St. Peter

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Erstkommunion 2017 in St. Peter

Abb. 4 Kommunion 2017 Gruppe St-P ChrF
Kommunion 2017 Foto Chr. Fuchs
Am Sonntag, 7. Mai 2017, fand in der Peterskirche die Feier der Erstkommunion statt. Die Vorbereitung der Kommunionkinder auf dieses große Ereignis begann bereits im Dezember letzten Jahres durch Sr. Rossana. Neun Kinder empfingen dieses Jahr die erste hl. Kommunion.

Die feierliche Messe zelebrierte Landespolizeidekan Msgr. Andreas Simbeck.


Fotos: Christina Fuchs, München

Maria Anna Lindmayr und die Gottesmutter

Ein Beitrag von Pater Karl Hartl PA zum Marianischen Jahr 2017 in der Münchner Peterskirche


In den „Pfarrnachrichten St. Peter“ Dezember 2016/Januar 2017 hat Stadtpfarrer
Platschek für St. Peter das „Marianische Jahr 2017“ angekündigt. Schon am
ersten Adventsonntag hatte er mich um einen Beitrag dazu gebeten mit dem
Thema „Lindmayr und die Gottesmutter“.
Seit 2003 war ich geistlicher Beirat im Lindmayr-Freundeskreis und beschäftigte
mich seither mit der Persönlichkeit der Karmelitin Maria Anna Lindmayr
OCD. Mit der „Lindmayrin“ kam ich nach 40 Jahren Mission im ostafrikanischen
Uganda ganz unverhofft direkt ins Zentrum Münchens. Da war ihr
Geburtshaus im Tal, das damals zur St. Peterspfarrei gehörte und vor allem der
Ort ihrer Taufe – die Taufkapelle unter dem Alten-Peter-Turm. Daraus wuchsen
mein Einsatz in der Pfarrei St. Peter und schließlich auch dieser Beitrag „Lindmayr
und die Gottesmutter“ zum Marianischen Jahr der Pfarrei mit dem Doppeljubiläum
„100 Jahre Fatima“ und auch „100 Jahre Patrona Bavariae – Maria,
Schutzfrau Bayerns“.
 
Mit der Gottesmutter im Marianischen Jahr 2017
Stadtpfarrer Platschek öffnet die Pfarrei St. Peter mit dem Marianischen Jahr
2017 für zwei geistliche Impulse: das weltweite Jahrhundert-Gedenken an die
Marienerscheinungen zwischen Mai und Oktober 1917 in Fatima; und weiter –
speziell in Bayern – das Jahrhundert-Gedenken an die Patrona Bavariae – die
Schutzfrau Bayerns.
Lindmayr-Freunde – auch außerhalb der Pfarreigrenzen – werden die Festlichkeiten
nach Möglichkeit unterstützen, ist doch Pfarrer Platschek auch Mitglied
des Lindmayr-Freundeskreis e.V.
In Erinnerung an den Besuch Jesu bei Martha und Maria (Lk. 10,38-42) wollen
wir besonders auf die geistliche Bedeutung beider Impulse achten, nämlich
Maria als die Gottesmutter unsere Liebe und Hingabe zu bezeugen. Auf den
ersten Blick scheint dieser Name und Titel schlicht unmöglich. Aber Maria fragt
den Verkündigungsengel (Lk. 1,34-37): ‚Wie soll das geschehen?‘ Die Antwort:
‚Der Heilige Geist wird über dich kommen …‘ Jetzt dürfen wir aufatmen mit
dem Geist Gottes, der weht wo er will – und Maria in Ehrfurcht Gottesmutter
nennen. Denn mit der Ehrfurcht vor der Mutter ehren wir im gleichen Atemzug
ihren Sohn, Jesus Christus, der vom Vater im Himmel durch diese Mutter als
Retter in unsere Welt gesandt ist. Was Elisabeth zu Maria sagt, gilt auch uns:
‚Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ
(Lk. 1,45)‘.
 
