St. Peter

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Dreimal Abschied von St. Peter



Mit dem scheidenden Jahr 2016 heißt es auch Abschied zu nehmen von drei Geistlichen von St. Peter: Pater Karl Hartl PA und Kurat Karl Erich Baumann verlassen uns aus Alters- bzw. Gesundheits-
gründen, Pater Kilian Müller OCist, weil er seinen Studienaufenthalt an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität soweit abgeschlossen hat und in die klösterliche Gemeinschaft zurückkehrt.

Für ihren Einsatz und ihr Engagement gebührt jedem einzelnen von ihnen ein herzlicher Dank und Anerkennung für ihren Dienst, haben sie doch auf je unterschiedliche Art und Weise und über kürzere oder längere Zeit die Seelsorge in der Pfarrei St. Peter durch ihr priesterliches Wirken mitgeprägt und mitgestaltet.
 
Der „Herr des Weinbergs“ lohne ihnen ihren Dienst und begleite sie auf ihrem weiteren Lebensweg mit Seinem Segen!







Abb. 4 P Kilian + Alter Peter
Pater Kilian vor St. Peter; Foto: J. Haidn

Pater Kilian, Pfarrvikar in St. Peter von Oktober 2015 bis
November 2016 – ein Abschiedsgruß

Im 5. Kapitel der Benediktsregel heißt es: „Der Gehorsam, den man den Oberen leistet, wird Gott erwiesen, sagt er doch: ‚Wer euch hört, hört mich.’ (Lk 10,16).“
Zum 30. November 2016 – deutlich früher als ursprünglich geplant – habe ich nach 14 Monaten meine Zeit als Pfarrvikar in der Pfarrei St. Peter beendet und meinen Wohnsitz wieder in mein Heimatkloster Stift Heiligenkreuz im Wienerwald verlegt.
 
Von dort aus werde ich mein Promotionsstudium an der LMU fortsetzen und hoffentlich in absehbarer Zeit auch abschließen. Die kurze aber intensive Zeit in München und in St. Peter erfüllt mich rückblickend mit großer Dankbarkeit, auch wenn sie nicht immer einfach war.



Gerade ein benediktinisch geprägter Mönch gehört nun mal eher ins Kloster und in seine Gemeinschaft, als mitten in die Großstadt.

Insofern habe ich die vergangenen 14 Monate als Bestätigung meiner monastischen Berufung erlebt und gehe durchaus auch gerne zurück in den Wienerwald – im Wissen, dass der Gehorsam nicht immer so leicht fällt wie in diesem Fall...

Dass ich hier in München in der Seelsorge so viele Erfahrungen sammeln konnte, verdanke ich vor allem dem großen Vertrauen und dem Wohlwollen des Stadtpfarrers von St. Peter, Domkapitular Hans-Georg Platschek – vergelt’s Gott.
 
Danken möchte ich hier auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pfarrei für ihre vielfältige Unterstützung und Hilfsbereitschaft. In der Stadtpfarrei St. Peter Liturgie feiern zu dürfen, ist aber auch durch die Kirchenmusik ein Privileg. Danke allen, durch deren  musikalisches Mitwirken die Liturgie sich auch klanglich in himmlische Sphären erhebt.
Vor allem bin ich aber Ihnen, den Gläubigen, dankbar für Ihr Glaubenszeugnis, für Ihre Geduld und die vielen bewegenden und schönen Begegnungen im Alten Peter und in den Filialkirchen.
 
Wo ich in meinem Dienst etwas schuldig geblieben bin, bitte ich aber auch aufrichtig um Verzeihung. Es ist eine so große Verantwortung, die uns da anvertraut ist! Beten wir also füreinander, damit das Band der Liebe den mystischen Leib Christi wirklich gürtet. So erbitte ich Ihnen den Segen und den Frieden des Herrn – auf Wiedersehen!
 
 
 
Ihr
P. Kilian Müller OCist, Stift Heiligenkreuz










Abb.  Karl Hartl
Pater Karl Hartl; Foto: A. Lell

Pater Karl Hartl, langjähriger Pfarrvikar in St. Peter –
ein Abschiedsgruß

Zum Ende des Heiligen Jahres der göttlichen Barmherzigkeit darf ich mich an alle Pfarreiangehörigen und Freunde der Münchner Peterskirche wenden. Wir beenden das Jubeljahr der Dankbarkeit für das 2. Vatikankonzil, das am 25. Januar 1959 von
Papst Johannes XXIII angekündigt worden war. In jenem Jahr war ich als Neupriester der Afrikamissionare Patres Albi – Weiße Väter in der Osterwoche ins ostafrikanische Uganda geflogen, wo mich ein bekannter Missionar vom Flugplatz abholte.

