St. Sebastian

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Pfarreireise 2016 nach Burgund

„Deshalb hoffen wir auf eine baldige Fortsetzung.“ Mit diesem Satz endete der Bericht von der Pfarreireise im Weihnachtspfarrbrief
2015. Dank Reni Stocker ging dieser Wunsch prompt in Erfüllung. Die Studienreise führte diesmal nach Burgund im Herzen Frankreichs. Dieser liebliche, von Flüssen und Kanälen durchzogene Landstrich ist berühmt durch seine Stätten, welche an die seit Asterix allgemein bekannte Unterwerfung der Gallier durch die Römer erinnern, durch seine bedeutenden mittelalterlichen Pilgerkirchen und Klöster, die nach ganz Europa ausstrahlten, durch seine gefragten Weine oder den Senf von Dijon. Auch spielte Burgund unter seinen vier Großherzögen für ein gutes Jahrhundert eine wichtige Rolle in der europäischen Politik (nicht ohne Zutun von Frauen aus dem Hause Wittelsbach).
„Umara simme“, das heißt kurz vor 7 Uhr an St. Sebastian und kurz nach 7 Uhr am Neugilchinger Bahnhof, ging die Fahrt per Bus am Sonntag den 4. September los. Die 27 Teilnehmer (so viele, dass sich sogar der veranschlagte Preis etwas verringerte) konnten es sich in dem
50er-Bus gemütlich machen, wozu auch die beachtliche Getränkekarte an Bord beitrug. Der Fahrer war, wie schon sein Name Attila verriet, ein waschechter Ungar. Mit dabei war diesmal auch Pfarrer Franz von Lüninck, der Burgund von einem mehrmonatigen Aufenthalt schon gut kannte und das Ausschlafen dem Frühstück vorziehen sollte. Wer mochte, hatte sich schon mit dem Reiseführer, den jeder vorab bekommen hatte, auf die Reise vorbereitet.
Über Lindau, Bregenz und Basel gelangten wir zur Burgundischen Pforte und von dort schließlich – nach ca. elfstündiger Fahrt (samt Pausen)  – zu unserem ersten Hotel Le Relais Fleuri bei Avallon. Dort konnten wir die ersten drei Nächte in Bungalows (mit Park und Pool) verbringen, bei gepflegter Küche und der Feier des 81. Geburtstags einer Mitreisenden, die uns allen großzügig einen Kir spendierte.
Der zweite Tag brachte uns bei etwas Nieselregen zur romanischen Basilika Ste-Madeleine im nahe gelegenen Bergstädtchen Vézelay, einem eindrucksvollen Reiseauftakt. Von dort wanderten wir ein Stück bergab auf dem Jakobspilgerweg. Dann fuhr uns der Bus nach Auxerre, wo uns französische Kathedralgotik erwartete, aber auch eine karolingische Krypta. Angesichts der vielen Hausboote auf der Yonne geriet der uns schon von Südengland her bekannte Reiseleiter Peter Kotschwara ins Schwärmen, was uns die ganze Fahrt bei jeder passenden Gelegenheit begleiten sollte.
Die nächsten Tage, die nun bis zum Schluss sonnig waren, führten uns durch weite Täler und Weinberge unter anderem zur Baukunst der Zisterzienser (Fontenay) und der Cluniazenser (Cluny, Autun usw.), zu Wirkungsstätten der Großherzöge (Dijon, Champmol, Beaune), zum barocken Château de Bussy-Rabutin, zur romanischen Dorfkirche von Chapaize, in charmante Städtchen wie Semur-en-Auxois oder in die Bergsiedlung Brancion, oft auch vertieft durch einschlägige Museumsbesuche.
nicht zu kurz. Eine Weinprobe versteht sich von selbst. Zwei Picknicks mit allem Drum und Dran erfreuten nicht nur uns, sondern auch die vorbeifahrenden Franzosen. Die Teilnahme am Mittagsgebet in Taizé brachte eine Verschnaufpause.
Unseren Dank-und Abschiedsgottesdienst feierten wir in Paray-leMonial. Über Ottmarsheim im Elsass, einer willkommenen Dreingabe, ging es am 11. September zurück nach Gilching. Ich denke, die Reise war ihr Geld mehr als wert.
Lothar Altmann
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