Begleiter für die Kar- und Ostertage in München
17. Februar - 11. April 2021

Kreuzweg Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

Jesus - Veronika
Der Legende nach reichte Veronika Jesus ein Tuch, um Blut und Schweiß von seinem Gesicht abzuwischen. Diese Szene ist nicht nur eines der bekanntesten Motive der christlichen Hagiographie, sondern auch ein Sinnbild für selbstloses Helfen. Die scheinbar unbedeutendste Geste, das Gesicht des verausgabten Leidenden zu trocknen, prägt – nicht nur im legendarischen Sinn das Gesicht aufs Tuch, sondern vor allem die Beziehung zwischen Menschen.

Davon zeugt auch der Dienst einer Soldatin, die sich als Helferin in der Corona-Teststation im Franziskuswerk Schönbrunn gemeldet hat.
 
Michelle Steinort
(© Franzikuswerk/Wedler)
Michelle Steinort (24) ist Oberstabsgefreite der Bundeswehr und hat sich mit einem anderen Soldaten freiwillig für den Einsatz in der Corona-Teststation im Franziskuswerk Schönbrunn gemeldet.

In der Einrichtung im Landkreis Dachau leben 800 Menschen mit Handicaps, die häufig zu den Risikogruppen zählen. Sie untersucht Mitarbeiter und Besucher, damit sich das Virus nicht ausbreitet:
 
Michelle Steinort
© Franzikuswerk/Wedler
„Ich möchte gerne helfen, weil das jetzt eine sehr schwierige Zeit ist. Das ist eine gute Sache und die Teststation zu unterstützen, gibt mir ein gutes Gefühl. Alle haben uns mit offenen Armen aufgenommen. Ich erlebe hier viele nette Menschen mit einer positiven Ausstrahlung, die einfach froh sind, dass wir das machen und das Testen auch mit Humor nehmen.

Angst vor einer Ansteckung habe ich nicht, weil hier alle Vorschriften eingehalten werden, ich achte auf das richtige An- und Ablegen der Schutzkleidung und vermeide auch sonst gefährliche Situationen.