St. Peter

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Das MOZART-JAHR 2016 in St. Peter

„Melodie ist das Wesen der Musik“ (Wolfgang Amadeus Mozart)

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Wir feiern heuer seinen 260. Geburtstag. In seinem Schaffen als Komponist nimmt die Kirchenmusik einen sehr wichtigen Schwerpunkt ein. Viele kleinere Werke („Tantum ergo“-Vertonungen, Gradualia, Offertorien, Litaneien und Psalmvertonungen), lateinische Kantaten, die berühmten und faszinierenden Kirchensonaten für Orchester, die beiden Vespern, das großartige Requiem und die 16 (vollständigen) großen Messen zeigen uns einen der größten und auch heute noch beliebtesten Kirchenmusikkomponisten. Beeindruckend ist besonders, dass Mozart schon als junges Kind für Gottesdienste komponierte (Mozart hat vor seiner ersten Italienreise 1769 bereits einige Kirchenmusiken zu Papier gebracht). Sagenumwoben ist die Entstehung seines Requiems, das er wegen seines Todes nicht vollenden konnte. Mozarts tiefe Gläubigkeit und Verwurzelung im katholischen Glauben ist in seinen Briefen an den Vater mehrfach bezeugt. So schreibt er am 23. Oktober 1777: „Ich habe Gott immer vor Augen. Ich erkenne seine Allmacht, ich fürchte seinen Zorn: Aber ich erkenne auch seine Liebe, sein Mitleiden und Barmherzigkeit gegen seine Geschöpfe, er wird seine Diener niemals verlassen“.

In St. Peter möchten wir mit all unseren musikalischen Gruppierungen im ganzen Jahr 2016 die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart an ihrem angestammten Platz, der feierlichen Liturgie, zum Klingen bringen. So werden alle Sonntage der Osterzeit mit Messkompositionen aus seiner Hand gestaltet werden (die beliebtesten und bekanntesten Messen werden wir an anderer Stelle im Kirchenjahr sogar wiederholen), am Allerseelentag erklingt am Abend zum Gedenken an die Verstorbenen des letzten Jahres das Reqiuem, am Heiligen Abend wird das Lob der Engelsstimmen mit der  „Krönungsmesse“ dargestellt, bei unserer Silvester-Andacht können Sie die wunderbare und filigrane Kantate „Exultate jubilate“ hören, und als Abschluss unseres „Mozart-Jahres“ kommen bei der großen Vesper am Fest der Erscheinung des Herrn die Pslamvertonungen der „Vesperae solennes de confessore“ zur Aufführung.

Die Termine im Überblick:
03. Januar 2016 / 2. Sonntag nach Weihnachten: Spatzenmesse KV 220
02. Februar 2016 / Darstellung des Herrn: Missa brevis in G KV 49
27. März 2016 / Ostersonntag: Krönungsmesse KV 317
28. März 2016 / Ostermontag: Piccolominimesse KV 258
03. April 2016 / Weißer Sonntag: Orgelsolomesse KV 259
04. April 2016 / Verkündigung des Herrn: Kleine Credomesse KV 192
10. April 2016 / 3. Sonntag der Osterzeit: Große Credomesse KV 257
17. April 2016 / 4. Sonntag der Osterzeit: Missa brevis d-Moll KV 65
24. April 2016 / 5. Sonntag der Osterzeit: Dominicusmesse KV 66
01. Mai 2016 / 6. Sonntag der Osterzeit: Missa longa KV 262
05. Mai 2016 / Christi Himmelfahrt: Spatzenmesse KV 220
08. Mai 2016 / Erstkommunion: kleinere Kirchenmusikwerke
15. Mai 2016 / Pfingstsonntag: Missa solemnis KV 337
16. Mai 2016 / Pfingstmontag: Waisenhausmesse KV 139
22. Mai 2016 / Dreifaltigkeitssonntag: Trinitatismesse KV 167
02. Oktober 2016 / Erntedank: Missa brevis in D-Dur KV 194
16. Oktober 2016 / Kirchweihsonntag: Missa solemnis KV 337
02. November 2016 / Allerseelen: Requiem KV 626
20. November 2016 / Christkönigssonntag: Piccolominimesse KV 258
08. Dezember 2016 / Mariä Empfängnis: Missa brevis in B-Dur KV 275
24. Dezember 2016 / Heiliger Abend: Krönungsmesse KV 317
26. Dezember 2016 / Heiliger Stephanus: Missa brevis in G-Dur KV 140
31. Dezember 2016 / Silvester: Exultate jubilate KV 165
06. Januar 2017 / Erscheinung des Herrn: Vesperae solennes de confessore KV 339

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser (fast vollständigen) zyklischen Aufführung der Kirchenmusik Mozarts eine Freude machen können. Der Mozart-Biograph Alfred Einstein schreibt: „Mozarts Kirchenmusik ist katholisch in einem höheren Sinn. Nämlich in dem Sinne, dass sie als Kunstwerk fromm ist und die Frommheit eines Künstlers kann einzig in der Absicht und im Gelingen bestehen, das Vollkommene zu geben“.
In diesem Sinne grüßt Sie herzlich, Ihr
Sebastian Adelhardt (Chordirektor)