St. Sebastian

Hochstift-Freising-Platz , 82205 Gilching, Telefon: 08105-8071, E-Mail: St-Sebastian.Gilching@erzbistum-muenchen.de
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Kirchenmusik

Kirchenkonzerte im Januar und Februar 2017

Zwei Kirchenkonzerte an 3 Terminen:
innerhalb von 6 Wochen gibt es wunderbare Musik in St. Sebastian. Wir laden herzlich ein!

  • Sonntag 08.01.2017 um 17 Uhr
    in unserer Pfarrkirche St. Sebastian
    Die Solisten Werner Grobholz (Violine), Christoph Probst (Violoncello) und
    Kirchenmusiker Markus Schwaiger (Orgel und Klavier) spielen Werke von Vivaldi, Haydn, Mozart sowie Rachmaninoff und andere.
    Der Eintritt ist frei, über eine Spende für die Kirchenmusik würden wir uns sehr freuen.
  • Sonntag 12.02.2017 und Sonntag 19.02.2017
    jeweils um 16.30 Uhr in unserer Pfarrkirche St. Sebastian
    hören Sie Vivaldi (Gloria in D), Haydn (Sinfonie Nr.41), Bach/ Gounod(Ave Maria) sowie de Victoria (Ave Maria) und andere mit unseren bekannten Solisten Cosima Baumer (Sopran), Michael Kleintz (Bass), Christoph Probst (Violoncello) und Konzertmeister Werner Grobholz zusammen mit dem Chor und Orchester der Pfarrgemeinde St. Sebastian unter der Leitung von Kirchenmusiker Markus Schwaiger.
    Der Eintritt beträgt 10 Euro, für Schüler ist das Konzert frei

MarkusSchwaiger2016

Verantwortlicher Kirchenmusiker

Seit 1997 ist Markus Schwaiger der Kirchenmusiker in der Pfarrei St. Sebastian. Er leitet die unterschiedlichen Chöre der Gemeinde und auch das Orchester.
Markus Schwaiger hat sein Studium zum Kirchenmusiker am Mozarteum in Salzburg absolviert. Außerdem verfügt er über ein abgeschlossenes Klavierstudium am Richard Strauß Konservatorium in München.
Mit seinem hohen musikalischen Können hat er sich als Dirigent zahlreicher Konzerte mit Chor und Orchester einen Namen gemacht. Darüber hinaus ist er als virtuoser Spieler und Improvisateur von Orgel und Klavier bekannt.

Chor, Musikgruppen und Orchester in der Übersicht

Kirchenchor

Der Kirchenchor verfügt mittlerweile über ein breites Repertoire.
Er singt Zyklen aus dem Barock (z.B. Händel), der Klassik (z.B. Mozart, Haydn) und der Romantik (z.B. C.Franck). Aber auch Bearbeitungen schöner Werke, die einem Chor nicht ohne weiteres zugänglich sind, (z.B. Ave Maria v. Caccini) gehören zu seinem Programm.
Der Kirchenchor singt v.a. an hohen Festtagen aber auch an Patrozinien oder Maiandachten. Darüber hinaus wird jedes Jahr ein Kirchenkonzert einstudiert und zur Vorführung gebracht.
Chorprobe ist immer am Dienstag von 20.00 Uhr bis 21.45 Uhr.
Neue Mitsänger und - sängerinnen sind in allen Stimmlagen sehr willkommen!
Kirchenkonzert2016

NGL-Band2016

Adoremus

- Band für Neugeistliche Musik
Seit Anfang 2016 gibt es auch wieder eine Band für neugeistliche Kirchenmusik unter der Leitung von Christoph Breig, die bei einzelnen Kommunionfeiern oder bestimmten Familiengottesdiensten zusammenkommt.
Bericht von Ende Oktober:
Mit fröhlichen Gesichtern und beschwingten Schritten verließen viele Gottesdienstbesucher am 30. Oktober den Familiengottesdienst. In einem kurzen Evangelienspiel war auf lebendige und allen Altersgruppen gut verständliche Weise die frohe Botschaft verkündet worden. Ganz besonders freuten sich alle über die engagierte und wohlklingende Mitgestaltung der Messe durch unsere Band für neugeistliche Musik, die erstmals mit ihrem neuen Bandnamen „Adoremus“zusammen kam. Viele der Lieder und Gesänge klangen noch lange in den Köpfen und Herzen vieler nach.
Monika Gleixner, Gemeindereferentin


