Stadtkirche Bad Aibling

Maria Himmelfahrt (08061/93280) und St. Georg Bad Aibling (08061/497590), St. Jakobus Willing, Heilig Kreuz Berbling

Wir schauen zurück - 2017

Rückblick

Inhalt

Ostern - das Fest des Lebens!
Heiliges Grab in Willing
Pessachmahl in der Großen Woche
Palmsonntag in St. Jakobus
Indienreise mit Pater Baltasar
Der Versöhnungsweg in St. Georg

Ostern - das Fest des Lebens!

In den drei Pfarrkirchen (St. Georg, St. Jakobus und Heilig Kreuz)  in unserer Stadt wurden wieder die drei Österlichen Tage - das Abendmahl Jesu am Gründonnerstag, die Liturgie am Karfreitag und als Höhepunkt die Feier der Auferstehung Jesu festlich begangen. Am Ende dieser Gottesdienste am Abend bzw. am frühen Morgen  bekam jeder Teilnehmer als Zeichen des Lebens mit dem Wunsch: Frohe Ostern! eine Tulpe überreicht.  Der Kinderkreuzweg in Willing sowie der Familienkreuzweg nach Thann am Todestag Jesu fanden großen Anklang.  Am Ostertag waren die Kinder zu einem besonders gestalteten Familiengottesdienst geladen. In den Abendloben in St. Sebastian und in St. Jakobus klang mehrmals das österliche Halleluja nach. Der Ostermontag stand im Licht besonderer Festgottesdienste: in Heilig Kreuz Berbling mit der Orgelsolomesse von W.A. Mozart, dargeboten von der Chorgemeinschaft Willing-Berbling, anschließend in St. Georg die von Fridolin Limbacher umgestaltete Vivaldimesse mit der Chorgemeinschaft Bad Aibling. Ostern - das christliche Fest des Lebens! Halleluja!
Ostern17011
Ostern17021

Heiliges Grab in Willing

Wir danken wieder allen, die das Heilige Grab in Willing aufgebaut und so festlich geschmückt haben.

Am Vormittag des Karfreitags kamen in dem sehr gut besuchten Kinderkreuzweg auch viele Erwachsene. An sechs Stationen des Weges mit Gabriele und Bernd hörten wir Bibelworte, deuteten diese mit Symbolen, beteten und sangen, zusammen mit dem Willinger Kinderchor.  Abschluss war dann das Heilige Grab in unserer Kirche - an dem wir bereits ein wenig auf Ostern vorausschauten.

In der Karfreitagsliturgie am Nachmittag wird an entsprechender Stelle der Passionsgeschichte unser "Wetterkreuz" in die Kuppel des Grabes nach oben gezogen. Später, erst nach der Kreuzverehrung, beim Schluss der Passionserzählung - der Grablegung Jesu - wird das Heilige Grab mit dem Leichnam Jesu geöffnet. Danach beten wir normalerweise den Andachtsteil im GL unter der Nummer 684.4: "Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt". Dann setzen wir die Karfreitagsliturgie fort.

In der Osternacht wird während des Evangeliums an entsprechender Stelle das "Leere Grab" geöffnet und eine "Christusfigur als Auferstandener" in die Kuppel hochgezogen. Ein festliches Osterlied folgt darauf als unsere Antwort.

Und noch eine weitere Besonderheit. Das Heilige Grab Jesu - jetzt ohne Korpus und leer - bleibt bis über den Weißen Sonntag hinaus stehen. Die österlich festliche geschmückte Kirche, die brennende Osterkerze, Kerzen vor dem österlichen Christus und dazu noch festliche Musik laden alle Besucher/Innen zum Staunen, Innehalten und zum Beten ein. Denn: "Christus ist erstanden, halleluja!"
Grab17011
Grab17031
Grab17021

