Collage Geflüchtete und Helfer

Aktuelles


Logo Auge, bunte Pupille, Interkulturelle Woche

Zusammen leben, zusammen wachsen

Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche vom 27.09. bis 04.10.2020.

Die Coronavirus-Pandemie hat unseren Alltag und das Leben von Menschen weltweit in drastischer Weise verändert. Die unmittelbaren Auswirkungen der Ausbreitung des Virus und entsprechende Schutzmaßnahmen stellen uns alle vor große Herausforderungen. Sie erfordern ständig neue, sorgsame Überlegungen und Entscheidungen, die unter Bedingungen der Unsicherheit getroffen werden müssen. Dabei wird uns deutlich, wie lebensnotwendig eine solidarische Grundhaltung in unserer Gesellschaft ist. mehr...

Das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Sie in der Datenbank auf der Homepage der Interkulturellen Woche 2020.

Gottesdienste zur Interkulturellen Woche als Aufzeichnung

Eine Aufzeichnung des Ökumenischen Auftaktgottesdienstes zur Interkulturellen Woche 2020, den Kardinal Reinhard Marx zusammen mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Metropolit Augoustinos Lambardakis am 27. September im Münchner Dom zelebriert hat, können Sie hier sehen.

Nachbericht zum Auftaktgottesdienst auf der Homepage der IKW

Einen Mitschnitt des Gottesdienstes zum Thema Migration und Integration, den Diözesanbeauftrager Msgr. Boeck im Rahmen der IKW 2020 am 26. September in der Herz-Jesu-Kirche in München zelebriert hat, können Sie hier sehen.

Caritas-Direktor fordert stärkeren Einsatz der Politik für Geflüchtete

Bei der Pressekonferenz des Diözesan-Caritasverbandes anlässlich des Flüchtlingsherbstes vor fünf Jahren betonte Caritas-Direktor Georg Falterbaum, dass die Bewältigung von Flucht und Vertreibung und die Themen Migration und Integration aktueller denn je sind, und wünschte sich einen „empathischeren und aktiveren Einsatz für Flüchtlinge“: „Wir müssen wieder mehr Wert auf soziale Aspekte legen, auf Integration und eine ungebrochene Willkommenskultur"

Einen Artikel dazu aus der Münchner Kirchenzeitung v. 20.09.2020 können Sie hier lesen

Das ausführliche Statement von G. Falterbaum

Journalistenpreis für Bericht über Projekt "NUR-Mobil"

Der Diözesan-Caritasverband hat zum sechsten Mal den „Münchner Sozialcourage Medienpreis“ verliehen, u.a. für eine Online-Reportage des St. Michaelsbundes (Autorin: Nina Kupfer) über das Projekt "NUR-Mobil", mit dem die Caritas traumatisierten Flüchtlingen hilft und das auch aus dem Fördertopf der Erzdiözese unterstützt wird. „Die Kamera begleitet die Geflüchteten im Alltag und zeigt uns mit einfühlsamen Portraitaufnahmen, dass wir es hier mit sensiblen Individuen, ja, ganz einfach Menschen wie Du und ich zu tun haben, die gesehen werden möchten,“ hieß es bei der Preisverleihung am 10. September 2020.

Das prämierte Video können Sie hier sehen. 


Empfangsort für Flüchtlinge vor Münchner Hauptbahnhof

Eine Daueraufgabe für Kirche und Gesellschaft

Fünf Jahre nach "Wir schaffen das": Im Interview mit der Münchner Kirchenzeitung spricht Diözesanbeauftragter Monsignore Rainer Boeck über den aktuellen Stand der Arbeit mit Geflüchteten im Erzbistum. mehr...

Zum gleichen Anlass hat sich Msgr. Boeck auch im Münchner Kirchenradio in "München am Mittag" am 31. August geäußert. Die Sendung gibt's zum Nachhören als Podcast auf mk online.

Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm drücken sich die Hand
Ein Bild aus Zeiten vor Corona: Kardinal Marx und Landesbischof Bedford- Strohm

Zwei Münchner Bischöfe über fünf Jahre Willkommenskultur

"Wir schaffen das" - Vor fünf Jahren sagte Kanzlerin Angela Merkel diesen folgenreichen Satz. Der Münchner Hauptbahnhof wurde zum Symbol der deutschen Willkommenskultur für hunderttausende Flüchtlinge. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm schauen zurück und nach vorn.

Das ganze Interview lesen Sie hier

Porträt Monsignore Boeck

„Wir müssen gerade jetzt auch die Menschlichkeit wahren – nicht nur den Abstand“

"Mehr noch als sonst zeigt sich in Krisenzeiten das wahre Gesicht des Menschen. Aber auch was unsere deutsche und die europäische Seele ausmacht, wird während Corona noch einmal deutlicher. Wie gern sprechen wir von den christlichen Werten, die unsere Kultur auszeichnen. Wo aber bleiben diese Werte, wenn wir angesichts der europäischen Abschottungspolitik das Elend der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln und in den libyschen Camps sehen?" fragt Monsignore Rainer Boeck, der Diözesanbeauftragte für Flucht, Asyl, Migration und Integration, in einer aktullen Stellungnahme. mehr...

Kieselstein mit Namen Ahmed

Tod auf der Flucht - das Kunstprojekt MARE NOSTRUM

Entlang der Isar, an den Wanderwegen von der Quelle im Karwendel bis zur Mündung in Passau, werden Steine mit eingravierten Namen platziert, etwa alle acht Meter einer, über die gesamte Strecke von etwa 300 Kilometern, ergänzt in unregelmäßigen Abständen von Skulpturen aus gefundenen Materialien. MARE NOSTRUM, ein Kunstprojekt des Münchners Peter Weismann, bewahrt die, die auf der Flucht den Tod gefunden haben, vor dem Vergessen. mehr...

Titelbild des Jahresflüchtlingsbericht

79,5 Millionen Menschen auf der Flucht

Mehr als ein Prozent der Weltbevölkerung, knapp neun Millionen mehr als im letzten Jahr sind auf der Flucht: das ist die erschreckende Erkenntnis des neuen Weltflüchtlingsberichtes, den das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) Mitte Juni veröffentlicht hat. "Vertreibung .. ist kein kurzfristiges und vorübergehendes Phänomen mehr. Wir brauchen eine grundlegend neue und positivere Haltung gegenüber allen, die fliehen – gepaart mit einem viel entschlosseneren Bestreben, Konflikte, die jahrelang andauern, zu lösen, und die Ursache dieses immensen Leidens sind", fordert Filippo Grandi, Hoher Kommissar für Flüchtlinge der UN. 

Den ganzen Bericht "Global Trends" können Sie hier lesen

Corona-Pandemie: Sondermittel zur Existenzsicherung erweitert

Die Erzdiözese München und Freising unterstützt in vielfältiger Weise die Menschen, welche aus Not, Verfolgung und Krieg nach Deutschland gekommen sind. Anlässlich der Coronakatastrophe werden die bestehenden Richtlinien der „Konkreten Hilfen“ befristet erweitert für Hilfen zum Lebensunterhalt bzw. zur Existenzsicherung. mehr...

Grafik: Kinder turnen

Online-Angebote für Kinder



Die momentane Situation trifft gerade auch Kinder in besonderer Weise. Die Schule findet vorübergehend nicht statt, es gibt kaum Abwechslung, soziale Kontakte müssen auf ein Minimum reduziert werden. Kinder in Flüchtlingsunterkünften trifft dieser Zustand unter Umständen noch gravierender und es stellt die Kinder und auch deren Eltern vor große Herausforderungen, sowohl den schulischen Bereich abzudecken als auch die viele Zeit gut und sinnvoll zu füllen. Darum haben wir hier eine Übersicht mit schulischen, kreativen und sportlichen Online-Angeboten für Kinder zusammengestellt.


Fremde Heimat

Etwa 14.000 Geflüchtete leben derzeit im Erzbistum. Wie die Kirche Geflüchteten und Vertrieben hilft.