CantaVita

CantaVita

- Vokalquartett
Das Vokalquartett hat sich im Kirchenchor St. Sebastian gesucht und gefunden: Michael Kleintz (Bass), Erich Lutz (Tenor), Claudia Bittmann (Mezzosopran) und Birgit Kaltenthaler (Sopran).
Es singt weltliche sowie kirchliche Lieder, mitunter auch kleine Messen – a capella oder mit Instrumentalbegleitung. Das Ensemble umrahmt mehrmals im Jahr die Gemeindegottesdienste musikalisch. Bei seinem Wirken möchte es die eigene Freude an der Musik zu den Zuhörern tragen.
CantaVita ist nicht nur als Quartett, sondern auch als Duett (Sopran und Mezzosopran) oder Terzett (mit Bass) zu Gelegenheiten wie Hochzeiten o. ä. zu hören. Kontaktaufnahme bitte über Claudia Bittmann, Tel. 08105-4940, E-Mail: Claudi.Bittmann@t-online.de

LaBand
Jugendchor
Der Jugendchor ist momentan gerade wieder im Entstehen.
Seine Probezeiten sind voraussichtlich jeden Mittwoch um 18 Uhr.
Hier unten gibt's den Flyer dafür zum Download:

Kinderchor

Es gibt den Kindergartenchor vom Kindergarten St. Sebastian.
Für größere Kinder gibt es Gelegenheiten zum Singen im Chor anlässlich von Projekten, wie z.B. Krippenspiel, Pfarrfest etc.

Orchester

Das Orchester, bestehend aus Streichinstrumenten begleitet den Chor bei Messen und Konzerten. Außerdem spielt es auch eigenständige Werke wie z.B. Symphonien von Haydn.
Proben sind grundsätzlich am Donnerstag von 20.00 Uhr bis 21.30Uhr jedoch nicht wöchentlich, sondern nach Bedarf. Neue Mitglieder sind stets willkommen!
 
Kontakt: Markus Schwaiger über das Pfarrbüro (Tel:  08105/8071)

Kirchenchorausflug an die Donau 2015

Nach Niederbayern in den Straubinger Raum  führte dieses Jahr der Ausflug des Kirchenchores  von St. Sebastian. Bei schönem Wetter lernten wir bei einer mit launigen Worten präsentierten, interessanten Stadtführung die  Stadt Straubing rund um ihren ansehnlichen   Stadtplatz kennen. Danach überquerten wir die Donau um auf den, durch seine Wallfahrt mit der Stangenkerze berühmten Bogenberg zu fahren. Im Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ genossen wir diese auf die Donau und weit ins Land hinein, wie auch ein schmackhaftes  Mittagessen. Danach waren wir gerüstet für die Wallfahrtskirche, die uns ein Pater näher erläuterte und in der wir auch einige Chorsätze zum Besten gaben. Die Zeit danach gehörte ausschließlich dem Vergnügen: Wir besuchten in Bach/Donau das Baierwein- Museum, erhielten dort eine Führung und ein
durchaus wohlschmeckendes Glas Weißwein aus Reben gekeltert, die in dieser Gegend an der Donau wachsen. Einen stimmungsvollen Abschied von der Donau erlebten wir danach auf dem Donaudamm im abendlichen Licht. Der schöne Tag, reich an Erlebnissen und Eindrücken, klang bei einem Abendessen in der Schlossschenke von Schloss Tunzenberg bei Dingolfing  aus.
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Eine Ära geht zu Ende

Benedikta Padberg hat zum letzten Mal auf der Orgel gespielt

Viel Wehmut, aber auch viel Dankbarkeit schwang bei der offiziellen Verabschiedung der langjährigen Organistin und Chorleiterin Benedikta Padberg am Samstag, 29. Oktober in St. Vitus mit, als sie zusammen mit vielen Weggefährten die verschiedenen Stationen ihres Lebens und Wirkens Revue passieren ließ:

