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Chorausflug 2014

Chorausflug
Chorausflug 2014 zu Pfarrer Pawel Idkowiak und nach Wasserburg

Am Sonntag vor Martini hatte der Kirchenchor Kammer seinen alljährlichen Ausflug. Pünktlich um viertel nach acht Uhr ging's mit Franz Fuchs und seinem 28-er, vollbesetzten Bus zunächst mal los – alle Chormitglieder waren diesmal dabei – in Richtung Haag. Ziel war dort die Kirche Maria Himmelfahrt, in der unser ehemaliger Kaplan Pawel Idkowiak seit 2012 als Pfarrer schaltet und waltet. Chorleiterin Martha Hadulla hatte zusammen mit der dort verantwortlichen Kirchenmusikerin Marie-Therese Klein im Vorfeld vereinbart, dass wir in dieser Kirche nicht nur einen von Pawel zelebrierten Gottesdienst besuchen, sondern diesen auch mit der Missa brevis in F von Valentin Rathgeber mitgestalten.
Gleich nach der Ankunft in diesem schönen, gepflegten Gotteshaus gab's für uns Einsingen und eine kurze Probe mit Frau Klein, die uns auf der Orgel begleitete. Das gelungene, auf Anhieb harmonische Miteinander von Orgel und Chor zeigte, dass hier mit unsrer Martha und Frau Klein einfach Musikprofis am Werke waren. Zum Abschluss des Gottesdienstes überreichten wir an Frau Klein eine Originalpartitur des Liedes „Gott hat seinen Engeln befohlen“ von Wolfram Menschick, das der Organistin aus unserem Repertoire ganz besonders gefallen hat.
Danach haben wir Pfarrer Pawel die Grüße unsrer Pfarrei übermittelt und unser Treffen fotografisch verewigt. Anschließend stand Mittagessen auf dem Programm. Der Vorschlag von Pawel Idkowiak, ins Bistro Valentino zu gehen, war ein Volltreffer! Geschmacklich hervorragend, reichlich, preiswert ...! Diese Adresse ist jedermann schon fast bedenkenlos zu empfehlen.
Im Anschluss begleitete uns Pawel noch ans Grab vom ehemaligen Kammerer Pfarrer Johann Rott. Nachdem wir dort gemeinsam ein Gebet gesprochen hatten, nahmen wir Abschied von Pawel – bis auf ein nächstes Mal – und es ging weiter mit unserem "Büslein" in die altehrwürdige Salz- und Handelsstadt Wasserburg, wo eine Führung durch die noch außerordentlich gut erhaltenen, mittelalterlichen Gemäuer dieses ehemaligen Zentrums bayerischer Handelstradition wartete. An der Stelle wurden wir nicht nur mit der jahrhundertealten Baukunst vertraut gemacht, sondern auch in mittelalterliche Bräuche, wie die  "Bäckertaufe" eingeweiht. Dabei tauchte man nämlich Meister dieser Zunft, die es mit der Qualität ihrer Produkte nicht so genau nahmen, gehörig in die nahen Innfluten – bis ihnen Hören und Sehen verging. In diesem Zusammenhang hoffe ich nur, dass dieser Brauch nicht in ähnlicher Weise wieder für Kirchenchöre eingeführt wird, sollte mal einer unserer vielen Töne nicht ganz stimmen!
Nach einem kurzen, gemütlichen Aufenthalt im Café Obermeier bei Kaffee und Kuchen "sattelten wir abermals die Hühner" in Richtung Kammer-Rettenbach. Hier nahmen noch einige der Sangesbrüder/-schwestern die Gelegenheit wahr, einen lauschigen Nachratsch beim Jobst Benno auf diesen durchaus gelungenen Chorausflug zu genießen.
Ich selbst bin ja noch nicht sehr lange bei unserem Kirchenchor und – ehrlich gesagt – damals aufgrund einer Einladung eher der Notwendigkeit und Gutmütigkeit folgend beigetreten. Das Resultat ist, dass ich mir damals nie vorstellen konnte, dass ein Kirchenchor so ein "lieber, angenehmer, zünftiger Haufen" sein könnte. Ich bin – obwohl einer völlig anderen, zeitgemäßen Musikrichtung entstammend – total gern beim Kirchenchor Kammer.
Vielleicht gäb's im Dorf noch ähnliche Kandidaten wie mich?
 
Herbert Ertl