St. Mauritius

Templestr. 5, 80992 München, Telefon: 089-140103-0, E-Mail: St-Mauritius.Muenchen@erzbistum-muenchen.de

So arbeiten wir

Unser Ziel ist es, den Kindern möglichst vielfältige Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, die das Kind darin unterstützen, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen.

Unsere Jahresprojektthemen werden direkt an den Kindern angesetzt, gemeinsam mit ihnen vorbereitet, erarbeitet und durchgeführt. Jedes Kind bringt sich individuell mit ein.

Aktuelles Jahresprojekt 2016 / 2017
Was fliegt, was kriecht, was wächst denn da?

Jahresprojekt 2016-2017
Bitte beachten Sie, dass sich durch aktuelle Ereignisse oder witterungsbedingt einige Punkte z.T. kurzfristig ändern können.

Konzeption

Auszüge aus unserer Konzeption.

Die vollständige Konzeption kann unter dem Punkt Konzeption heruntergeladen werden.

Beschwerdemanagement

In unserer Einrichtung sorgen wir für eine offene und angstfreie Atmosphäre, damit sich Kinder und Eltern mit ihren Fragen, Sorgen, Anliegen und Beschwerden vertrauensvoll an jeden von uns wenden können. Jeder der pädagogischen Fachkräfte ist zu fast jeder Zeit bereit, ein anstehendes Problem möglichst zeitnah anzusprechen. Die Leitung ist ganztags erreichbar, ein Anrufbeantworter ermöglicht Nachrichten auch außerhalb der Öffnungszeiten und der tägliche Kontakt beim Bringen und Abholen der Kinder erleichtert das spontane, zeitnahe Ansprechen von Anliegen. Ein offener, ehrlicher, fehlerfreundlicher Umgang im Team, mit den Kindern und Eltern ist Grundvoraussetzung für ein positives, konfliktbereinigendes Klima. Ein Konfliktthema wird vertrauensvoll besprochen, dokumentiert und zur Zufriedenheit aller abgeschlossen.

Ein Elternbeiratsbriefkasten gibt auch sehr schüchternen Eltern die Möglichkeit, über den Elternbeirat ihre Anliegen an das Team herantragen und diskutieren zu lassen.

Die jährliche Elternbefragung mittels anonymem Fragebogen gibt Eltern die Möglichkeit unsere gesamte pädagogische Arbeit einzuschätzen und zu beurteilen. Das Ergebnis wird vom Elternbeirat als neutrale Instanz ausgewertet und die Ergebnisse mit dem Team diskutiert, die Resultate werden anschließend den Eltern per Aushang zugänglich gemacht. Kritik, Anregungen und Wünschen gegenüber sind wir offen und versuchen sie, soweit sie innerhalb unserer Konzeption möglich sind, zu berücksichtigen.

Partizipation

Kinder haben Rechte – universell verankert in der UN- Kinderrechtskonvention. Sie haben insbesondere ein Recht auf bestmögliche Bildung von Anfang an. Ihre Persönlichkeit, Begabung und geistig- körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung zu bringen, ist oberstes Ziel ihrer Bildung. Sie haben ein Recht auf umfassende Mitsprache und Mitgestaltung bei ihrer Bildung und alle weiteren, sie (mit-) betreffenden Entscheidungen. (BEP, S.23)

„Das pädagogische Personal in Kindertageseinrichtungen soll alle Kinder entsprechend der Vielfalt des menschlichen Lebens unterschiedslos einbinden und jedes Kind entsprechend seinen Bedürfnissen individuell fördern. Das päd. Personal soll die Kompetenzen der Kinder für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Sinne eines sozialen Miteinanders fördern….“ (BayKiBiG, Art. 11).

Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung gründet auf Partnerschaft und Dialog, Mitplanung und Mitentscheidung über alle Angelegenheiten, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen und gemeinsam Lösungen für anstehende Fragen und Probleme zu finden.

Durch Beteiligung lernen Kinder, eigene Gefühle, Bedürfnisse, Interessen, Wünsche und Meinungen zu erkennen, zu äußern, zu begründen und zu vertreten, die Sichtweisen anderer wahrzunehmen und zu respektieren, eine Streitkultur und eine faire Auseinandersetzung mit dem Ziel von Kompromissen oder Mehrheitsentscheidungen kennen und akzeptieren.