Unser Pessachmahl in der Großen Woche

In unterbrochener Folge - diesmal zum 22. Mal - feierten wir als Stadtkirche am Dienstag vor dem Gründonnerstag im Pfarrheim von St. Jakobus Willing mit Diakon Schmitz die Pessach-Haggada, so wie sie auch Jesus vor seinem Leiden und Sterben mit seinen Freunden gefeiert hat und dabei dem Brot und Wein eine weitere Bedeutung zugewiesen hat. Zur Einstimmung gaben uns Gabriele von Reitzenstein und Andreas Mennel förderliche Hinweise zum Verstehen der Feier. Nach dem Gebet zur Händewaschung wurden als äußeres Zeichen der inneren Bereitschaft allen Teilnehmern die Hände gewaschen und das "Shalom" zugesprochen. Der festlich zubereitete Saal des Sederabends war mit 34 Personen bis zum letzten Platz besetzt. Leider konnten auch diesmal nicht alle zum Zug kommen. Diakon Schmitz als Hausvater begrüßte seine Gäste, er entzündete die Kerzen der Menora, sprach den Lobpreis über das Licht, anschließend den Lobpreis über das Fest. Es erfolgte in sieben Schritten - abwechselnd von verschiedenen Personen gelesen - die alttestamentliche Erzählung vom Auszug des Volkes Israel, die Haggadah. Eine Befreiungstat Gottes, die jeder von uns in seiner Weise schon erfahren hat. Darauf folgte die Klärung der Begriffe "Pessach", "Mazzen"  "Grüne Kräuter", "Bittere Kräuter" und "Charoseth", die nacheinander auch gegessen werden. Vier Becher Wein bzw. Traubensaft werden an bestimmten Stellen der Feier getrunken. Beim Hallel, dem Großen Dankgebet für die Befreiung und dem Feierlichen Segnung der Speisen wird das Mazzenbrot und das Pessach-
lamm gegessen. Nach dem Verzehr aller Speisen in Stille und mit Bedacht folgt vor dem Schluss-
segen das Hallel, mit mehreren Dankliedern für dieses Fest, immer unterbrochen von entsprechen-
den Gesängen, die durch eine Schola unter der Leitung von Leonhard Eisner sehr ansprechend  mitgetragen wurde. Dieses rituelle Mahl ließ uns erahnen, wie Jesus damals das Abschiedsmahl mit Freunden feierte und welche neuen Bedeutungsinhalte er diesem Mahl gab. Ein sehr beeindrucken-
der Abend ging wieder einmal zu Ende.

Palmsonntag in St. Jakobus

Die Karwoche begann mit der Segnung der Palmzweige am Kriegerdenkmal in Willing bzw. im Hof der St. Georgs-Schule. Viele Kinder waren mit ihren Palmbuschn gekommen. In einer kurzen Prozes-
sion ging es dann zum Gottesdienst. Heute stand die Passionsgeschichte des Matthäus im Mittel
punkt. In St. Georg feierten die Kinder parallel zum Gemeindegottesdienst im Pfarrsaal den Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem.
Palm17011
Palm17031
Palm17021
Palm17041