Er fragte: „Also jetzt, wohin mit dir?



Wohin bist du denn ernannt?“

„Nach Mu-ben-de“ stammelte ich aus dem Ernennungsbrief den mir noch ungewohnten Namen meines künftigen Arbeitsgebietes. Mit einem auffälligen Ruck starrte der Freund mich an:

„Was hast du denn angestellt?

Mubende! Das ist doch keine Ernennung, das ist Verbannung!“ Spät am Abend waren wir tatsächlich an der westlichen Grenze von Uganda. Und im Grenzland verbrachte ich von da an tatsächlich alle meine 40 Jahre Ugandamission, nämlich 30 Jahre am Albertsee, an der Westgrenze Ugandas zum Kongo und die letzten 10 Jahre dann im östlichen Winkel Ugandas, an den Grenzen zu Kenia und zum Sudan. Das war also etwas, das man heute „Seelsorge in der Peripherie“ nennen würde. Als Verbannung
empfand ich es nie, obwohl ich 39 der 40 Jahre im Kriegszustand erlebte – leider, aber zusammen mit den Menschen dort war es eben geteilter Schmerz, also ‚halber Schmerz‘. Und was es dennoch an Freuden gab, das wurde immer zur ‚doppelten Freude‘.

Eigentlich dachte ich damals, dass es so weiter geht, jedoch lief 1999 meine Arbeits-erlaubnis für Uganda ab und im Jahr 2000 war eine knifflige Hals-OP in Deutschland fällig. Danach ernannten mich meine Ordensoberen ganz unerwartet in unser Missionshaus hier in München-Moosach. Mit den älteren Mitbrüdern unserer Ordensprovinz wurde ich in den umliegenden Gemeinden zur Aushilfe in der Seelsorge eingesetzt. Stadtpfarrer Herbert Kuglstatter lud mich eines Tages zur – vorerst gelegentlichen – Mitarbeit in St. Peter ein. 2004 stellten meine Oberen mich schließlich vertraglich unserem Erzbistum als Hilfskaplan für St. Peter zur Verfügung.

Natürlich verspürte ich den Kontrast zwischen 40-jähriger „ostafrikanischer Peripherie“ und der Bayernmetropole München zunächst wirklich als schmerzlich. Aber St. Peter gab mir Kontakt mit den Menschen Münchens, und das half mir, die Ferne Afrikas zu verschmerzen, auch Kulturelles wie Sprache, Hautfarbe, Speisen und Wohnen, schließlich auch unser raueres Wetter. Trotz meiner merkbar abnehmenden Hör- und Sehkraft beeindruckte mich in St. Peter die Frömmigkeit der Menschen in der heiligen Messe, bei Trauungen, Taufen und Beerdigungen, spürte ich an der Kommunionbank eine etwas unbeholfen herantastende Anbetung. Im Sakrament der Beichte erlebte ich bei den unterschiedlichsten Leuten das beharrliche Ringen Jesus Christus in unsere Welt hereinzuholen, nicht nur beim Besuch der Peterskirche sondern in ihrem Alltag,
der also gar nicht so ‚glaubensfern‘ sein kann, wie er oft dargestellt wird. Als nun der Advent 2015 von Papst Franziskus als Beginn eines außerordentlichen Heiligen Jahres bestimmt wurde, als dankbares Jubiläum des zweiten Vatikanischen Konzils, erinnerte ich mich an meine Ausreise in die Mission zum Auftakt dieses Konzils. Für so vieles aus all diesen Jahren – in Afrika wie in Europa – hatte ich persönlich zu danken.

Inzwischen hatte mich die Peterskirche bekannt gemacht mit der erstaunlichen Lebensgeschichte der Maria Anna Lindmayr, deren Entfaltung uns anspornt, Gottes Barmherzigkeit mit Eifer den Menschen nahe zu bringen.

Ein Hörsturz im September 2015 erschien mir als flüchtige Bagatelle, verschlechterte
aber über Advent und Weihnachten mein Gesamtbefinden beträchtlich. Ins Jahr 2016 herein blieben meine Erwartungen einer Besserung unerfüllt; immer häufiger ließ ich meine Mitbrüder und alle Freunde von St. Peter in der Seelsorge allein – so wurde heuer ein schmerzliches Jubeljahr. Schließlich lösten am 30. Juni 2016 meine Ordensoberen den Vertrag mit unserem Erzbistum München und Freising und ich wurde somit vom Dienst in der Pfarrei St. Peter entpflichtet.

