CHORGEMEINSCHAFT BAD AIBLING

Singen ist gesund und hält fit!

Bach-Mendelssohn-Konzert

21. Mai 2009

Plakat Bach-Mendelssohn 2009


OVB - Kultur - 28. Mai 2009

Dynamisch bewegtes Zwiegespräch
von Raphaela Hinterberger

Chorleiter Konrad Liebscher hatte das Programm für sein sakrales Konzert in der Bad Aiblinger Pfarrkirche Maria Himmelfahrt klug gewählt, indem er drei Werke des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy mit zwei Bach-Kantaten einrahmte.
Zu Beginn forderte Sopranistin Dagmar Gareis mit ihrem sehr hellen, sicher geführten Sopran dazu auf «Gott in allen Landen zu jauchzen» (Kantate Nummer 51). Dabei sorgte Liebscher mit seinem agilen Orchester stets für das richtige künstlerische Fundament. Im Anschluss an Mendelssohn-Bartholdys lobpreisendes, volltönendes «Te Deum laudamus», ging die Sopransolistin bei der Hymne «Hör mein Bitten» mit den Chorsängerinnen einen inniglichen Dialog ein, den das Orchester facettenreich unterstützte.

Zart schwingend mutete hierauf Mendelssohn-Bartholdys A-Capella-Stück für achtstimmigen Chor «Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir» an. Strahlende Trompetenklänge eröffneten mit einem gut akzentuierenden Chor hierauf Bachs Kantate 172 «Erschallet, ihr Lieder», in welcher Solist Martin Hörberg mit seinem profunden Bass hervorstach, allerdings in den Höheren Lagen bisweilen etwas flach wirkte. Straffes, phrasenbezogenes Durchhaltevermögen bewies Tenor Richard Eschlbeck bei der tiefsinnigen vierten Arie «O Seelenparadies». Abgesehen von gelegentlichen «Kiksern» in der hohen, nicht immer ausreichend gedämpften Lage, lieferte Eschlbeck eine sehr ansprechende Leistung.

Gemeinsam mit Dagmar Gareis erflehte so dann die sympathische Altistin Ursula Bommer im dynamisch bewegten Zwiegespräch den «sanften Himmelswind, der durch den Herzensgarten wehen solle». Voller Ehrfurcht beschlossen die Chormitglieder schließlich die Bachsche Kantate mit dem gefühlvollen Choral «Von Gott kömmt mir ein Freudenschein», der wirklich ein Gefühl der Wärme und Geborgenheit verbreitete.

Das gut besuchte Konzert ging mit Mendelssohn-Bartholdys Komposition «Jauchzet dem Herren, alle Welt» schwungvoll zu Ende. Die einzelnen chorischen Stimmen griffen hierin nicht zuletzt dank Liebschers bewusstem, fundiertem Dirigat stimmig ineinander.

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