Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Beispiele und Ideen für "Gemeinsam Kirche sein" in Zeiten von Corona

MAIANDACHTEN UND FLURUMGÄNGE

In der Woche, in der das Fest Christi Himmelfahrt (21. Mai) liegt, finden traditionell Flurumgänge statt. Zudem ist der Mai der Marienmonat, in dem traditionell Maiandachten gefeiert werden. Alle diese religiösen Feiern werden in Zeiten von Corona in einem anderen Rahmen stattfinden, unter strengen Auflagen oder zu Hause im Kreis der Familie, ganz im Sinne der Hauskirche und des Leitworts: "Jeder Getaufte und Gefirmte darf und soll auch segnen und so zum Segen für andere werden." Auf diesen Seiten stellen wir einige Beispiele vor, die uns bekannt sind. Gerne nehmen wir weitere Ideen und Hinweise auf: [Mail]

Wettersegen - Beten für die Schöpfung und für unsere Lebensgrundlagen

In den meisten Gegenden, vor allem in den ländlichen Gemeinden, wird vom Fest des Evangelisten Markus (25. April) bis zum Fest Kreuzerhöhung (14. September) für das Gedeihen der Feldfrüchte gebetet. Aufbauend auf den traditionellen Gebetsanliegen können wir auch für die Bäuerinnen und Bauern beten, die unter den schwierigen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft gesunde Lebensmittel erzeugen und sich dabei für das Tierwohl und den Schutz der Böden, des Wassers und der Wälder engagieren. Auch die bedrohten Arten und den Klimaschutz können wir in unser Gebet aufnehmen. Die Sorge um unsere natürlichen Lebensgrundlagen und um das tägliche Brot für alle und die gegenseitige Fürbitte sollte für alle Pfarreien in Stadt und Land ein Anliegen sein. Der Wettersegen kann aber, nicht nur in der Corona-Krise, auch daheim gemacht werden. Jeder Getaufte und Gefirmte darf und soll auch segnen und so zum Segen für andere werden.

[Wettersegen Pfarrei München-Moosach, Vorschlag von Pfarrer Martin Cambensy | PDF]


Maiandachten trotz Corona

Für die katholische Kirche beginnt am 1. Mai der Marienmonat, in dem traditionell Maiandachten gefeiert werden. Maiandachten werden 2020 in Zeiten von Corona in einem anderen Rahmen stattfinden müssen als in den vergangenen Jahren. Seit dem 4. Mai dürfen zwar in Bayern wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden, allerdings unter strengen Auflagen.

  • Wer Maiandachten gerne für sich alleine oder im Familienkreis daheim abhalten möchten, für den hat der Katholische Deutsche Frauenbund in Bayern Beispiel und Ideen gesammelt. [Weiter]

  • Die Abteilung Weltkirche der Erzdiözese München und Freising hat eine Maiandacht unter dem gemeinsamen Jahresthema „Frieden“ der Hilfswerke herausgebracht. [Weiter]


Weitere Anlässe für Andachten

  • Im Kirchenjahr 2020 stellen die weltkirchlichen Hilfswerke Adveniat, Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Misereor, Renovabis und missio ihre Jahresaktionen unter das Leitwort „Frieden leben“. Die Andacht zum Friedenskreuz 2020 lädt ein, in der aktuellen Situation besonders an die Menschen zu denken, die nicht nur unter der Pandemie, sondern auch unter Krieg und Gewalt leiden. [Weiter]

  • Seit 25 Jahren gibt Renovabis eine eigene Pfingstnovene heraus, die sich für das persönliche Gebet ebenso wie für das Gebet in kleinen Gruppen eignet: [Weiter]


Flurumgang

Feldersegnung am Ostersonntag
Nach dem Oster-Mittagessen war es früher Brauch, dass sich die Bauersfamilien zum Felderumgang aufmachten, zur Weihe und Segnung der Felder, um so für eine gute Ernte zu bitten. Dieses Ritual kann von Familien auch heute aufgegriffen werden: in der Zeit um Christi Himmelfahrt einen Flurumgang machen, für die Bäuerinnen und Bauern beten, die unter den schwierigen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft gesunde Lebensmittel erzeugen und sich dabei für das Tierwohl und den Schutz der Böden, des Wassers und der Wälder engagieren. Auch die bedrohten Arten und den Klimaschutz können wir in unser Gebet aufnehmen - in der Sorge um unsere natürlichen Lebensgrundlagen und um das tägliche Brot für alle und als Ausdruck der gegenseitigen Fürbitte. [Zeitreise mit BR24]