So danke ich allen Gläubigen und Freunden von St. Peter, besonders unserem Stadt-pfarrer und meinen Priesterkollegen, den Schwestern, Mesnern und Ministranten,
den Sängern und Organisten, den Ordnern, der Kirchenverwaltung und dem Pfarr-gemeinderat für alles gemeinsame Wirken zur Ehre Gottes und zum Segen für die Menschen. Für jede durch mich verursachte Verletzung bitte ich um Verzeihung.

Unsere Himmelsmutter schenke Wege zum Heilen.


München, 31. Oktober 2016 P. Karl Hartl PA









Abb. 3 Kurat Baumann Isidor+Notburga 2
Karl Baumann beim Gottesdienst
der Isidor und Notburga Bruderschaft in der Kreuzkirche,
Palmzweigsegnung; Foto: A. Lell

Kurat Karl Erich Baumann

Geboren 1948 in München, als Pfarrkind unserer Nachbarpfarrei Heilig-Geist, zum Priester geweiht 1979, war unser nunmehr scheidender Kurat zunächst Kaplan in München-St. Margaret und dann in St. Peter und Paul in Landshut.

Es folgten weitere Seelsorgetätigkeiten in Erding-St. Johannes und in St. Johann Baptist in München-Solln. Seit Anfang der 1990er Jahre war er beim Kath. Familien- und Altenpflegewerk in der Stiftung „Pius-Maria-Heim“ als Religionslehrer tätig.


Danach führten seine Wege als Kleriker mit überpfarrlichem Auftrag zunächst nach Vaterstetten und anschließend in die Metropolitanpfarrei „Zu Unserer Lieben Frau“ nach München.

Seit Dezember 2011, also fünf Jahre lang, war Kurat Baumann dann schließlich bei uns als „Priester in Seelsorgemithilfe“ hier in der Münchner Stadtpfarrei St. Peter im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt tätig. Hier übernahm er neben den normalen  Seelsorge-tätigkeiten auch das Amt des Präses der altehrwürdigen Isidor- und Notburga-Bruderschaft an der Kreuzkirche und hielt dort regelmäßig die Bruderschaftsmessen. Wegen seiner sehr einfühlsamen Art wurde sein priesterlicher Dienst auch im Beichtstuhl von vielen sehr geschätzt und gerne in Anspruch genommen.
 
Aus gesundheitlichen Gründen musste Kurat Baumann jetzt im Spätherbst aus dem aktiven Dienst ausscheiden und wurde in den Ruhestand versetzt. Für seinen treuen und engagierten Dienst in der Pfarrei St. Peter sagen wir ihm ein herzliches Vergelt’s Gott und wünschen ihm für die Jahre seines Ruhestandes vor allem auch im Hinblick auf seinen angegriffenen Gesundheitszustand den besonderen Beistand und Segen Gottes.









Grußwort des Neupriesters Markus Lidel
zur Nachprimiz in St. Peter

Abb. 2 Markus Lidel
Liebe Gemeinde von St. Peter,

jedes Mal, wenn ich nach München komme, dann darf ein Besuch in Ihrer altehrwürdigen Pfarrkirche nicht fehlen. Die zahlreichen Beter, die gute Kirchenmusik und die feierliche Liturgie haben mich immer wieder angesprochen.

So freut es mich ganz besonders, dass mich Ihr Stadtpfarrer, Domkapitular Platschek, eingeladen hat, als Neupriester den Mariä-Himmelfahrts-Gottesdienst am 15. August mit Ihnen zu feiern. Da Sie mich vermutlich nicht kennen, darf ich mich Ihnen kurz vorstellen. Mein Name ist Markus Lidel, ich stamme aus Augsburg und bin am 26. Juni 2016 durch unseren Hwdst. H. Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa zum Priester geweiht worden.

