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Christi Himmelfahrt - Himmlische Momente im Alltag entdecken Ideen und Infos für Familien

Das Fest Christi Himmelfahrt feiert die Beziehung von Gott-Sein und Mensch-Sein: Es handelt vom Nah-Sein aus der Distanz, vom Vertrauen und Zutrauen und vom Himmelreich, das schon hier auf Erden beginnt. Entdecken Sie mit Ihren Kindern "himmlische Momente" in einer irdischen Welt. Feiern Sie "Christi Himmelfahrt"!
Teenager-Tochter umarmt seine Mutter lachend
In unserem Leben können wir Spuren Gottes entdecken. Zum Beispiel, wenn wir merken, dass wir uns voll und ganz auf den anderen verlassen können. Wenn wir spüren, dass die Liebe immer da ist, auch wenn wir sie nicht sehen. (Foto: imago/Westend61)

Die Botschaft des Festes

Ist das Fläschchen vorbereitet? Liegt die Handynummer parat? Weiß der Babysitter, welches Kuscheltier ans Fußende gehört? Wenn Mutter oder Vater das erste Mal wieder alleine weggehen, dann möchten sie, dass zuhause für die Kleinen alles gut geregelt ist und sie mit gutem Gewissen gehen können. Noch aufregender ist es, wenn die Kinder sich für einen Babysitter schon zu groß fühlen und erstmalig ganz allein den Abend verbringen wollen! Da braucht es schon eine Menge Vertrauen in die Kinder. Doch wenn alles gut geregelt ist, dann kann der Abend eine tolle Erfahrung werden: für Mutter und Vater, weil sie Verantwortung abgeben und sich einmal wieder ganz sich selbst widmen können. Für die Kinder, weil es toll ist, etwas „ganz alleine“ zu schaffen!

Das Fest „Christi Himmelfahrt“ erzählt von einer ähnlichen – und doch ganz anderen - biblischen Situation: Jesus von Nazareth war nach Hinrichtung, Grabesruhe und Auferstehung seinen Freuden und Anhängern in verschiedensten Situationen immer wieder begegnet.  Aber dann, nach 40 Tagen, verlässt er sie. Waren die Freunde Jesu nun traurig? Oder wütend? Oder enttäuscht? Erstaunlicherweise berichtet die Bibel, dass sie „voll Freude“ nach Hause zurückkehrten.

Vierzig Tage lang war Jesus Christus nach seiner Auferstehung seinen Freunden immer wieder erschienen. In dieser Zeit erklärte er ihnen, wie Leben, Tod und Auferstehung zu verstehen sind. Die Freunde kennen die Zahlensymbolik: 40, diese Zahl steht in den alten Schriften für „Vollendung“. Nun hatten sie also alles, was nötig war, um aus dem Geist Christi heraus die Welt zu gestalten, Traurige zu trösten, Hungrige zu sättigen und so für ein Stück „Himmel auf Erden“ zu sorgen.

Sie verstehen: Jesus ist weiterhin bei ihnen, in seiner Lehre, in der Begegnung untereinander, in der Mahlgemeinschaft. Die Begegnung mit ihm ist nicht mehr gebunden an Raum und Zeit, nicht mehr gebunden an das Land Israel um das Jahr 30 moderner Zeitrechnung. Der „Himmel“ ist kein unerreichbar ferner Ort mehr. Mit dem Wort „Himmel“ ist eine Beziehung beschrieben: Gott in den Menschen und Gott um sie herum. Gott ist immer schon da. Doch er drängt sich nicht auf.

Aber warum greift Gott nicht ein in unheilvollen, wenig „himmlischen“ Situationen? Mag sein, dass er sich entschieden hat, den Menschen zu vertrauen. Ihnen zuzutrauen, dass sie selber in dieser Welt frei handeln können. Er hat sie mit Verstand, Gefühl und Tatkraft ausgestattet. Er hat den Menschen die Freiheit geschenkt, eigene Wege zu gehen. Gewiss, aber man kann sich ihm an-vertrauen, wo die eigenen Wege begrenzt oder beendet zu sein scheinen. Er ist ein mit-gehender Gott.

Gott will in dieser Welt entdeckt werden. Wenn früher die Menschen am Himmelfahrtstag zu Wallfahrtsorten aufbrachen, wenn heute Eltern und Kinder zu Ausflugszielen in der Natur hinausziehen, dann erinnern diese Aufbrüche daran: Nimm dir Zeit, die Spuren Gottes hier auf Erden zu entdecken. Folge ihnen, damit das Reich Gottes, der Himmel, schon hier auf Erden beginnt.