Das Kreuz Christi über Vergangenheit und Zukunft
Die Verehrung Mariens als Gottesmutter ist in der Münchner Peterskirche feste
Tradition – äußerlich sichtbar und gestützt durch die nahe gelegene Mariensäule,
mit der wunderbaren Maria-Hilf-Ikone des Maria-Hilf-Altars im südlichen Seitenschiff
und seit 1684 mit einer Maria-Hilf-Bruderschaft. Nun wirken die zwei
marianischen Impulse von 2017 im Rahmen der generellen Glaubenserneuerung,
die in christlicher Ökumene die Spanne zwischen dem Konzil von Nicäa
(325) und dem Jahr des Reformationsgedenkens (2017) überblickt und uns auch
beim Beten rücksichtsvoll auf einander macht. Papst Franziskus lädt uns ein, in
der ‚Freude des Evangeliums‘ (2013) betend unter das Kreuz zu kommen, um
uns dort bei Jesus, Maria und Johannes für Gegenwart, Vergangenheit und
Zukunft zu orientieren. Pfarramt und Archiv von St. Peter antworteten auf diese
Einladung mit der Schrift „St. Peter in München – unermüdlich in der Verkündigung“
und zeigt darin auch Lindmayrs Anteil an dieser Freude des Evangeliums
(S. 27 bis S. 40).
 
Illusion eigener Größe oder demütiges Wachsen Tag für Tag?
Aus Angst und auch Schreck leugnete Petrus – Namenspatron unserer Kirche
und Pfarrei – seinen Meister Jesus von Nazareth zu kennen; dabei hatte er ihn
schon barsch gemaßregelt in der Meinung, ihn mehr als genug zu kennen (Mk.
14.29 und 71). In der Taufe machen wir – ohne Angeberei – das rettende
Bekenntnis unseres Lebens, so auch Lindmayr in der Taufkapelle der Peterskirche.
Darauf folgen Jahrzehnte demütigen Reifens an der Hand der Gottesmutter.
Mit ihr überwinden wir das Übel grober Selbstüberschätzung.
1917 – Die Gottesmutter wendet sich an die autonome Welt
Im festgefahrenen Weltkrieg stellt sich 1917 die Gottesmutter der autonomen
Welt. Zwei Gelegenheiten sind besonders gut dokumentiert. Zwischen Mai und
Oktober spricht sie im portugiesischen Fatima mit drei Kindern, die ihre Schafherde
weiden über den Frieden in der Welt. Ebenfalls im Mai dieses Kriegsjahres
1917 stellen alle katholischen Pfarreien Bayerns die Gottesmutter als
‚Schutzfrau Bayerns oder Patrona Bavariae‘ der Welt vor Augen. Maria als Muttergottes
ist wie in Portugal so auch in Bayern volkstümlich geehrt; aber weder
in Bayern noch in Portugal ist zu dem Zeitpunkt eine solche Popularität
erwünscht. Was soll denn nun – quasi hinterrücks auf einer Schafweide und
bis in die kleinsten Dörfer – eine Friedensinitiative der Gottesmutter? Nach hundert
Jahren will St. Peter mit den zwei marianischen Impulsen ein Fazit ziehen.
Der Impuls Nr. 1: Die Gottesmutter ist in Bayern daheim!
Aus dem Alltag wissen wir: selbst das Naheliegende übersieht man leicht,
wenn wir zulassen, dass Gewohnheiten uns dominieren. Nun ist die Gottesmutter
Maria im bayrischen Alltag ‚daheim‘. Der Name ‚Gottesmutter‘ – oder ‚Mutter
Gottes‘ – wird freilich manchmal gedankenlos gesprochen, vereinzelt mag
jemand ihn ganz falsch verstehen. Aber die große Mehrheit sieht ihn als ein
Gnadengeschenk aus des Schöpfers unermesslichem Reichtum. Die Jahrhundertfeier
der Patrona Bavariae mit der siebenjährigen Vorbereitung ergibt gerade
vor unserem häufigen Versagen einen beschämenden Kontrast. Der ist aber
auch ermunternd, wenn dabei greifbar wird, wie lebendig die marianische
Frömmigkeit bei uns ist.
 
Der Impuls Nr. 2: Die Verehrung der Gottesmutter von Fatima – weltweit?!
Das geographisch entlegene Dorf Fatima ist im Lauf von hundert Jahren eine
weltbekannte Pilgerstätte geworden, nach Lourdes gleich auf Platz 2, obwohl
es schwieriger zu erreichen ist. Die Muttergottes ist weltweit aber vielen Menschen
näher gekommen – ihre Zuneigung lässt uns einfach aufmerken, vielleicht
schon deshalb, weil die Thematik ‚Gotteswort und Kindermund‘ eifernde
Spötter findet, die schließlich vor den Problemen der Menschheit nicht weiter
wissen.
Schon der bloße Überblick über geplante ‚Fatima-Ereignisse 2017‘ ist sehr
anspruchsvoll. Sie bringen ein vielfältiges Nachdenken über das, was die Gottesmutter
1917 in Fatima angestoßen hat, bis nach Bayern und auch bis herein
in unseren Lindmayr-Freundeskreis.
 
