An Pfingsten spüren wir: Wir gehören zusammen! Tipps und Ideen für das Fest in der Familie

Pfingsten ist kein Fest zum Anfassen. Es gibt keine Krippe, keine Plätzchen, keinen Osterhasen. Aber es ist ein Fest zum Wohlfühlen. Es schenkt uns freie Tage und oft schönes Wetter. Viele Familien unternehmen etwas gemeinsam. Und dabei können sie etwas ganz Besonderes spüren!
zwei kleine Kinder haben sich die Arme um die Schultern gelegt und lachen sich an
Ich bin so, und du bist anders. Und trotzdem gehören wir zusammen. Pfingsten gibt uns den Mut, mit Verschiedenheit umzugehen. Und Einheit zu leben. Foto: imago/Hanke
Familie ist Einheit. Hier erleben Kinder wie Eltern, dass sie zusammengehören, sich aufeinander verlassen können, voneinander begeistert und miteinander verbunden sind.

Familie ist zugleich Vielfalt. Da gibt es Große und Kleine, Lustige und Launische, Verantwortungsbewusste und Spontane, Streithähne und Versöhner, Redelustige und Schweigsame.

Manchmal gelingt das Miteinander, und manchmal gelingt es nicht. Die Sehnsucht, dass es gelingt, ist groß. Deshalb brauchen Familien das, was sie nicht nur, aber ganz besonders an Pfingsten spüren: Die Christen nennen es den guten Geist Gottes. Den Geist, der Mut macht, zu sich selbst zu stehen, den Geist, der uns miteinander ringen lässt, der zusammenführt, wenn es hoch hergegangen ist.

An Pfingsten feiern wir, dass jeder von uns einmalig ist, dass wir verschieden sind und trotzdem zusammengehören. Deshalb ist Pfingsten, auch ohne Krippe, ein Fest für die Familie.

Kreative Ideen für Kinder und Eltern

Pfingstblitze: mit Stoffresten gefüllte Socken, daran befestigt sind gelbe und rote Papierstreifen
Die gefüllten Socken fliegen wie der Blitz. Foto: ct
Pfingstblitze
Wie Zungen aus Feuer kam der Geist Gottes auf die Apostel herab (Pfingstgeschichte), da nützt auch kein Wegducken. Der Geist Gottes will zu allen kommen!

Kinderstrümpfe mit Wolle oder Stoffresten ausstopfen und zubinden. Die Blitze bekommen einen langen Schwanz aus drei bis vier roten oder gelben Krepppapierstreifen.
Brennendes Herz
Wofür brennt unser Herz? Text und Foto: Britta Breser
Brennendes Herz
Die Herzen der Jünger waren nach dem Pfingstereignis vom Heiligen Geist erfüllt und von Liebe entflammt. So ist das „brennende Herz“ ein pfingstliches Zeichen, das uns an die Liebe Gottes zu den Menschen erinnert. Leuchtende und brennende Herzen können andere mit Begeisterung, mit Freude, anstecken.

Beim Basteln können sich Eltern und Kinder erzählen, wofür ihr Herz brennt, wovon sie begeistert sind. Auf das Herz passt auch ein Wunsch wie "Ich wünsche dir Sonne im Herzen" oder etwas Persönliches. Schließlich können Sie das Herz weiterschenken und so Freude bereiten und das Herz eines Mitmenschen „zum Brennen bringen“.

Pfingst-Erfahrungen in der Familie

"Einmal am Tag fest umarmen - ganz ohne Worte: Das tut uns beiden gut, vor allem, wenn es mit den Zwillingen hoch her geht."
Marita und Jan, beide 34 Jahre

"Meine Eltern wollen immer, dass wir uns die Hand geben, wenn wir fertiggestritten haben. Ich bin dann aber manchmal noch gar nicht fertig."
Paul, 9 Jahre

"Sie will reden, ich will entscheiden. Wenn es nach mir ginge, könnten wir viel schneller zu Potte kommen. Dann fühlt sie sich nicht von mir verstanden, aber ich mich auch nicht von ihr. Als ob wir von zwei Sternen kommen!"
Markus, 49 Jahre

"Bewusst einatmen und ausatmen - einatmen und ausatmen. Das hilft wirklich!"
Helen, 35 Jahren