Indienreise mit Pater Baltarayu

Große Moschee Delhi
Im Fort Amber
Palast der Winde, Japur
SonnenaufgangGanges
Eingangsbereich Tempel Amritsar
Taj Mahal in Agra
Bootfahrt am Ganges, Varanasi
Empfangsplakat
GottesdienstIndien
Auf Entdeckungsreise zu den Juwelen Indiens
Zu einer Informationsreise nach Indien hat sich eine Gruppe der Stadtkirche Bad Aibling auf den Weg gemacht. Nach einem Zwischenstopp in Dubai wurde das erste Ziel in Nordindien, die Hauptstadt Neu-Delhi angeflogen. In Alt-Delhi besuchten wir die größte hinduistische Tempelanlage aus rosafarbigen Sandstein sowie die Jama Masjid, eine Moschee aus dem Jahre 1658. Ein Pflichtbesuch ist das Raj Ghat mit dem Denkmal, das Mahatma Gandhi gewidmet ist.
Am nächsten Tag mussten wir früh aufstehen, denn eine Zugfahrt nach Amritsar stand auf dem Programm. Der dortige Goldene Tempel ist das höchste Heiligtum der Sihks. Der mit Blattgold verzierte Tempel mit der großen Kuppel und den kleinen Minaretts lässt im Morgenlicht eine märchenhafte goldene Pracht erkennen.
Die pulsierende Hauptstadt von Rajasthan, Jaipur; war das nächste Ziel. Das Fort Amber sowie der Hawa Mahal (Palast der Winde) standen auf dem Besichtigungsprogramm. Bevor wir Agra erreichten, machten wir einen Abstecher nach Fatehpur Sikri, die verlassene, überaus faszinierende Stadt, erbaut vom Mogulkaiser Akbar 1569 und bereits nach 15 Jahren wegen Wassermangel wieder verlassen.
Das Highlight jeder Indienreise ist das Taj Mahal in Agra. Dieses Grabmal in unvergleichlicher Vollkommenheit und Schönheit erlebten wir bei grandiosem Wetter. Weiter ging es mit dem Flugzeug nach Varanasi. Sie ist die wichtigste der sieben heiligen Städte der Hindus und eine der ältesten Städte der Erde. Früh morgens, bei einer Bootsfahrt auf dem Ganges erlebten wir das einmalige Farbenspiel des Sonnenaufgangs.
Auf dem Programm stand auch der Besuch eines katholischen Priesterseminars. In einfachsten Verhältnissen studieren junge Männer Theologie, um die Priesterweihe empfangen zu können und auf das Leben als Seelsorger vorbereitet zu sein.
Als letztes Ziel wurde Hyderabad im Süden besucht. Auch in dieser Drei-Millionen-Stadt sind Glanz und Armut dicht beieinander. Von den unterschiedlichsten Religionen geprägt, spiegeln die farbenfrohen Bazare, engen Gassen und kleinen Straßenständen ganz Indien wieder. In aller Frühe, nach der täglichen Morgenlaudes, ist die Gruppe aufgebrochen um mit dem Bus das weit entfernte Dorf von Pater Baltarayu zu besuchen, in dem er geboren und aufgewachsen ist. Nach dem herzlichen Empfang hat die bayerische Pilgergruppe gemeinsam mit der indischen katholischen Kirchengemeinde lebendig und harmonisch Eucharistie gefeiert. Anschließend zeigten Dorfkinder stolz ihre Schule und das Waisenhaus, das von kath. Schwestern der Hl. Familie geführt wird. Nach einem Rundgang durch das Dorf hatte die Familie von Balthasar zum Mittagessen geladen. Unter dem schattigen Zeltbaldachin wurde die Reisegruppe aufs Beste mit indischen Nationalgerichten bewirtet.
Nach sehr gut organisierten Reisetagen, mit vielen Eindrücken, herzlichen Begegnungen und bunten Erinnerungen ist die ganze Pilgergruppe wieder wohlbehalten in München bei kühlen Temperaturen angekommen.
Werner Weinbacher
Gruppe vor Taj Mahal

Der Versöhnungsweg in St. Georg

An verschiedenen Stationen des Versöhnungswegs, der während der Fastenzeit 2017 um die St. Georgskirche angelegt worden war, konnte ich über die Gestaltung meines Lebens nachdenken. Dazu halfen Karten zum Mitnehmen, Schriftworte zum Meditieren sowie die Möglichkeit, Em-
pfindungen und Gedanken festzuhalten.  Schließlich gab es am Ende des Wegs die Möglichkeit, sich in einer zurückzuziehen. In Stille konnte ich eine Gottesbegegnung suchen und finden, wobei mir während dieser zeit verschiedene große Bilder von Christiane Seitz dazu den Weg wiesen. Auch ich war eingeladen, die mir von Gott geschenkte Lebenszeit dankbar zu betrachten. Dieser Versöhnungs-
weg war auch die Einladung, über eigene Schwächen und Fehler nachzudenken und vor unseren barmherzigen Gott zu legen. Ein neuer Weg, ein Heilungsweg auf Ostern zu konnte beginnen. Dafür bin ich sehr dankbar.
Dass unsere Seelsorger zu bestimmten Zeiten anwesend und für persönliche Aussprachen  zur Verfügung standen, verdient großes Lob.  Nur schade, dass so Wenige davon Gebrauch machten.
Versöhnungsweg1
Versöhnungsweg3
Versöhnungsweg2
Versöhnungsweg4