Am 3. Juli durfte ich dann gemeinsam in und mit meiner Heimatpfarrei St. Martin in Augsburg die Primiz, den ersten feierlichen Gottesdienst eines Neupriesters, feiern. Es ist üblich, dass sich der Primiziant einen Wahlspruch auswählt, den er wie eine Überschrift über sein priesterliches Wirken stellen will. Mein Primizspruch lautet: „Deus caritas est! – Gott ist die Liebe!". In den Jahren meiner Ausbildung habe ich oft darüber nachgedacht, wie Gott ist. Sich diese Frage zu stellen lohnt sich, denn es gibt viele Antworten. Meine Antwort habe ich im ersten Johannesbrief gefunden: Gott ist die Liebe. Er ist derjenige, der jedem Menschen nachgeht, er ist derjenige, zu dem wir mit all dem kommen dürfen, was uns schwer fällt, was uns nicht gelingt, aber natürlich auch mit dem, was in unserem Leben gut ist. Diese Liebe Gottes den Menschen zu verkünden und erfahrbar zu machen ist meines Erachtens eine der wichtigsten Aufgaben des priesterlichen Dienstes. Dies geschieht in der Feier der Sakramente, in der persönlichen Begegnung und im gemeinsam gelebten Christsein. So freue ich mich auf die gemeinsame Feier der Heiligen Messe in St. Peter, in der wir Gott für seine Liebe danken wollen, die sich in besonderer Weise in der Erwählung, aber auch in der Himmelfahrt Mariens zeigt.


Es grüßt Sie Ihr Markus Lidel











Erstkommunion 2016

Wie wir als Eltern die Zeit erlebten


Bereits im Dezember des vergangenen Jahres begann die Vorbereitung der Kommunionkinder auf die erste hl. Kommunion.

Da zur Pfarrei St. Peter wie auch zur Dompfarrei wenige Kinder gehören, wurden die wöchentlichen Stunden in der Dompfarrei gemeinsam abgehalten. Insgesamt waren es 16 Kinder, die gemeinsam mit unserem Sohn Balthasar von Schwester Rossana auf die Erstkommunion vorbereitet wurden. Balthasar mochte die freitäglichen Stunden sehr.

Als Eltern fühlten wir uns jederzeit gut aufgehoben und eingebunden – nicht zuletzt durch Elternabend, Mails und den Austausch mit anderen Eltern. Wir begleiteten unseren Sohn während der Zeit der kindgerechten Vorbereitung und erlebten eine den Menschen zugewandte Kirche.

Während des halben Jahres wurden sonntags von Polizeidekan Msgr. Andreas Simbeck mehrere gemeinsame Gottesdienste in der wunderschönen kleinen Kirche am alten Südfriedhof (St. Stephan) gefeiert.

Die Kinder wurden in die Feier eingebunden und durften die Fürbitten lesen. Am 8. Mai war es endlich so weit: Der große Tag der Erstkommunion. Alle Familien waren zahlreich erschienen, und unseren Sohn sahen wir freudigst aufgeregt und strahlend auf dem Weg zu seinem Platz neben dem Altar – in der Hand hielt der die wunderschöne Kerze vom „Alten Peter“.

Zelebrant der Messe war wieder Msgr. Simbeck.

Während die Kerzen entzündet wurden, wurde der Name jedes Kindes verlesen. Es war ein sehr feierlicher Erstkommuniongottesdienst, der dem Anlass entsprach!

Abgerundet wurde diese für meine Familie ganz besondere Zeit:

Mit dem Nachtreffen, einer Feier mit Sr. Rossana, und dem Erstkommunionausflug am vergangenen Samstag.

Am Dombrunnen saßen dann viele glückliche Kommunionkinder mit einem leckeren Eis!

Auf diesem Wege bedanken wir uns herzlichst bei Msgr. Simbeck und Schwester Rossana, die unseren Sohn Balthasar wie auch die übrigen Kinder auf eine so liebevolle Weise begleitet haben!

Monique Kaiser

Neuer Mesner in der Asamkirche

Abb. 12 Matthias Mehnert Portal Asamkirche
Liebe Pfarrgemeinde von St. Peter,

einige von Ihnen werden mich schon als „neuen Kirchenaufseher von St. Peter“ kennen. Darauf angesprochen betone ich aber stets, dass ich zwar Angestellter von St. Peter bin, aber nur im Vertretungsfall Kirchenaufsicht im Alten Peter mache, da mein Schwerpunkt die mesnerische Betreuung der Asamkirche ist.
Geboren wurde ich 1970 in Karlsruhe, bin aufgewachsen in Donaueschingen und habe 1991 am Jesuitenkolleg St. Blasien Abitur gemacht. Darauf trat ich ins Benediktinerkloster Beuron ein, wo ich während des Noviziats zu meinem Beruf fand, der Buchbinderei. 1995 verließ ich während der Berufsausbildung in Kloster  Münsterschwarzach den monastischen Weg und übersiedelte, nach
erfolgreich abgelegter Gesellenprüfung, nach München. Meine Gesellenzeit absolvierte ich in einer Großbuchbinderei in Unterschleißheim und wurde nach Ablegung der Meisterprüfung 2001 Ausbilder im Berufsbildungswerk Kirchseeon. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Kontakte zur Pfarrei St. Peter, da von uns vor allem für das Archiv immer wieder spezielle Kartonagen angefertigt sowie Zeitschriften gebunden wurden.