"Auch nach unserer Trennung wollen wir gute Eltern sein. Ich habe mir vorgenommen: nicht vor den Kindern ihren Vater kritisieren. Das ist emotionale Schwerstarbeit und gelingt nicht immer."
Judy, 38 Jahre


Origamitauben Heilig Geist
Kunst-Installation "Les Colombes - Die weißen Tauben" von Michael Pendry 2013 in der Münchner Heilig-Geist-Kirche. Foto: Robert Kiderle

Die Botschaft von Pfingsten

Damals zu Pfingsten war Jerusalem voll mit Menschen aus aller Welt. Auch die engsten Anhänger des Jesus von Nazareth saßen in Jerusalem zusammen. So recht trauten sie sich nicht aus ihrem Bau. Sie fürchteten, es könnte ihnen genauso ergehen wie ihrem Herrn, also Verfolgung, Verhaftung, Verurteilung zum Tod.

Doch plötzlich war ihnen, als rüttele sie jemand auf, als hörte jede und jeder eine innere Stimme: "Habt keine Angst! Öffnet die Türen, geht raus und erzählt allen von dem, was Ihr mit Jesus Christus erlebt habt! Der Heilige Geist gibt Euch die Kraft und die Sprache, in aller Welt die Frohe Botschaft zu verkünden." Machtvoll wie ein Feuersturm kam der Gottes Geist auf sie herab. Er schüttelte sie durch, fegte ihre Ängste weg: Sie öffneten die Türen und verkündeten in allen Sprachen der Welt die Großtaten Gottes. Denn sie hatten einen neuen, den Heiligen Geist empfangen. Und alle konnten in ihrer Muttersprache verstehen, was die Jünger Jesu sagten. (vgl. Apostelgeschichte, Kap. 2)

Was beim ersten Pfingstwunder in Jerusalem genau geschah, lässt sich nur erahnen. Vertraut ist uns aber, wie sich der Wunsch anfühlt, sich so ausdrücken zu können, dass ich verstanden werde – auch mitten in einem angstmachenden Gewirr von unterschiedlichen Ansprüchen, Meinungen und Hoffnungen. Wie viel Kraft und Mut es kostet, es immer wieder zu versuchen, den/die andere zu verstehen. Und wie sich das große Glück anfühlt, wenn es gelingt. In unserer Sehnsucht nach einem guten Miteinander lässt Gott uns seinen Geist spüren. Mit einer zärtlichen und gewaltigen Botschaft: Ich gieße meinen Geist über Euch aus, den Geist der Kraft und der Liebe (1 Tim 1,7).
 
An Pfingsten bitten wir um den Geist Gottes:
Komm, Heiliger Geist, kehr‘ bei uns ein!

Hot Spots Pfingsten
Die Texte stammen von Ute Eberl und sind entnommen aus der Broschüre "Pfingsten - ein Fest für die Familie. Verschieden sein + zusammengehören", erschienen in der Reihe Hot Spots des Lebens: "Botschaften christlicher Feste", herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung.

Weitere Hefte der Reihe und Bestellmöglichkeit

Ehe- und Familienpastoral
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Ansprechpartnerin:
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Referentinnen für Wertorientierte Sexualpädagogik:
MFM-Programm (mfm@eomuc.de) und NFP/Sensiplan (nfp@eomuc.de)
www.erzbistum-muenchen.de/mfm   
Tel. 089 2137 -3175 
Claudia Wiesner, Ärztin
Josiane Wies-Flaig, Dipl. Sozialpädagogin


Themen und Angebote:
  • Begleitung von Haupt- u. Ehrenamtlichen in der Familienarbeit vor Ort
  • Diözesane Projekte (z.B. Ehepaarsegnung, Ehe-Jubiläen)
  • Religiöse Begleitung von Familien, z.B. "Kess-erziehen: staunen - fragen - Gott entdecken"
  • Unterstützung von Eltern und Kindern in die Pubertät (MFM-Programm)
  • Natürliche Familienplanung (NFP nach Sensiplan)
  • Arbeitshilfen, Materialien für die Familienarbeit vor Ort (z.B. Rituale in der Familie, Elternbriefe, Segensgottesdienste und Tag für Paare etc.)
  • Kooperation mit Verbänden

Pfingstsymbole

Was Wind, Feuer und Taube bedeuten. Und was Pfingsten uns schenkt.

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