Lindmayr und die Gottesmutter
Der Lindmayr-Freundeskreis blickt mit Interesse auf das Thema ‚Lindmayr und
die Gottesmutter‘. Zwar wohnt nur ein Teil der Mitglieder im Bereich der Pfarrei
St. Peter - andere leben außerhalb Münchens und auch außerhalb Bayerns.
Doch ist Maria Anna Lindmayr ja in St. Peter geboren und getauft – und danach
ist ihr ganzes Leben die faszinierende Entfaltung ihres Taufbundes, an der
Hand der Gottesmutter. Als sie 55-jährig schließlich ihr Lebenswerk mit dem
Bau der Münchner Dreifaltigkeitskirche krönt, lenkt sie dort mit dem Altarbild
unseren Blick natürlich auf die Allerheiligste Dreifaltigkeit, aber durch Maria,
in betont mütterlicher Darstellung.
 
Pilgerfahrt zur Gottesmutter
Eine gute Gelegenheit, miteinander im Marianischen Jahr zu beten, ist die
Pilgerfahrt mit Prälat Herbert Jung nach „Maria Hilf“ in Klosterlechfeld und
„Zur Schmerzhaften Muttergottes“ von Vilgertshofen, am Samstag, 30. September
2017. Abfahrt von St. Stephan am Alten Südlichen Friedhof, um 8.30; Rückkehr
gegen 18.00 Uhr.
Möge das Jubiläumsjahr 2017 zu Ehren der Gottesmutter segensreich sein!
 
 
P. Karl Hartl PA (Patres Albi – Weiße Väter, Afrikamissionare)
 
Geistlicher Beirat Lindmayr-Freundeskreis






100 Jahre KAB St. Peter

April - Mai 2017 - Abb. 9 KAB Fahne I
Bezugnehmend auf die Gründung des Arbeiterinnenverbandes St. Peter Anno
1917 feiert unsere Ortsgruppe, die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB)
St. Peter, heuer ihr 100jähriges Jubiläum. Arbeitervereine gab es sowohl in
St. Peter, als auch in der übrigen Stadt München schon länger. Die bis heute
monatlich stattfindenden Veranstaltungen liegen seit 1959 auch protokolliert
vor. Von über 150 Mitgliedern in den 1960er Jahren zählen wir heute nur noch
30 Personen. Die KAB St. Peter hat mit dem 100jährigen Jubiläum einen letzten
 
 
Höhepunkt erreicht. Es war mein persönliches Ziel, nach über 25 Jahren als
Vorsitzender, diesen Gipfel zu erklimmen. An dieser Stelle sei besonders der
Vorstandschaft, den ehrenamtlichen Helfern und insbesondere unserem Präses,
Landespolizeidekan Msgr. Andreas Simbeck, herzlich gedankt; sie alle haben
mich über die vielen Jahre treu begleitet und unterstützt.




                    Mit dem Gruß „Gott segne unsere christliche Arbeit“
                    wünsche ich allen ein gelungenes Jubiläumsfest!



Christian Thalhammer
Vorsitzender KAB St. Peter

Pater Kilian, Pfarrvikar in St. Peter von Oktober 2015 bis
November 2016 – ein Abschiedsgruß

Abb.  Karl Hartl
Pater Karl Hartl; Foto: A. Lell

Pater Karl Hartl, langjähriger Pfarrvikar in St. Peter –
ein Abschiedsgruß

Zum Ende des Heiligen Jahres der göttlichen Barmherzigkeit darf ich mich an alle Pfarreiangehörigen und Freunde der Münchner Peterskirche wenden. Wir beenden das Jubeljahr der Dankbarkeit für das 2. Vatikankonzil, das am 25. Januar 1959 von
Papst Johannes XXIII angekündigt worden war. In jenem Jahr war ich als Neupriester der Afrikamissionare Patres Albi – Weiße Väter in der Osterwoche ins ostafrikanische Uganda geflogen, wo mich ein bekannter Missionar vom Flugplatz abholte.

Er fragte: „Also jetzt, wohin mit dir?



Wohin bist du denn ernannt?“

„Nach Mu-ben-de“ stammelte ich aus dem Ernennungsbrief den mir noch ungewohnten Namen meines künftigen Arbeitsgebietes. Mit einem auffälligen Ruck starrte der Freund mich an:

„Was hast du denn angestellt?

