Wissenswertes rund um Advent und Weihnachten

Vater spielt mit Sohn am Weihnachtsbaum
Traditionen wie der Weihnachtsbaum und die Geschenke prägen das Fest – und werden von Kindern und Erwachsenen geliebt.
Advent
Der Advent ist die vierwöchige Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Das Wort Advent kommt vom Lateinischen „adventus“ und bedeutet "Ankunft": die Ankunft der Geburt von Jesus Christus wird erwartet. In vielen Familien gibt es einen Adventskranz aus Tannengrün mit vier Kerzen. An jedem Adventssonntag wird eine Kerze mehr angezündet. Advent lädt ein, die Sehnsucht nach Gott zu verlebendigen.
 
Weihnachtsbaum
Im 17. Jh. schmückten die Menschen in Straßburg erstmalig eine Tanne als Paradiesbaum mit Äpfeln. Die Äpfel erinnern an den Paradiesapfel. Heute wird der Weihnachtsbaum mit Christbaumkugeln geschmückt, die zum einen an den Paradiesapfel erinnern, zum anderen mit ihrer runden Form für den gesamten Weltkreis stehen: mit der Geburt Jesu ist das Heil in die ganze Welt gekommen. Die Kerzen lassen den Baum strahlen. Sie wollen sagen: mit der Geburt Jesu Christi wird das Dunkel der Welt erhellt. Manchmal trägt der Baum als Schmuck auch kleine Engel, die an Gottes Boten und an »Schutzengel« erinnern können. Der Brauch, einen Weihnachtsbaum aufzustellen, verbreitete sich zunächst in protestantischen Gegenden. Ende des 19. Jh. hielt der Weihnachtsbaum dann Einzug in die katholischen Kirchen und Wohnzimmer.
 
Geschenke
Wenn man beschenkt wird, dann wird die Welt gleich schöner: für den Beschenkten und für den, der beschenkt. Deshalb gibt es die Bescherung an Weihnachten. Es geht nicht um die Größe eines Geschenkes, sondern darum zu überlegen, was dem anderen eine Freude macht. Übrigens: die Weihnachtsbescherung geht zurück auf Martin Luther. Er favorisierte die Bescherung an Weihnachten – nicht, wie es bis dahin üblich war, am Nikolaustag. Die Geschenke bringt nun nicht mehr der Hl. Nikolaus, sondern der Heilige Christ oder das Christkind an Weihnachten.
 
Familienfest
Erst im 19. Jh. entwickelte sich das Weihnachtsfest zum Familienfest. In den Wohnungen wurden Christbäume und Krippen aufgestellt, Weihnachten wurde "privater". Heute wünschen sich viele Menschen ein Weihnachtsfest möglichst ohne Stress. Gleichzeitig gibt es aber den Wunsch oder die Forderung, Verwandte zu treffen, seine Lieben zu beschenken, etwas ganz Besonderes zu kochen und möglichst harmonische Tage miteinander zu verbringen.
 
Krippe
Als Erfinder der Weihnachtskrippe gilt der Heilige Franz von Assisi. Er feierte im Jahr 1223 im Wald von Grecchio in einem echten Stall mit Ochs und Esel und einer strohgefüllten Krippe Weihnachten, um so der Bevölkerung die Weihnachtsgeschichteganz anschaulich näher zu bringen. Bald danach wurden Krippen in vielen Kirchen und Klöstern, im 19. Jahrhundert dann auch in Wohnungen aufgestellt. Die Idee des Hl. Franz von Assisi gilt damals wie heute: Die Weihnachtskrippe zeigt die Geburt Jesu Christi. Im Zentrum stehen: Maria, Josef und das Kind in der Krippe.

Die Texte stammen von Robert Benkert, Ute Eberl, Efi Goebel, Hubert Heeg, Rudolf Mazzola und Agnes Passauer. Sie sind entnommen aus der Broschüre "Advent und Weihnachten. Zeit des Glücks – Zeit der Belastung" in der Reihe Hot Spots des Lebens, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung.