St. Martin

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Die Pfarrkirche

St.Martin 680
Schon aus der Ferne hebt sich der aus der 2.Hälfte des 14.Jh. stammende Kirchturm mit seinem Spitzhelm und seiner frühgotischen Gliederung, bestehend aus Staffel-, Dreieck-und Rundbogenfriese, durchbrochen durch Deutsche Bänder, von seinen benachbarten Zwiebeltürmen ab.
Die 3 Altäre, geschaffen in den Jahren 1669 und 1675, also bereits kurz nach dem Ende des 30jährigen Krieges, gehören somit zur ersten Generation von Neuausstattungen in den Kirchen unserer Region.
Das hochbarocke Retabel des Hochaltares verweist mit seinen weinlaubumrankten Wendelsäulen und seiner Braun-und Goldfassung im Stil des "Salzburger Barocks" auf einen Künstler aus dem Inn-Salzach-Bereich.
Den größten Schatz der Pastettner Kirche stellen die vielen spätgotischen Skulpturen dar. An erster Stelle steht natürlich die Figur des hl.Johannes des Täufers an der linken Seite des Hochaltares. Und sollte es sich einmal bestätigen, was u.a. Oberkonservator Dr.Volker Liedke in der 1980 erschienenen "Ars Bavarica" schreibt: "Die Figur des hl.Johannes d.T., um 1490 entstanden, könnte ein bisher unbekanntes Werk des Münchner Bildschnitzers Erasmus Grasser sein", so wäre das eine kunsthistorische Sensation !
Im Landkreis sind 17 Kirchen dem hl.Martin geweiht. In der Pastettner Kirche ist das Leben und Wirken Martins in 9 Tafelbildern auf der Emporenbrüstung nachgezeichnet. Ein unbekannter Künstler hat sie Ende des 17.Jh. geschaffen.
Die Bilderreihe beginnt mit dem Abschied von den Eltern, um nach Pavia zu gehen und endet mit seinem Tod im Jahr 397. Die begleitenden Texte darunter sind in einem herzerfrischenden altertümlichen Deutsch abgefasst.
Die berühmte Szene der Mantelteilung finden wir im Hochaltar, in der rundbogigen Nische des Auszuges. St.Martin auf dem Pferd und der dabeistehende Bettler sind das Werk eines unbekannten Meisters aus der Barockzeit.
Als greisen, graubärtigen Mann mit Mitra, Bischofsstab und Buch hat ein unbekannter Künstler den hl.Martin in der zweiten Hälfte des 19.Jh. im Hochaltar dargestellt.
Doch wo ist die Gans ? Auf dem runden, bemalten Schlußstein des Kreuzrippengewölbes im Chorschluß sehen wir sie mit dem hl.Martin.

Pfarrhaus und Pfarrheim

Pfarrhaus u.Heim