelsorger in den Gemeinden. Höhepunkte waren die schon zum zweiten Mal praktizierte Sternwallfahrt am Pfingstmontag und gemeinsame Ausflüge.
 
Der Festgottesdienst begann mit dem feierlichen Einzug von 20 Fahnenabordnungen aus allen Gemeinden, stellvertretendem Landrat, Bürgermeister und Altbürgermeister, den Kirchenpflegern, Pfarrgemeinderats – und Pfarrverbandsvorsitzenden, Ministranten aus allen Gemeinden sowie den Geistlichen, Weihbischof Wolfgang Bischof mit Mitarbeiterin Andrea Martin, Dekan Gruber, Pfarrer Holzer und Kreuz und Pater Martin sowie dem neuen Gemeindereferenten Markus Stein.
 
Je zwei Ministranten der jeweiligen Pfarreien brachten Bilder ihrer Kirchtürme, die dann zu einem neuen Bild zusammengefügt, wie vier Fingerzeige Gottes in den Himmel ragten. Ein Welle im Auf und Ab des Wandels der Zeit, die sich auch im Logo des Pfarrverbandes wiederspielgelt.
 
Der Bischof spannte in seiner Predigt den Bogen vom Münchner Oktoberfest, bei dem in neuerer Zeit die Pilger eindeutig an ihrer „Tracht“ zu erkennen seien, zum neuen Pfarrverband, bei dem die Gläubigen nicht an ihrem Äußeren zu erkennen sind. Es stelle sich die Frage wie wir Christen in unserer Zeit erkennbar sind. Unsere Aufgabe ist es für Gott in dieser Welt unterwegs zu sein – fruchtbar, spürbar. Nicht sehen was uns trennt sonder was uns verbindet. Im Gleichnis vom Weinberg aus dem Evangelium, hält uns Jesus den Spiegel vor. Die Einen engagieren sich früher, die andern später. Erwarten wir insgeheim nicht auch unterschiedlichen Lohn? Aber Gott rechnet anders, so der Weihbischof. Die Menschen sollen den Weg zu Gott finden als pilgerndes Gottesvolk auf dem Weg durch die Zeit. Der neue Pfarrverband ist eine Möglichkeit dass diese Aufgabe gelingt. Im Anschluss an die Predigt wurde die Urkunde der Gründung des Pfarrverbandes durch Andrea Martin verlesen.
 
Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter betonte in seiner Ansprache dass der Bund nur lebendig bleibe in dem man ständig an der Beziehung arbeite und nicht auf halber Strecke stehen bleibe. Das erfordere Kopf und Mut, so bewiesen beim Chor, der die Messe musikalisch umrahmte und ebenfalls aus Chormitgliedern aller Pfarreien des Pfarrverbandes zusammengesetzt war. Was der Chor schafft kann die Gemeinde erst recht, so Richter. „Sa ma mutig, trau ma uns wos, geh ma aufananda zua, dann wirds auch gelingen“, mit diesen Worten wurden die Fahnen des Pfarrverbandes an die Kirchenpfleger der Pfarreien übergeben.

Der Reigen der Ansprachen wurde von Regina Grabichler, der gewählten Vorsitzenden des Pfarrverbandes geschlossen. Sie reflektierte den Weg der Annäherung der Mitglieder des neuen Pfarrverbandsrates. Anfangs hatten alle die gleichen Fragen und Ängste, die sich jedoch in vielen Gesprächen als unbegründet herausstellten.
Folgerichtig lud sie alle Gläubigen zum Stehempfang ein, um auch dem Kirchenvolk gute Gespräche und ein herzliches Miteinander zu ermöglichen. Unser aller Mittelpunkt ist Jesus Christus, so Grabichler.
Die Einladung wurde von vielen gerne angenommen und bis in den Nachmittag wurde geredet und gelacht. Ein gelungener Start für den neuen Pfarrverband.

Text: Sabine Wedlich
Bilder: Alfred Wedlich