Barthöllerkapelle in der Feldwies

Joseph und Ursula Donauer, Bartlhöller-Eheleute von Feldwies gaben am 28.März 1842 die Genehmigung ein, eine Kapelle bauen zu dürfen. Die Begründung war, die Bewohner der Feldwies hörten von der weit entfernten Pfarrkirche kein Glockenzeichen. Die Kapelle sollte eine Länge von 35 Schuh haben.

Das katholische Pfarramt von Übersee, Pfarrer war damals Georg Rapf, witterte aber in dieser Größe des Baues die Absicht, man wollte von nun an Sonn- und Feiertagen einen nachmittäglichen Gottesdienst mit Anbetung eines Rosenkranzes abhalten. Dadurch würde aber der nachmittägliche Besuch in der Pfarrkirche Schaden leiden. Auch das Ordinariat stellte sich auf die Seite des Pfarrherren:

„Wir können dem beantragten Bau einer Dorfkapelle in dieser Größe nicht zustimmen. "

Will dagegen Donauer zur Beförderung der privaten Andacht zunächst alter und gebrechlicher Leute oder auch solchen, die wegen häuslicher Arbeit dem Pfarrgottesdienst nicht beiwohnen können, eine Kapelle bauen, so steht von Seiten dem Ordinariat nichts entgegen, aber unter der Bedingung, dass dieselbe in einer diesem Zweck angemessenen Größe von etwa 15 Fuß Länge und 10 Fuß Breite errichtet wird. Auch darf kein Altar, sondern nur ein Kruzifix oder Madonnenbid aufgestellt werden.

Zwischen all diesen Schreiben ist aber Joseph Donauer gestorben. Seine Witwe Ursula hatte aber immer noch die Absicht, diesen Bau auszuführen, umsomehr, da ihr Ehemann testamentarisch seine Frau zu diesem Bau verpflichtete. 1846 wurde dann nach Übergabe des Bartlhölleranwesens an die Gebrüder Lindlacher dieser Bau fertiggestellt. Beim Brand des Bartlhölleranwesens am 12. Mai 1868 brannte auch diese Kapelle ab. Sie wurde in Gemeinschaftsarbeit der ganzen Feldwieser im gleichen Jahr wieder erstellt. Seit 2005 erstrahlt die Kapelle wieder im neuen Glanz, da sie von den Besitzern, der Fam. Zillner / Scheck mit großem Aufwand renoviert wurde.
Barthöllerkapelle Außenansicht
Barthöllerkapelle Detailansicht