Mubende! Das ist doch keine Ernennung, das ist Verbannung!“ Spät am Abend waren wir tatsächlich an der westlichen Grenze von Uganda. Und im Grenzland verbrachte ich von da an tatsächlich alle meine 40 Jahre Ugandamission, nämlich 30 Jahre am Albertsee, an der Westgrenze Ugandas zum Kongo und die letzten 10 Jahre dann im östlichen Winkel Ugandas, an den Grenzen zu Kenia und zum Sudan. Das war also etwas, das man heute „Seelsorge in der Peripherie“ nennen würde. Als Verbannung
empfand ich es nie, obwohl ich 39 der 40 Jahre im Kriegszustand erlebte – leider, aber zusammen mit den Menschen dort war es eben geteilter Schmerz, also ‚halber Schmerz‘. Und was es dennoch an Freuden gab, das wurde immer zur ‚doppelten Freude‘.

Eigentlich dachte ich damals, dass es so weiter geht, jedoch lief 1999 meine Arbeits-erlaubnis für Uganda ab und im Jahr 2000 war eine knifflige Hals-OP in Deutschland fällig. Danach ernannten mich meine Ordensoberen ganz unerwartet in unser Missionshaus hier in München-Moosach. Mit den älteren Mitbrüdern unserer Ordensprovinz wurde ich in den umliegenden Gemeinden zur Aushilfe in der Seelsorge eingesetzt. Stadtpfarrer Herbert Kuglstatter lud mich eines Tages zur – vorerst gelegentlichen – Mitarbeit in St. Peter ein. 2004 stellten meine Oberen mich schließlich vertraglich unserem Erzbistum als Hilfskaplan für St. Peter zur Verfügung.

Natürlich verspürte ich den Kontrast zwischen 40-jähriger „ostafrikanischer Peripherie“ und der Bayernmetropole München zunächst wirklich als schmerzlich. Aber St. Peter gab mir Kontakt mit den Menschen Münchens, und das half mir, die Ferne Afrikas zu verschmerzen, auch Kulturelles wie Sprache, Hautfarbe, Speisen und Wohnen, schließlich auch unser raueres Wetter. Trotz meiner merkbar abnehmenden Hör- und Sehkraft beeindruckte mich in St. Peter die Frömmigkeit der Menschen in der heiligen Messe, bei Trauungen, Taufen und Beerdigungen, spürte ich an der Kommunionbank eine etwas unbeholfen herantastende Anbetung. Im Sakrament der Beichte erlebte ich bei den unterschiedlichsten Leuten das beharrliche Ringen Jesus Christus in unsere Welt hereinzuholen, nicht nur beim Besuch der Peterskirche sondern in ihrem Alltag,
der also gar nicht so ‚glaubensfern‘ sein kann, wie er oft dargestellt wird. Als nun der Advent 2015 von Papst Franziskus als Beginn eines außerordentlichen Heiligen Jahres bestimmt wurde, als dankbares Jubiläum des zweiten Vatikanischen Konzils, erinnerte ich mich an meine Ausreise in die Mission zum Auftakt dieses Konzils. Für so vieles aus all diesen Jahren – in Afrika wie in Europa – hatte ich persönlich zu danken.

Inzwischen hatte mich die Peterskirche bekannt gemacht mit der erstaunlichen Lebensgeschichte der Maria Anna Lindmayr, deren Entfaltung uns anspornt, Gottes Barmherzigkeit mit Eifer den Menschen nahe zu bringen.

Ein Hörsturz im September 2015 erschien mir als flüchtige Bagatelle, verschlechterte
aber über Advent und Weihnachten mein Gesamtbefinden beträchtlich. Ins Jahr 2016 herein blieben meine Erwartungen einer Besserung unerfüllt; immer häufiger ließ ich meine Mitbrüder und alle Freunde von St. Peter in der Seelsorge allein – so wurde heuer ein schmerzliches Jubeljahr. Schließlich lösten am 30. Juni 2016 meine Ordensoberen den Vertrag mit unserem Erzbistum München und Freising und ich wurde somit vom Dienst in der Pfarrei St. Peter entpflichtet.

So danke ich allen Gläubigen und Freunden von St. Peter, besonders unserem Stadt-pfarrer und meinen Priesterkollegen, den Schwestern, Mesnern und Ministranten,
den Sängern und Organisten, den Ordnern, der Kirchenverwaltung und dem Pfarr-gemeinderat für alles gemeinsame Wirken zur Ehre Gottes und zum Segen für die Menschen. Für jede durch mich verursachte Verletzung bitte ich um Verzeihung.

Unsere Himmelsmutter schenke Wege zum Heilen.


