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Lecker und nachhaltig Familie Schmid besucht den Foodtrailer "Speisewagen" auf dem Domplatz in Freising

Wer denkt, während der Umbauarbeiten am Domberg in Freising gäbe es dort nichts zu entdecken, der irrt sich. So wartet das Kardinal-Döpfner-Haus aktuell mit einem ganz besonderen Highlight für Gäste des Dombergs auf – einem Speisewagen. Familie Schmid ist einmal nach Freising gefahren, um zu testen, was der Foodtrailer zu bieten hat. Ob das Angebot überzeugen konnte, lesen Sie in der kleinen Lokal-Kritik von Karsten Schmid.
speisewagen am domberg in freising
Einladend sieht er aus - der Speisewagen am Domberg in Freising. (Foto: Schmid)
Es ist ein trüber, nicht besonders warmer Montagabend - kein typisches Biergarten- oder Open Air-Wetter. Außerdem ist es bereits 18.30 Uhr als meine Familie und ich den Domberg in Freising hinaufgehen. Umso erstaunter bin ich, als wir den Hof betreten und doch einige Menschen an den Tischen, die rund um den Speisewagen und vor der Kirche aufgebaut sind, sitzen. Es sieht einladend aus: moderne Lounge-Möbel aus Paletten mit dunklen Polstern – erstaunlicherweise passen sie sehr gut zu dem alten, ehrwürdigen Domgemäuer. Es gibt Tische mit Barhockern und Ecken, in denen man sich richtig gemütlich hinsetzen kann. Gleich in der Nähe: der Speisewagen, in dessen glänzender Metalloberfläche sich die Domtürme spiegeln.
 
„Selbstgemachter Käsekuchen im Glas“ steht da als Tagesangebot auf einer Tafel. Klingt lecker, aber wir haben richtig Hunger und ziehen erstmal etwas Deftiges vor. Nicht immer ist die Auswahl für eine Vegetarier-Familie wie uns an einer „Imbissbude“ groß – der Blick auf die Schiefertafeln des Speisewagens am Domberg sorgt aber gleich für entspannte Gesichter. Meine Frau wählt die Tortellini mit Gemüsefüllung in Gorgonzola Soße, ich studiere erstmal genau, welche Burger es hier gibt. Das Fleisch sei natürlich aus artgerechter Tierhaltung, erklärt mir die Bedienung freundlich, nämlich von Strohschweinen. Da muss ich als Nicht-Fleischesser sogar nachfragen, was das ist. „Na, ganz einfach, die Schweine stehen nicht auf Gittern oder Beton, sondern mitten im Stroh“, erklärt mir die Dame geduldig. Ein weiterer Pluspunkt, denn der Speisewagen am Dom legt sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit – schöpfungsbewusst eben.

Regionalität und nachhaltige Herkunft sind beim Speisewagen wichtig

Ich entscheide mich trotzdem für den vegetarischen Burger. Die Kinder wählen, einfallsreich wie immer: Pommes. Wir setzen uns hin und genießen den Blick auf die Domtürme, während die Bestellungen frisch zubereitet werden. Die Kinder nehmen einen Schluck ihrer Bio-Apfelschorle, wir hingegen erfrischen uns mit dem ortsansässigen Weihenstephaner Radler. Man merkt: Der Speisewagen legt höchsten Wert auf regionale und biologische Produkte.
 
Nach wenigen Minuten können wir Burger, Nudeln und Pommes abholen. Das Urteil unseres wählerischen Sohnes, der ein echter Pommes-Spezialist ist, fällt positiv aus: „Super. Außen total knackig, innen weich“, sagt unser Zehnjähriger. Seine jüngere Schwester lobt Mayonnaise und Ketchup. Beides ist Bio und schmeckt offensichtlich tatsächlich besser als von Fast-Food-Ketten oder Supermärkten. Besonders beeindruckt sind die zwei davon, dass ihnen die nette Bedienung im Imbisswagen vorher mitgeteilt hat, sie dürften davon natürlich so viel nehmen, wie sie wollen und jederzeit nachholen. Und logischerweise müssen Pommes in Ketchup und Mayo schwimmen, wenn es richtig gut schmecken soll.
 
Mein Burger ist etwas ganz Besonderes – kein Wabbel-Brötchen, sondern eine Vollkornsemmel, die super zu dem saftigen Grünkern-Bratling passt. Der Preis ist mit fünf Euro fair, die Semmeln stammen aus einer Bäckerei aus Hallbergmoos. Auch die Tortellini in der nicht zu kräftigen, aber doch deftigen Gorgonzola-Soße schmecken gut und sind liebevoll mit Kräutern garniert.

Nachtisch geht immer – bei Zufallsbesuchern und Stammgästen gleichermaßen

Käsekuchen im Glas
So lecker sieht er aus - der Käsekuchen im Glas. (Foto: Schmid)
Eigentlich sind wir von den ausgewählten Speisen schon recht gesättigt. Aber etwas Süßes geht irgendwie immer, oder? Wir nehmen einen selbstgebackenen Bio-Schoko-Cookie, der genau die richtige Konsistenz und laut unserer Kinder das „ideale Schokostückchen-Teig-Verhältnis“ hat.

Wir entscheiden uns für den Käsekuchen im Glas, der uns schon anfangs aufgefallen ist. Der Butterkekskrümel-Boden schmeckt fast ein bisschen weihnachtlich, darüber eine dicke, kräftige Frischkäse-Schicht und darauf Erdbeersoße und frische Erdbeeren. Letztere stibitzt unsere Tochter weg.
Das, was uns bleibt, ist cremig, nicht zu süß aber so üppig, dass es gut ist, dass wir nur einen genommen haben. Der Käsekuchen war sehr ansprechend in einem Weckglas angerichtet, das unsere Kinder am liebsten mit nach Hause genommen hätten. Wir räumen aber brav das Geschirr zurück und machen uns auf den Heimweg. Schade, dass es von uns aus zu weit für einen regelmäßigen Besuch beim Speisewagen am Domberg ist.
 
Das Angebot richtet sich ohnehin eher an Menschen aus der Gegend, Seminarteilnehmer und Touristen. Doch der Speisewagen ist nicht nur Gelegenheitsimbiss, sondern hat viele Stammgäste. Und die kommen nicht nur wegen des guten, regionalen und biologischen Essens, sondern auch wegen des Speisewagen-Teams. Das ist nämlich auch „regional“ und kommt aus Freising.

Text: Karsten Schmid

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