Benedikta Padberg erblickte am 11. Januar 1931 als zweitjüngstes von insgesamt 13 Kindern des Ehepaars Wurm das Licht der Welt. Voller Hochachtung und Zuneigung denkt sie vor allem auch an ihre Mutter, der das große Kunststück gelungen ist, nach dem frühen Tod des Vaters – er starb bereits im September 1932 im Alter von 45 Jahren, das jüngste Kind war gerade einmal 12 Wochen alt – alle Kinder bei sich zu behalten und gleichzeitig die Gärtnerei am Leitenweg weiter aufzubauen. Alle kirchlichen Feste und auch der Sonntag wurde im Hause Wurm hoch gehalten, man zog sich fein an und deckte den Tisch schön. Auch wurden die Namenstage der Kinder stets gefeiert, der Geburtstag hingegen war unwichtig: „Manchmal wussten wir gar nicht genau wie alt wir eigentlich sind“, erzählt Benedikta Padberg. Um all diese Aufgaben bewältigen zu können nahm ihre Mutter zur Zerstreuung Zitherunterricht in der Rosenburg und auch die Kinder, die Interesse zeigten, durften ein Instrument erlernen. „So manche Musikstunde haben wir uns durch Botengänge, beispielsweise beim Milchholen, erarbeitet und auch sonst mussten wir Kinder in der Gärtnerei teilweise schon bereits vor der Schule und am Nachmittag sowieso fest mithelfen“ erinnert sich Benedikta „aber am Sonntag wurde bei schönem Wetter der Tisch in den Hof gestellt, die Instrumente wie Zither, Mandoline oder Geige wurden hervorgeholt und wir haben viel zusammen musiziert und gemeinsam gesungen“.
Mit elf Jahren sang Benedikta Padberg schon eifrig im Kinderchor in St. Vitus unter Schwester Castuline und als diese eines Tages zum kommunizieren nach unten ging, sagte sie zu der kleinen Benedikta: „Jetzt setz dich an die Orgel und spiel irgendetwas“. Als sie wieder auf die Empore zurückgekommen ist hat sie das Mädchen sehr gelobt für ihren Mut und hat ihr ein kleines silbernes, liebevoll aus einer Zündholzschachtel gebasteltes Gotteslob geschenkt, das Benedikta Padberg auch heute noch hoch in Ehren hält.
Zu dieser Zeit musste noch der Blasebalg der Orgel getreten werden und wenn eines der dazu abgestellten Kinder dies nicht ordentlich verrichtete, dann hat die Orgel schon recht „gejault“.
Nach acht Jahren Volksschule und zwei Jahren Berufsschule durfte Benedkita Padberg sogar zwei Semester am Händel-Konservatorium studieren nachdem ihr damaliger Klavierlehrer Herr Horn, seines Zeichens Kapellmeister des Vier-Jahreszeiten-Hotels in München, ihre Mutter dazu überredet hatte; anschließend besuchte sie noch die Orgelschule Steinberger. Doch dann wurde sie wieder zu Hause in der Gärtnerei benötig. In dieser Zeit hat das junge Mädchen schon immer an der Orgel von St .Vitus ausgeholfen.
Ganz allmählich hat sich dann jedoch eine Romanze mit dem aus München an den Ressweg gezogenen Franz Padberg angebahnt, 1956 wurde schließlich in Maria Eich geheiratet und das Paar zog gemeinsam sieben Kinder groß, viele Jahre davon in dem Haus in der Kirchgasse des Gilchinger Altdorfes.
Auch in ihrer eigenen Familie hatte die Musik einen großen Stellenwert, ihr Mann spielte Cello, jedes Kind durfte ein Instrument erlernen, es wurde viel Hausmusik gemacht.
1970 kamen dann der Lehrer Hauschild und der Gilchinger Pfarrer auf die junge Mutter mit der Bitte zu, den Kirchenchor zu leiten. Sie ließen ihr eigentlich keine Wahl, denn würde sie nicht einwilligen, wäre es mit der Kirchenmusik in St. Vitus vorerst vorbei, so die beiden Herren. Und so übernahm „übergangsweise“ Ehemann Franz am Sonntag das Kochen und Benedikta den Chor. Doch bald darauf kamen der Kinder- und der Jugendchor dazu und sie spielte die Orgel nicht mehr nur in St. Vitus, sondern auch in St. Sebastian und in St. Nikolaus. Benedikta war immer mit dem Fahrrad unterwegs, immer hat es pressiert – von einer Messe zur nächsten. Und daneben ein ganz normales Familienleben mit sieben Kindern. Einmal war sie gerade beim Kuchenbacken, als sie merkte, dass sie fast zu spät zu einer Beerdigung kommen würde; schnell zog sie sich den Mantel über und fuhr mit dem Rad nach Argelsried zum Orgelspielen. Der Anblick ihrer mehlbestäubten Schürze erheiterte den Chor damals schon sehr.