Anregungen, Wünsche, Sorgen, Probleme und Kritik werden vom pädagogischen Personal jederzeit ernst genommen. Kinder erfahren, dass „ihre Stimme“ innerhalb der Gruppe Gewicht hat (Demokratie), ihre Wünsche beachtet werden, ihre Kritikpunkte diskutiert und ihre Sorgen und Probleme vertrauensvoll behandelt werden.

Bei uns können Kinder in vielen alltäglichen Situationen Partizipation erlernen. Im Morgenkreis entscheiden die Kinder, welche Spielbereiche, mit welchen Partnern, welche Spielinhalte oder Spielmaterialien sie wählen wollen. Während der gleitenden Brotzeit bestimmen sie selbst, wann, wie lange und mit wem sie gemeinsam essen wollen. Im Stuhlkreis können die Kinder sich zu aktuellen Konflikten, Problemen und Regeln äußern, diskutieren und eine Lösung finden. Sie bestimmen mit, welche Themen sie in Projekten bearbeiten wollen und bringen, je nach Möglichkeit, Ideen, Materialien, Fantasie und Eifer mit ein. Bei der Umgestaltung von Spielbereichen stehen sie dem Team mit Wunsch, Rat und Tat zur Seite.

Sie bekommen Gelegenheit, sich zuständig zu fühlen und Verantwortung zu übernehmen, sei es z.B. für einen Ausflugspartner, Aufräumdienste oder Partnerschaften für die Eingewöhnung der neuen Kinder.

Dadurch lernen sie, wie wichtig es für die Gemeinschaft ist, die übertragenen Aufgaben verantwortungsvoll und pflichtbewusst zu erfüllen und durch aktive Beteiligung etwas zu bewirken.

Kinderschutz

§1631(2) BGB " Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig"

Es ist ein Gesetz für Kinder, kein Gesetz gegen Eltern.
Auch deshalb ist einer unserer Grundsätze, Kinder bei der Entwicklung und Entfaltung ihrer individuellen Persönlichkeit und ihrer Identität als Junge oder Mädchen zu unterstützen und ihnen den notwendigen Schutz und die angemessene Hilfe zu geben.

Während der gesamten Kindergartenzeit erarbeiten wir mit den Kindern ganzheitlich folgende Ziele:
  • Stärkung des Selbstbewusstseins, Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls,
  • Sensibilität gegenüber den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen,
  • Achtsamer, sensibler, wertschätzender und verantwortungsvoller Umgang
    mit dem eigenen Körper
    und dem Körper anderer Menschen
  • Mut zur Abgrenzung gegenüber anderen => "Nein- sagen"
  • Stärkung der Kinder in ihrer Entscheidungsfreiheit.
Abschließend erarbeiten und vertiefen wir mit den Schukifökindern folgende Inhalte:
  • Trau deinen Gefühlen und drücke sie aus, > Nein heißt nein,
  • Mein Körper gehört mir, > Gute Geheimnisse - schlechte Geheimnisse,
  • Wem kann ich vertrauen? Wem kann ich alles erzählen?
  • Gehe nie mit jemandem mit ohne Erlaubnis deiner Eltern,
  • Gemeinsam sind wir stark.
Für uns als Team bedeutet das, dass wir bei diesen Themen offen und ohne Tabus sensibel und aufmerksam agieren. Es ist für uns selbstverständlich, einen wertschätzenden, respektvollen und grenzachtenden Umgang miteinander vorzuleben und ein angstfreies und offenes Klima der Meinungsäußerung zu gestalten. Wir reflektieren regelmäßig unser eigenes Verhalten und bilden uns durch Fortbildungen und Fachliteratur ständig weiter, um Kindern und Eltern ein kompetenter Ansprechpartner zu sein.

Jede unserer Kolleginnen legt zu Beginn der Anstellung ein erweitertes Führungszeugnis vor, das alle fünf Jahre erneuert werden muss. Dies garantiert, dass kein Mitarbeiter strafrechtlich in Erscheinung getreten ist.

Durch regelmäßige Elternabende und/oder persönliche Gespräche wollen wir die Eltern darin stärken, Interesse, Anteilnahme und Verantwortung für ihr Kind zu vertiefen und diese zu Selbständigkeit, Selbstbewusstsein und Urteilsfähigkeit zu erziehen. Bei Bedarf holen wir uns Information und Unterstützung von zuständigen Fachkräften und geben diese an die Eltern weiter.