Pfarrei St. Margaret

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Die heilige Margaret (Margareta) von Antiochien

Margareta ist eine legendäre Märtyrerin. Sie soll aus Antiochien (heutige Türkei) stammen und Tochter eines heidnischen Priesters gewesen sein. Die christliche Amme erzog sie zum Glauben; der Vater verstieß seine Tochter, als er dies bemerkte und denunzierte sie beim Stadtpräfekten. Sie floh, wurde aber gefunden und vor Gericht gestellt. Die Richter begehrten die hübsche Angeklagte, wurden aber von ihr abgewiesen und rächten sich um so grausamer. Margareta wurde mit Fackeln angesengt und in siedendem Öl gekocht, aber sie blieb unverletzt. Das Volk war von diesen Wundern dermaßen beeindruckt, dass die Menschen sich offen zum christlichen Glauben bekannten, dafür aber gleich geköpft wurden wie schließlich auch Margareta.

Nach anderer Überlieferung sah ein Stadtpräfekt Margareta Schafe hüten und begehrte die schöne christliche Jungfrau. Da sie sich standhaft weigerte, ließ er sie mit eisernen Kämmen reißen, mit Fackeln brennen und ins Gefängnis werfen. Mehrfach erschien ihr der Versucher als riesiger Drache und wand sich um sie, um sie zu verschlingen, aber er wurde zurbrochen durch das Kreuzzeichen, das Margareta über ihn machte. Sie entkam seinen Krallen unbeschädigt. Immer wieder wurde sie von den bei ihren Martern erlittenen Wunden wundersam gesund, das Volk erkannte dies und viele ließen sich daraufhun taufen. Schließlich zur Richtstätte geführt, betete sie vor ihrer Enthauptung für ihre Verfolger und alle, die in Zukunft ihr Gedächtnis anrufen würden, besonders die Frauen in Kindsnöten.
(entnommen aus www.heiligenlexikon.de)


Margareta ist eine der Nothelferinnen. Die Attribute, die ihr zur Seite gestellt werden sind: kleines Kreuz, Drache, Fackel.
Sie gilt als die Patronin der Bauern, Jungfrauen, Ammen, Mädchen, Gebärenden, unfruchtbaren Ehefrauen, der Fruchtbarkeit, bei schweren Geburten, Gesichstkrankheiten und Wunden.
Gedenktag ist der 20. Juli, und früher begann am Margaretentag die Ernte.
Bauernregeln: "Wenn es an Margaret regnet, kommt das Heu schlecht heim."
"Regen am Margaretentag bringt viel Klag"
"Gegen Margaretn und Jakoben die stärksten Gewitter toben"
"Die erste Birn bringt Margaret, dann überall die Ernt angeht:"

Die Margaretenfigur in unserer Pfarrkirche stammt ihrem Stile nach aus dem späten 15. Jahrhundert.