München, 31. Oktober 2016 P. Karl Hartl PA
Abb. 3 Kurat Baumann Isidor+Notburga 2
Karl Baumann beim Gottesdienst
der Isidor und Notburga Bruderschaft in der Kreuzkirche,
Palmzweigsegnung; Foto: A. Lell

Kurat Karl Erich Baumann

Geboren 1948 in München, als Pfarrkind unserer Nachbarpfarrei Heilig-Geist, zum Priester geweiht 1979, war unser nunmehr scheidender Kurat zunächst Kaplan in München-St. Margaret und dann in St. Peter und Paul in Landshut.

Es folgten weitere Seelsorgetätigkeiten in Erding-St. Johannes und in St. Johann Baptist in München-Solln. Seit Anfang der 1990er Jahre war er beim Kath. Familien- und Altenpflegewerk in der Stiftung „Pius-Maria-Heim“ als Religionslehrer tätig.


Danach führten seine Wege als Kleriker mit überpfarrlichem Auftrag zunächst nach Vaterstetten und anschließend in die Metropolitanpfarrei „Zu Unserer Lieben Frau“ nach München.

Seit Dezember 2011, also fünf Jahre lang, war Kurat Baumann dann schließlich bei uns als „Priester in Seelsorgemithilfe“ hier in der Münchner Stadtpfarrei St. Peter im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt tätig. Hier übernahm er neben den normalen  Seelsorge-tätigkeiten auch das Amt des Präses der altehrwürdigen Isidor- und Notburga-Bruderschaft an der Kreuzkirche und hielt dort regelmäßig die Bruderschaftsmessen. Wegen seiner sehr einfühlsamen Art wurde sein priesterlicher Dienst auch im Beichtstuhl von vielen sehr geschätzt und gerne in Anspruch genommen.
 
Aus gesundheitlichen Gründen musste Kurat Baumann jetzt im Spätherbst aus dem aktiven Dienst ausscheiden und wurde in den Ruhestand versetzt. Für seinen treuen und engagierten Dienst in der Pfarrei St. Peter sagen wir ihm ein herzliches Vergelt’s Gott und wünschen ihm für die Jahre seines Ruhestandes vor allem auch im Hinblick auf seinen angegriffenen Gesundheitszustand den besonderen Beistand und Segen Gottes.

Grußwort des Neupriesters Markus Lidel
zur Nachprimiz in St. Peter

Abb. 2 Markus Lidel
Liebe Gemeinde von St. Peter,

jedes Mal, wenn ich nach München komme, dann darf ein Besuch in Ihrer altehrwürdigen Pfarrkirche nicht fehlen. Die zahlreichen Beter, die gute Kirchenmusik und die feierliche Liturgie haben mich immer wieder angesprochen.

So freut es mich ganz besonders, dass mich Ihr Stadtpfarrer, Domkapitular Platschek, eingeladen hat, als Neupriester den Mariä-Himmelfahrts-Gottesdienst am 15. August mit Ihnen zu feiern. Da Sie mich vermutlich nicht kennen, darf ich mich Ihnen kurz vorstellen. Mein Name ist Markus Lidel, ich stamme aus Augsburg und bin am 26. Juni 2016 durch unseren Hwdst. H. Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa zum Priester geweiht worden.

Am 3. Juli durfte ich dann gemeinsam in und mit meiner Heimatpfarrei St. Martin in Augsburg die Primiz, den ersten feierlichen Gottesdienst eines Neupriesters, feiern. Es ist üblich, dass sich der Primiziant einen Wahlspruch auswählt, den er wie eine Überschrift über sein priesterliches Wirken stellen will. Mein Primizspruch lautet: „Deus caritas est! – Gott ist die Liebe!". In den Jahren meiner Ausbildung habe ich oft darüber nachgedacht, wie Gott ist. Sich diese Frage zu stellen lohnt sich, denn es gibt viele Antworten. Meine Antwort habe ich im ersten Johannesbrief gefunden: Gott ist die Liebe. Er ist derjenige, der jedem Menschen nachgeht, er ist derjenige, zu dem wir mit all dem kommen dürfen, was uns schwer fällt, was uns nicht gelingt, aber natürlich auch mit dem, was in unserem Leben gut ist. Diese Liebe Gottes den Menschen zu verkünden und erfahrbar zu machen ist meines Erachtens eine der wichtigsten Aufgaben des priesterlichen Dienstes. Dies geschieht in der Feier der Sakramente, in der persönlichen Begegnung und im gemeinsam gelebten Christsein. So freue ich mich auf die gemeinsame Feier der Heiligen Messe in St. Peter, in der wir Gott für seine Liebe danken wollen, die sich in besonderer Weise in der Erwählung, aber auch in der Himmelfahrt Mariens zeigt.


Es grüßt Sie Ihr Markus Lidel


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