Niemand verlässt gerne seine Heimat und lässt alles zurück. Gründe für die Flucht aus der Heimat gibt es viele: Verfolgung wegen Ethnie, Religion oder politischer Überzeugung, auf Grund von Gewalt, Terror oder Lebensgefahr durch Krieg, aber auch wegen materieller Not und Hoffnungslosigkeit. So unterschiedlich die Beweggründe, Religionen, Sprachen, Kulturen und Schicksale geflüchteter Menschen sind - eines haben sie alle gemeinsam, wenn sie in einer der Aufnahmeeinrichtungen im Erzbistum ankommen: das bange Warten darauf, ob ihr Asylantrag bewilligt oder abgelehnt wird.

Arbeitsmarkt

Das Erzbistum unterstützt Flüchtlinge, einen Arbeitsplatz zu finden und sich entsprechend ihren Fähigkeiten zu entwickeln. Ein Beispiel ist das Berufsbildungswerk Aschau-Waldwinkel der Salesianer, das junge Flüchtlinge in einem zweijährigen Berufsintegrationsjahr ausbildet.

Bildung und Qualifizierung

Einrichtungen wie Bildungswerke und Pfarreien, aber auch Verbände und Helferkreise engagieren sich auf diesem Gebiet. An erster Stelle geht es dabei um Sprachkurse, aber auch um Qualifizierung von Kulturdolmetschern.

Integration

Vor allem Pfarreien, die eine Unterkunft für Flüchtlinge bereitstellen, bieten den Bewohnern zugleich die Möglichkeit, sich an den pfarrlichen Aktivitäten vor Ort zu beteiligen und so in die Gemeinde hineinzuwachsen.

Koordinierung von Förderung und Hilfen

Eigene Koordinierungsstellen, z.B. im Erzbischöflichen Ordinariat oder bei der Caritas, helfen bei der Vernetzung von Helferinnen/Helfern und bei der Antragstellung auf Hilfsgelder. 23 Ehrenamtskoordinatoren/innen unterstützen Helferkreise in den Landkreisen.

Unterbringung

Zahlreiche kirchliche Einrichtungen, insbesondere Pfarreien, bieten an etwa 60 Standorten Unterkünfte für Asylsuchende an, z.B. sind in einem nicht mehr genutzten Teil des Caritas-Altenheims in Bischofswiesen minderjährige Flüchtlinge untergebracht.

Soziale Betreuung von Minderjährigen

Zurzeit betreuen elf Träger, vor allem die Caritas und die Katholische Jugendfürsorge, ca. 400 junge Flüchtlinge in 25 Einrichtungen.
 
Anker-Einrichtungen Oberbayern mit Unterkunfts-Dependancen. Stand Okt. 2019
Anker-Einrichtungen Oberbayern mit Unterkunfts-Dependancen (Stand: Oktober 2019)