2009 wechselte ich den Beruf und wurde Mesner an der Bürgersaalkirche, der Marianischen Männerkongregation gehöre ich bereits seit 1998 an.

Bald nach Beginn meiner Tätigkeit am Bürgersaal verspürte ich erneut einen starken Drang zum monastischen Leben und im Herbst 2012 gab ich alles auf und trat zum zweiten Mal in Beuron ein.
Das Highlight dieser Jahre schlechthin war ein halbjähriger Aufenthalt in einem
irischen Benediktinerkloster, von dem ich als Buchbindermeister angefordert worden war, um beim Aufbau einer Buchbinderwerkstatt behilflich zu sein.

Dabei ging es nicht nur um die Beschaffung von Geräten und Materialien, sondern
auch darum, in diesen sechs Monaten zwei Patres in den wichtigsten Arbeiten anzulernen.
Groß war das Entsetzen, als mir nach meiner Rückkehr nach Beuron bewusst wurde, dass ich Ende 2016 nicht aus voller Überzeugung auf Lebenszeit „Ja“ zu Beuron werde
sagen können.

Es war daher eine echte Fügung Gottes, als ich im März d.J. einen Mesnerkollegen an-rief und er mir den Tipp mit der vakanten Mesnerstelle in der Münchner Asamkirche gab.

Mit großer Dankbarkeit und Freude versehe ich nun seit Anfang Mai den Dienst in der Pfarrei St. Peter, wobei ich es als sehr reizvoll empfinde, als Einzelkämpfer in der Asamkirche zu wirken und gleichzeitig in das Team der Peterskirche eingebunden zu sein.


Es grüßt vielmals
Ihr
Matthias Mehnert








Neuer Pfarrvikar in St. Peter

P. Kilian Müller
Sicherlich ist den meisten von Ihnen schon aufgefallen, dass seit einigen Wochen unter den Geistlichen in St. Peter ein neues Gesicht aufgetaucht ist. Gerne komme ich also hiermit der Bitte des Stadtpfarrers Hans-Georg Platschek nach und stelle mich kurz vor: Mein Name ist Pater Kilian Müller OCist, ich bin seit dem 1. Oktober 2015 als Pfarrvikar in der Stadtpfarrei St. Peter tätig. Das Ordenskürzel „OCist“ hinter meinem Namen steht für „Ordo Cisterciensis“, denn ich bin ein Mönch des Zisterzienserordens. Gebürtig aus der Wetterau, nördlich von Frankfurt/Main, habe ich vor meinem Klostereintritt einige Jahre in Bamberg gelebt, wo ich an der Otto-Friedrich-Universität Betriebswirtschaftslehre studiert habe. Nach dem Diplom habe ich zuerst in Hamburg, später in Berlin gelebt. Dass ich einmal ein Zisterziensermönch und Priester werden würde, hätte ich mir damals ganz und gar nicht vorstellen können – aber der Herr ist immer für Überraschungen gut, und die größte und erste von vielen kam für mich im Spätsommer 2006, als ich mein Berufungserlebnis hatte und beinahe sofort ins Kloster gezogen bin.
Seitdem lebe ich in der Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz im Wienerwald
(www.stift-heiligenkreuz.at).

Dort habe ich 2007 das Noviziat begonnen. Nur vier Wochen nach der Einkleidung hat dann Papst Benedikt XVI. unser Kloster besucht – ein unvergessliches Ereignis! Nach den Zeitlichen Gelübden durfte ich an Maria Himmelfahrt 2011 die Feierliche Profess ablegen. Kurz nachdem ich das Theologiestudium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz abgeschlossen hatte, wurde ich im April 2013 durch den Erzbischof von Wien, S. Em. Christoph Kardinal Schönborn, zum Diakon geweiht. Im Oktober 2013 empfing ich dann in der Stiftskirche von Heiligenkreuz die Priesterweihe durch die Hände des Weihbischofs von Madrid, S.
Exz. Juán Antonio Martínez Camino SJ. Anschließend war ich für zwei Jahre als Kaplan in der Stiftspfarre Heiligenkreuz eingesetzt und habe zudem eine kleine Filialgemeinde als Kirchenrektor betreut.

