St. Peter

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Über Monasterium.net tief in Geschichte und Tradition eintauchen

Die Urkunden von Münchens ältester Stadtpfarrei St. Peter sind weltweit online verfügbar

Im Rahmen des europaweiten Projektes Monasterium, das zum Ziel hat, möglichst alle in den staatlichen und kirchlichen Archiven befindlichen Urkunden zu digitalisieren und im Internet für die Forschung verfügbar zu machen, sind im Oktober 2010 die wertvollen Urkunden von St. Peter durch den Spezialisten Robert Reiter vom Diözesanarchiv St. Pölten digitalisiert worden. Diese Maßnahme war ein bereits seit längerem gehegter Wunsch, der durch die Archivkatastrophe von Köln schließlich noch weiter verstärkt wurde.

Im Laufe der knapp 800-jährigen Geschichte des Archivs von St. Peter haben sich annähernd 1000 Urkunden, die meisten aus Pergament, angesammelt. Im Gegensatz zu vielen anderen Archiven in Deutschland hielten sich Bestandsverluste, insbesondere durch Brände oder Kriegseinwirkungen, glücklicherweise in engen Grenzen. Die Archivalien haben vor allem für die Pfarrei- und Stadtgeschichte einen großen Wert. Außerdem sind sie wichtige Quellen für die Kirchen-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Münchens und der Region.

In der ersten Tranche sind zum 1. März dieses Jahres 636 Urkunden auf www. monasterium.net online gestellt worden. Jedes Dokument ist als hochauflösende Bilddatei verfügbar. Im Zoom-Modus sind die Schriftstücke sogar besser lesbar als das Original. Zu jeder Urkunde gibt es ein so genanntes Regest, d.h. eine kurze Zusammenfassung des Inhalts. Gerade die älteren Urkunden sind normalerweise nur für Experten lesbar - nicht nur wegen der oft verwendeten lateinischen Sprache, sondern vor allem wegen der alten Schrift.

In einem nächsten Schritt werden, sobald die aufwändig zu erarbeitenden Regesten fertig gestellt sind, weitere rund 300 Urkunden folgen.

Mit dieser Aktion ermöglicht die Pfarrei St. Peter Forschern und Geschichtsfreunden einen unmittelbaren, schnellen und zeitgemäßen Zugang zu einzigartigen historischen Quellen. Wir freuen uns auf viele Online-Zugriffe!
Johannes Haidn M.A., Pfarrarchivar