So läuft ein Asylverfahren ab

1. Meldung:
Der/die Asylsuchende muss sich unmittelbar nach der Ankunft bei einer staatlichen Stelle (an der Grenze, bei der Polizei oder einer Erstaufnahmeeinrichtung) melden. Er/sie wird dort registriert und fotografiert. Die Asylbewerber werden nach dem Königsteiner Schlüssel bundesweit verteilt.
2. Aufnahmeeinrichtung:
In welcher Aufnahmeeinrichtung der/die Asylsuchende aufgenommen wird, entscheidet sich danach, wo welches Herkunftsland bearbeitet wird.
3. Asylantrag:
In der Aufnahmeeinrichtung (in Bayern AnkER-Einrichtung) kann der/die Asylsuchende seinen/ihren Asylantrag stellen. Es steht ein/e Dolmetscher/in zur Verfügung. Der/die Asylsuchende erhält jetzt eine Aufenthaltsgestattung, die sich auf den Bezirk der Aufnahmeeinrichtung beschränkt.
4. Persönliche Anhörung:
Im Rahmen der Antragstellung findet eine persönliche Anhörung statt. Hilfsorganisationen wie die Caritas helfen bei der Vorbereitung auf das Gespräch, soweit es geht, da die Anhörung oft binnen weniger Tage stattfindet. Der/die Asylsuchende hat nun Zeit, Fluchtgründe, Lebenslauf und Route zu schildern. Er/sie ist verpflichtet, soweit vorhanden, Beweismittel wie Fotos, Schriftstücke oder ärztliche Atteste vorzulegen. Die Schilderungen werden protokolliert, geprüft und unterschrieben.
5. Dublin-Verfahren:
Anhand dieses Verfahrens wird geprüft, ob ein anderes EU-Land für die Durchführung des Verfahrens zuständig ist. Ist dem so, ist die Person an das zuständige Land zu überstellen. Der Vollzug obliegt den Ausländerbehörden und der Bundespolizei.
6. Leistungen:
In der Aufnahmeeinrichtung (in Bayern AnkER-Einrichtung) erhält der/die Asylsuchende existenzsichernde Sachleistungen und einen monatlichen
Geldbetrag zur Deckung der persönlichen Bedürfnisse.
7. Wartezeit:
Nun beginnt die Wartezeit, während das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) den Antrag prüft. Die Wartezeit beträgt derzeit durchschnittlich sechs Monate. Ein positiver Bescheid enthält einen von vier möglichen Gründen:
  • Asylberechtigung: Politisch Verfolgte, denen im Falle der Rückkehr schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen drohen. Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre, Arbeitserlaubnis und sogenannter privilegierter Familiennachzug.
  • Flüchtlingsschutz (Genfer Flüchtlingskonvention): Personen, die ihr Land aus begründeter Furcht vor Verfolgung verlassen haben. Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre, Arbeitserlaubnis und privilegierter Familiennachzug.
  • Subsidiärer Schutz: Personen, die stichhaltige Gründe dafür vorbringen, dass ihnen im Heimatland ernsthafter Schaden, z.B. Todesstrafe oder Folter, droht. Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr, Arbeitserlaubnis, kein privilegierter Familiennachzug.
  • Nationales Abschiebungsverbot: Personen, die im Falle der Rückführung einer erheblichen Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit ausgesetzt wären. Aufenthaltserlaubnis für mindestens ein Jahr, Arbeitserlaubnis möglich.
8. Wird der Asylantrag abgelehnt, wird die Aufenthaltsgestattung entzogen und der/die Betroffene wird vollziehbar ausreisepflichtig. Entweder reist der/die Betroffene freiwillig aus oder es droht eine Abschiebung.
Die Abschiebung kann an fehlenden Identitätsdokumenten
oder der fehlenden Aufnahmebereitschaft des Herkunftslands scheitern.
 
Der Artikel erschien im arbeo magazin 4/2019 für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Erzdiözese München und Freising


Gegen Rassismus


Dem Populismus widerstehen
Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz zum kirchlichen Umgang mit rechtspopulistischen Tendenzen
Arbeitshilfe im DBK-Shop zum Kauf
Arbeitshilfe im DBK-Shop als PDF zum Download

Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Radikalisierung in Bayern

Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus sind Themen, die alle angehen. Erfahrungen mit Rassismus im Alltag, im Bildungsbereich oder auf dem Arbeitsmarkt, aber auch mit islamfeindlichen Berichten in Medien beeinflussen das Selbstverständnis gerade junger Muslime und erschweren eine Identifikation mit der Gesellschaft.
Mit Beratungs- und Fortbildungsangeboten, Materialien, vielfältigen Projektarbeiten, Expertise und Erfahrungen möchte die Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Radikalisierung in Bayern die pädagogische Praxis voranbringen, den Fachaustausch bereichern und einen Beitrag leisten zum demokratischen Zusammenleben.

Beratungsstelle Radikalisierung

Die Beratungsstelle "Radikalisierung" im BAMF bietet seit 2012 eine telefonische Erstanlaufstelle für Ratsuchende, die befürchten, dass sich eine Person in ihrem Umfeld islamistisch radikalisiert.