Überhaupt war das mit der Pünktlichkeit nicht immer ganz so einfach für Benedikta Padberg, aber als sie sich eines Tages bei Pfarrer Hoch dafür entschuldigen wollte, dass sie wieder einmal zu spät in die Kirche zum Orgelspielen gekommen war, entgegnete dieser: „Dikta, wenn mia zwoa net do san, geht Kirch net o“.
In den siebziger Jahren bekam Benedikta Padberg eine spezielle, damals einzigartige „Orgelbrille“ bei welcher der Leseschliff oben angebracht war. Nur leider hat sie diese Brille oftmals zuhause vergessen, dann hat sie eben die vorgegebenen oder auch einmal andere, ebenfalls passende Lieder auswendig gespielt.
Ihr ganzes Talent musste sie in dem Winter unter Beweis stellen, in welchem sie kurz vor Weihnachten im Kirchweg auf dem Weg zur Messe gestürzt war und sich die linke Hand gebrochen hatte. Erst wurde noch die Orgel gespielt, dann in der Nacht die Hand im Seefelder Krankenhaus geschient. Und an Weihnachten hat sie mit der rechten Hand und ganz viel Pedalarbeit alles so ausgeglichen, dass keiner der Anwesenden einen Unterschied bemerken konnte. Unvergesslich sind ihr aus dieser Zeit unter anderem die schönen Weihnachtskonzerte mit dem Kirchenchor.
Besonders viel Freude bereitete ihr seit vielen Jahren die Singgruppe Padberg, einige der jungen Frauen singen bereits seit ihrer Erstkommunion bei Frau Padberg. Für sie ist die St. Vitus-Kirche praktisch die Heimatkirche, hier haben sie unzählige schöne musikalische Gottesdienste gestaltet, Konzerte gegeben oder Hochzeiten und Beerdigungen bereichert.
Doch gerade an Heilig Abend war es immer ganz schwierig Musiker und Sänger zu bekommen, da hat sie dann oftmals Hr. Hartmann mit seinem Klarinettentrio bei der Einstimmung und beim Weihnachtsgottesdienst mit unterstützt, gemeinsam mit einer kleinen, aber feinen Gruppe von Chorsängerinnen.
Eigentlich ist sie stets mit all den vielen Pfarrern, Kaplänen und Mesnern unserer Pfarrei gut ausgekommen, doch so ein kleines bisschen ziviler Ungehorsam brachte so manch einen jungen Kaplan aus dem Konzept, doch die Kirchenbesucher liebten sie dafür. So zum Beispiel, wenn sie am ersten Weihnachtsfeiertag in Geisenbrunn, entgegen ausdrücklicher Anweisung, nachdem sie den Auszug des Priesters abgewartet hatte dann doch noch das „Stille Nacht, Heilige Nacht“ gespielt hat.
Gerne denkt sie auch an die vielen Silvester zurück, an den sie Jahr für Jahr Punkt Mitternacht das „Halleluja“ von G. F. Händel in der St. Vituskirche gespielt hat und vom Oberdorf die Bauern dazukamen und man anschließen gemeinsam für ein gutes neues Jahr gebetet hat.
Seit ersten Juli hat das Ehepaar Padberg nun aus gesundheitlichen Gründen das Haus im Altdorf gegen ein schönes neues Domizil mitten im Zentrum von Gilching getauscht und wenn es ihre Gesundheit zulässt, so möchte die rüstige Dame auch weiterhin mit ihrer Rentnerband, dem „Gilchinger Salonensemble“, kleine Hauskonzerte geben.
Die Familie, die Musik und der Glaube sind ihr Lebenselixier und ihr Halt in allen Höhen und Tiefen, die ein so langes Leben mit sich bringen und ein großer Wunsch von Benedikta Padberg ist es, dass es auch weiterhin der Kirchenmusik gelingt junge Menschen in Gilching zum Mitmachen und Mitsingen zu begeistern.
Und so ließ sie mit ihren federleichten Händen zum Abschluss ihres Abschiedsgottesdienstes noch einmal ein von Herzen kommendes „Großer Gott wir loben dich“ erklingen.
Nicola Sedlmair, Pfarrgemeinderat