Erzdiözese hilft mit zwei Millionen Euro im Partnerland Ecuador Unterstützung soll insbesondere Folgen der Corona-Pandemie abmildern

Essenspakete
Ausgabe von Lebensmittelpaketen
Die Erzdiözese München und Freising unterstützt ihr Partnerland Ecuador im Jahr 2021 mit insgesamt zwei Millionen Euro. Die Mittel sollen insbesondere die Folgen der Corona-Pandemie in dem südamerikanischen Staat abmildern. Sie fließen vor allem in die Bereiche Gesundheit, Bildung und soziale Hilfen und werden von der Kirche in Ecuador dort eingesetzt, wo Hilfe am dringendsten notwendig ist.
 
In einen Corona-Nothilfefonds fließen 210.000 Dollar, die zum Beispiel für medizinisches Material sowie für Lebensmittel eingesetzt werden können, aber auch für die Unterstützung von Risikogruppen und die Abmilderung der ökonomischen Folgen der Krise. Weitere 150.000 Dollar sind für Medikamente und Ausstattung in kirchlichen Gesundheitszentren vorgesehen. Darüber hinaus erhalten die 24 Bistümer in Ecuador sowie der Militärbischof je einen Fonds für karitative Hilfen, dessen Gelder sie unbürokratisch einsetzen können, in Höhe von insgesamt 375.000 Dollar. 320.000 Dollar fließen in Schulstipendien und die Unterstützung von kirchlichen Schulen. Auch mit Geldern aus dem Projektfonds, der mehr als 500.000 Dollar an Projekte in Bistümern, Orden, kirchlichen Einrichtungen und Bewegungen vergibt, wird den Folgen der Pandemie entgegengewirkt.
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"Leider hat das Gesundheitssystem total versagt und die Menschen starben alleine bei sich zuhause. In dieser Situation beschlossen einige Missionare, das Risiko auf sich zu nehmen und die Häuser zu betreten, obwohl sie Angst hatten. Sie trugen Schutzanzüge und sahen fast so aus wie Astronauten. Gott sei Dank wurde aber niemand infiziert. Als einen grossen Hoffnungsschimmer sah ich die Hilfe, die uns von den unterschiedlichen Seiten ereilte: von Adveniat, der Cooperación Fraterna, der Caritas."
Bischof Adalberto Jiménez aus Aguarico
Coroanhilfe im Krankenhaus in Ecuador 2020
EIn Krankenhaus in Ecuador
„Die Pandemie und ihre Folgen müssen in weltweiter Solidarität und gegenseitiger Unterstützung bewältigt werden“, betont Christoph Klingan, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising. „Die Hilfen für unser Partnerland Ecuador sollen dazu beitragen. Wir wollen konkrete Not lindern, aber auch helfen, neue Perspektiven über die Pandemie hinaus zu eröffnen.“

Ecuador ist von der Corona-Pandemie nach wie vor schwer betroffen. Die Infektionszahlen sind hoch, das Gesundheitssystem des Landes ist überfordert. Durch die strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben viele Menschen ihr Einkommen verloren; Armut und Mangel haben sich dramatisch verschärft. Bereits im Jahr 2020 hatte die Erzdiözese mit rund zwei Millionen Euro in Ecuador geholfen. „Im Vikariatsgebiet war und ist die Anzahl der Infektionen leider noch sehr hoch“, berichtet beispielsweise Bischof Walter Heras aus dem Verwaltungsbezirk Zamora. „Das größte Problem allerdings war die Nahrungsmittelknappheit. Auch dank der Unterstützung der Erzdiözese München und Freising konnte die Caritas Lebensmittelpakete im Vikariat verteilen.“ Mauricio Delgado aus dem Verwaltungsgebiet Méndez erklärt, dass mit den erhaltenen Lebensmitteln und Hygieneartikeln 1.000 Familien geholfen werden konnte. „Zudem kam die Hilfe auch denen zugute, die aufgrund der Überschwemmung des Flusses Upano, ausgelöst durch den Ausbruch des Sangay-Vulkanes, ihre Häuser verlassen mussten.“
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"Diese Pandemie hat uns im Vikariat wachgerüttelt, weil sogleich dem ersten Problem ein zweites folgte: Viele hier mussten mit sozialen Herausforderungen und dem Hunger kämpfen. Hier erleben wir zudem ein sehr großes Problem: das der Bildung. Das Kultusministerium versucht klar zu machen, dass der Unterricht ganz normal virtuell stattfände, aber das stimmt so nicht. Das Vikariat hat versucht, durch das Radio viel Information zu verbreiten und auch Gottesdienste mit diesem Medium zu verbreiten."
Bischof Adelio Pasqualotto aus Napo
Die Partnerschaft zwischen der Erzdiözese München und Freising und der Kirche Ecuadors besteht bereits seit der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils. Zahlreiche Pfarreien, Verbände und Gläubige in der Erzdiözese pflegen Kontakte in das südamerikanische Land, beispielsweise der Diözesanrat der Katholiken, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, das Kolpingwerk und die Katholische Landvolkbewegung. Mit jährlich rund zwei Millionen Euro unterstützt die Erzdiözese München und Freising die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in Ecuador, beispielsweise den Bau von Schulen, Sanitätsstationen, Gemeindezentren oder Senioreneinrichtungen.
 

Wer mit einer Spende helfen möchte

... findet hier die Angaben zum Spendenkonto der Erzdiözese für Spenden nach Ecuador

Kontoinhaber: Erzdiözese München u. Freising
Liga-Konto:  DE87 7509 0300 0002 1700 00
Verwendungszweck: "Spende Corona-Hilfe Ecuador"

Die Spender-Adresse muss auf dem Überweisungsträger mit angegeben werden, sofern eine Spendenquittung gewünscht wird.
Die Spende wird beispielsweise für Food Banks (eine Art Station, von wo aus Lebensmittelpakete zu den Haushalten gebracht werden) eingesetzt oder für die Ausstattung eines Computersaales für Schüler/innen.

 
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