Mit dem Wintersemester hat nun ein ganz neuer Abschnitt begonnen, der mich für einige Zeit nach München führt. Im Auftrag unseres Abtes Dr. Maximilian Heim OCist habe ich im Oktober an der Ludwig-Maximilians-Universität ein Promotionsstudium im Fach Pastoraltheologie unter der Betreuung von Prof. Dr. Andreas Wollbold begonnen. Ich freue mich, dass ich in St. Peter und gelegentlich auch in den anderen Kirchen der Pfarre die Heilige Messe zelebrieren darf.

Diese Feier ist das größte Geheimnis, das die Welt hat, denn Christus wird dort als Wort Gottes, in Leib und Blut gegenwärtig. Immer neu geschieht jedoch auch heute und hier das, was der Prolog des Johannesevangeliums beschreibt:

       „Er kam in Sein Eigentum, aber die Seinen nahmen Ihn nicht auf.“ (Joh 1,11)
       Wer aber Christus aufnimmt, Ihm immer neu einen Wohnort bereitet, dem gibt 
       Er die Macht, Kind Gottes zu werden. Er ist der einzige Erlöser! „Und in keinem
       anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name
       unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.“ (Apg 4,12).

Dem Gedenken an Seine historische Ankunft in dieser Welt gehört der Advent,
für den ich Ihnen von Herzen Gottes Segen wünsche.

Auf bald,
Ihr P. Kilian OCist, Pfarrvikar.

Nightfever unter neuer Leitung

Im März dieses Jahres haben wir mit ca. 200 anderen Engagierten von Nightfever,
das 5-jährige Bestehen der Initiative in München gefeiert. Carolin Ruoff
war von Anfang an dabei und hat das Münchner Team mit sehr viel Herzblut,
Zeit und kreativen Ideen geleitet. Ab November 2015 wird sie in Dresden die
Glaubenskurse „Alpha“ koordinieren und hat deshalb die Leitung an Marie-
Louise Huber abgegeben.
Einerseits freuen wir uns, dass sie eine neue Aufgabe gefunden hat, und wünschen
ihr alles Gute für ihre Arbeitsstelle in Sachsen. Andererseits bedeutet
dieser Wechsel auch einen Umbruch für das Team. Deswegen haben wir uns zusammen mit der Mediatorin Ulrike Rhein aus Bernried am 13. Oktober getroffen, um gemeinsam zu überlegen, was unsere Ressourcen sind, was gut läuft, welche Ziele wir haben und welche Schritte wir gehen müssen, um diese zu erreichen.
Pfarrbrief Dez-Jan 15
Verabschiedung von C. Ruoff; Foto: M.-L. Huber
Das Treffen, für das uns Radio Horeb freundlicherweise den Konferenzraum in der Maistraße zur Verfügung gestellt hat, begann mit einer kurzen Gebetszeit. Die Teilnehmer haben u. a. positiv hervorgehoben, dass das Team gut eingespielt ist, eine gute Gemeinschaft bildet, sich alle zwei Wochen zum Gebet in Sankt Stephan trifft und dass die Pfarrei Sankt Peter, insbesondere Pfarrer Platschek und Mesner Christian Thalhammer, das Nightfever stark unterstützt. Da die aufwendige Organisation und Ausrichtung der Nightfever-Abende allerdings auf sehr wenigen Schultern ruht, soll das Team erweitert und sollen mehr junge Menschen als Helfer gewonnen werden. Außerdem wäre es schön, wenn sich noch eine zweite Person bereit erklären könnte, die Leitung mit zu übernehmen. Insgesamt war es ein sehr gutes Gespräch mit vielen anregenden Impulsen, die jetzt natürlich umgesetzt werden müssen. So hoffen wir, auch in Zukunft junge Menschen in die Gegenwart Jesu in der Eucharistie mit hineinzunehmen und denjenigen, die Nightfever organisieren, die Möglichkeit
zu geben, durch diesen Dienst im Glauben zu wachsen. Junge Christen, die
sich gerne beim Auf- und Abbau, in der Technik, bei der Musik, am Empfang oder beim Einladen beteiligen möchten, können sich per Email (münchen@nightfever.org) oder beim nächsten Nightfever am 5. Dezember bei uns melden.
Marie-Luise Huber
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