Kreative Ideen für Eltern und Kinder

Viele bunte Luftballons
Wie im Himmel: eine Wolke aus Luftballons. Foto: Pixabay CC0
Wiegewolke

Eine Wiegewolke machen: einen (möglichst blauen oder weißen) Bettbezug mit ganz vielen Luftballons, die nur halb aufgeblasen sein dürfen, füllen und als Himmelswolkenschaukel nutzen und sich darin ausruhen.
Papier mit blauem Muster aus Wasserfarben, dazu eine Hand mit Strohälmen, Wasserfabkasten und ein Glas
Blau auf Weiß: Was könnte das sein? Foto: ct
Himmel-Bild mit Pustefarben

  • Ein großes Papier bildet die Tischmitte.
  • Alle Mitspielenden bekommen einen Strohhalm.
  • Vor jeden Mitspielenden wird ein Wasser-Farbklecks aufs Papier gesetzt.
  • Nun werden die Farbklecks durch Pusten übers Papier verteilt: Was für ein Bild entsteht? Wer erkennt etwas? Kann man daraus eine Geschichte entwickeln?

Himmelfahrts-Erfahrungen in der Familie

"Auf die Geburtsanzeige unseres dritten Kindes haben wir geschrieben: Jede Pflanze ist anders und braucht eine eigene Pflege. Die eine braucht wenig Wasser, die andere viel. Ich hoffe, wir werden jedem unserer Kinder genau die Menge an Zuwendung, Begleitung und Freiraum geben, die es jeweils braucht."
Mutter, 34

"An `Christi Himmelfahrt‘ mache ich mit meinen Kindern immer das Vater-Kind-Zelten mit. Es ist toll, zusammen mit anderen Vätern und Kindern in der Natur zu sein und gemeinsam Sachen zu machen, die sonst oft zu kurz kommen: Lagerfeuer, Übernachten im Schlafsack, Fußballspielen."
Vater, 36

"Unsere Nachbarin ist vor ein paar Jahren am Himmelfahrtstag nach sechs Monaten Krebserkrankung gestorben. In den kurzen Monaten ihrer Krankheit war es neben dem Versuch, doch noch Heilung zu finden, das Wichtigste für sie, dafür zu sorgen, dass ihr Mann und die beiden Kinder (6 und 11) während der Krankheits- und Trauerphase nicht allein bleiben. So hat sie selber die Menschen angesprochen, von denen sie sich gute Unterstützung für ihre Lieben erwartete. Und ihr war wichtig, so ihre Worte, dass die drei nach ihrem Tod schnell wieder fröhlich werden können. Das ist jetzt acht Jahre her und die Drei haben es gut gepackt. Manchmal habe ich den Eindruck, sie begleitet ihre Lieben vom Himmel aus weiter."
Frau, 48


Titel Broschüre Christi Himmelfahrt
Die Texte stammen von Robert Benkert, Ute Eberl, Efi Goebel, Hubert Heeg, Rudolf Mazzola und Agnes Passauer und sind entnommen aus der Broschüre "Christi Himmelfahrt - Verbunden sein und loslassen", erschienen in der Reihe "Hot Spots des Lebens", herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung.

Weitere Hefte der Reihe "Hot Spots des Lebens" und Bestellmöglichkeit

Ehe- und Familienpastoral
Schrammerstr. 3
80333 München
Telefon: 089 2137-1244
eheundfamilie(at)eomuc.de
http://www.ehe-und-familie.info
Fachbereichsleiterin:
Agnes Passauer, Pastoralreferentin und Eheberaterin

Themen und Angebote:
- Begleitung von Haupt- u. Ehrenamtlichen in der Familienarbeit vor Ort
- Diözesane Projekte (z.B. Ehepaarsegnung, Ehe-Jubiläen)
- Religiöse Begleitung von Familien, z.B. "Kess-erziehen: staunen - fragen - Gott entdecken"
- Unterstützung von Eltern und Kindern in die Pubertät (MFM-Programm)
- Natürliche Familienplanung (NFP nach Sensiplan)
- Arbeitshilfen, Materialien für die Familienarbeit vor Ort (z.B. Rituale in der Familie, Elternbriefe, Segensgottesdienste und Tag für Paare etc.)
- Kooperation mit Verbänden

Ansprechpartner für die Region West:
Johannes Sporrer
Ansprechpartnerin für die Region Nord:
Sylvia Braun-Schmidtner
Ansprechpartnerin für die Region Nord-Ost:
Cornelia Saumweber
Ansprechpartner für die Region Süd-Ost:
Peter Glaser
Ansprechpartner für die Region München-Ost:
Michael Kafka

Referentinnen für Wertorientierte Sexualpädagogik:
MFM-Programm
mfm(at)eomuc.de
Tel. 089 213-3175
Josiane Wies-Flaig, Dipl. Sozialpädagogin
Katja Haberl, Dipl. Sozialpädagogin

NFP/Sensiplan
nfp(at)eomuc.de
Claudia Wiesner, Ärztin
Tel.: 089 2137-2249

Wissenswertes rund um Christi Himmelfahrt

Name des Festes, Geschichte und Bräuche

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