Pfarrei St. Margaret

Erdingerstraße 1, 85570 Markt Schwaben
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08121/223081

Geschichte unserer Pfarrei und der Pfarrkirche St. Margaret

In den Matrikeln des Freisinger Bischofs Konrad aus dem Jahre 1315 ist erstmals in Schwaben eine Kirche mit einem Friedhof als Filiale der Pfarrei Landsham erwähnt. Um 1430 wurde der Pfarrsitz nach Schwaben verlegt, das als Markt und Sitz des Landgerichts bedeutender war, als das bäuerliche Landsham. Drei Jahrzehnte später musste die kleine romanische Kirche einem gotischen Neubau weichen, beide befanden sich etwa dort, wo heute der Maibaum steht.
Durch Plünderung und Zerstörung im 30jährigen Krieg war auch diese gotische Kirche baufällig geworden und weil sie auch zu alt und zu klein war, sollte nach Ansicht der Kirchenbehörde daran nichts mehr „verflickt“, sondern ein Neubau angestrebt werden. Die verarmte Gemeinde beginnt unter Pfarrer Balthasar Hueber mit der Planung. Der Schwabener Malermeister Podtmeier zeichnet die Baupläne und der Schlierseer Maurermeister Zwerger erbaut die heutige Pfarrkirche in den Jahren 1669 - 72. Der Freisinger Weihbischof Kaspar Kinner weihte sie.
Erst 1680 wurde der Hochaltar aufgestellt und 1685 folgte die Kanzel, beide gestiftet von Pfarrer Hueber und gefertigt von Grafinger Handwerkern. Die einflussreiche Rosenkranzbruderschaft ließ 1704 den Marienaltar errichten und bis 1718 dauerte die Herstellung des Jungfrauenaltares mit Barbara, Katharina und Agatha.
Pfarrer Kressierer, der Erbauer unseres Pfarrhofes, vermehrte in der Mitte des 18. Jahrhunderts die künstlerische Ausstattung ( u.a. schmerzhafte Muttergottes unter dem Kreuz). Bei der großen Renovierung 1856 - 60 unter Pfarrer Whirler wurden die beiden hinteren Seitenaltäre gestiftet.
Die umfangreichen Bau- und Sicherungsarbeiten an der Kirche wurden 1977 unter Pfarrer Hagl beendet. Dieser Pfarrer veranlasste den Bau des Pfarrheimes und die Erneuerung des Kirchendaches vor seinem Weggang 1997.
Um 1730 erhielt die Kirche ihre erste Orgel. Die heutige stammt aus dem Jahre 1928. Seit mehr als 50 Jahren bemüht sich die Familie Bürgle mit viel Zeit und Können um die Erweiterung und Erhaltung.

Josef Blasi