St. Peter

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FronlProz 2016 Meier + Machenschalk; A_Lell

Liebe Pfarrangehörige und Freunde der Münchner Peterskirche,


nach dem österlichen Festkreis, der mit dem Hohen Pfingstfest endet, folgt im Jahreslauf das Fronleichnamsfest und das Hochfest Herz Jesu.

Das Fronleichnamsfest und das Herz-Jesu- Hochfest am dritten Freitag nach Pfingsten (letzteres nicht zu verwechseln mit dem monatlichen Herz-Jesu-Freitag an jedem ersten Freitag im Monat) haben dabei eine tiefe innere Verbindung: an Fronleichnam feiern wir und betrachten wir – im wahrsten Sinne des Wortes – die Gabe des Herrn vom Vorabend Seines Leidens und Sterbens, die uns Seine bleibende Gegenwart und damit zugleich die innere Dynamik Seiner Lebenshingabe am Kreuz vermittelt.
Zugleich ist diese Gabe die Bundesfeier zwischen Gott und den Menschen, die Feier des Neuen und Ewigen Bundes.
Das Herz Jesu, des Mittlers zwischen Gott und den Menschen, am Kreuz durch die Lanze des Soldaten geöffnet und Blut und Wasser verströmend, ist die Quelle, aus der österliches Leben und aus der die Sakramente, die wirkmächtigen Heilszeichen des Neuen und Ewigen Bundes, entspringen.

In seiner Fronleichnamspredigt im Jahr 2011 spricht Papst Benedikt über diesen inneren Zusammen-hang:
 „Das Allerheiligste Sakrament wird in Prozession durch die Straßen der Städte und Dörfer getragen, um zu zeigen, dass der auferstandene Christus unter uns weilt und uns führt. …
Alles geht vom Herzen Jesu aus, der beim letzten Abendmahl, am Vorabend Seiner Passion, Gott gedankt und Ihn gelobt hat. Damit hat Er, mit der Kraft Seiner Liebe, den Sinn des Todes verwandelt, dem Er entgegen ging. Dass das Sakrament des Altars den Namen „Eucharistie“, „Danksagung für die Gnaden“, erhalten hat, drückt gerade Folgendes aus: dass die Verwandlung der Substanz des Brotes und des Weines in den Leib und das Blut Christi jenes Geschenk ist, dass Christus von Sich selbst gegeben hat, das Geschenk einer Liebe, die stärker ist als der Tod, eine göttliche Liebe, die Ihn vom Tode auferstehen ließ.

Aus dem Herzen Christi, aus seinem ‚eucharistischen Gebet‘ am Vorabend Seiner Passion, quillt jene Dynamik, die die Wirklichkeit in eine neue kosmische, menschliche und historische Dimension verwandelt.
Alles geht von Gott aus, von der Macht Seiner einen und dreifaltigen Liebe. In dieser Liebe ist das Herz Christi eingehüllt. Deshalb gelingt es Ihm, Gott zu danken und zu ehren, selbst vor dem Geschehen des Verrates und der Gewalt, und auf diese Weise verwandelt Er die Dinge, die Menschen und die ganze Welt.“

Benedikt XVI. hat in seiner ersten Enzyklika „Deus Caritas est“ ausdrücklich auf das durchbohrte Herz Jesu Bezug genommen und zu einer Erneuerung der Herz-Jesu-Verehrung aufgerufen.

In der Pfarrkirche St. Peter wird am ersten Freitag im Monat um 18.00 Uhr das Herz-Jesu-Amt gefeiert, dem sich eine eucharistische Anbetung am Corporis-Christi-Altar anschließt mit Herz-Jesu-Litanei, Weihe an das Heiligste Herz Jesu und stillem
Gebet – verbunden mit der Bitte um Priester- und Ordensberufe.

Jeweils um 19.30 Uhr endet die Heilige Stunde mit dem Nachtgebet der Kirche, der Komplet, und dem eucharistischen Segen.
In der Feier und im Empfang der Eucharistie und im betenden Verweilen vor Ihm können wir immer wieder neu eintreten in die Liebe, die aus Seinem geöffneten Herzen ausströmt. Wenn wir das Herz Jesu verehren, anerkennen wir nicht nur voll
Dankbarkeit diese Liebe, sondern öffnen uns zugleich immer mehr für Seine Liebe. Der monatliche Herz-Jesu-Amt, am Abend verbunden mit der eucharistischen Anbetung und der Komplet, und das Corporis-Christi-Amt mit der eucharistischen Prozession am Donnerstagvormittag - beides will uns immer neu und immer mehr hinführen zu Ihm, dessen geöffnetes Herz unendliche Liebe verströmt…

Domkapitular Hans-Georg Platschek
Stadtpfarrer von St. Peter
Herzlich Willkommen in unserer Pfarrei St. Peter.