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Kloster Reutberg

Chronologie der Ereignisse Stand: 5. November 2018

29. Juni 1999                      
Sieben Schwestern ziehen von der aus Nachwuchsmangel aufgelösten Reutberger Filiale Spielberg bei Fürstenfeldbruck in das Mutterkloster auf den Reutberg. Der Reutberger Konvent zählt mit den Hinzugekommenen nun 17 Schwestern.

 
18.-19. Oktober 2006         
Bei einem Routinebesuch durch Domkapitular Lorenz Kastenhofer äußern nicht wenige Schwestern die Einschätzung, dass sie angesichts des Zustandes des Klosters insgesamt keine Zukunftsperspektive mehr sähen, auch weil sich niemand dessen Leitung zutrauen würde. Kanonische Visitationen von Klöstern sind in regelmäßigen Abständen vorgesehen und finden im Auftrag des Erzbischofs statt.
 
15. Oktober 2007                
Der damalige Erzbischof, Kardinal Friedrich Wetter, der als Ortsbischof zuständig ist, ernennt Sr. Elija Boßler OCD aus dem Karmel Dachau als kommissarische Oberin, da der Reutberger Konvent nicht in der Lage ist, eine geeignete Schwester zur Oberin zu wählen. Zum Konvent gehören zu dieser Zeit zwölf Schwestern.
 
1. Mai 2008                          
Der damalige Generalvikar, Robert Simon, ernennt Monsignore Josef Beheim zum Spiritual des Klosters und Verantwortlichen der Hauskapelle. Die Ernennung eines Spirituals ist in den eigenen Ordensregeln der Franziskanerinnen vom Reutberg vorgesehen.
 
14.-20. September 2008   
Im Auftrag der vatikanischen Religiosenkongregation führt P. Claudius Groß OFM eine päpstliche Untersuchung im Kloster, eine apostolische Visitation, durch. Der Altersdurchschnitt der Schwestern beträgt 70 Jahre. Aus dem Bericht von P. Claudius: „Die gesamte Ausbildung – angefangen bei der faktisch nicht vorhandenen Berufungspastoral – über die Zulassung von Kandidatinnen und die Noviziatsausbildung werden seit 20 Jahren kaum noch angemessen wahrgenommen. (…) In gleichem Maß ist auch die permanente spirituelle Weiterbildung auf einem Stand geblieben, der neuen Formen kaum eine Chance lässt.“ P. Claudius schlägt vor, Sr. M. Elija Boßler weiterhin als Oberin zu belassen, damit sie sich um die drei jüngeren Schwestern intensiv kümmern kann.
13. Mai 2009                       
Domkapitular Kastenhofer richtet einen Brief an das Generalsekretariat der Deutschen Ordensobernkonferenz mit der Bitte um Unterstützung bei der Rettung von Kloster Reutberg, möglicherweise durch eine neue Schwesterngemeinschaft. Kein Ergebnis.
 
4. April 2010                       
Auf Weisung der Religiosenkongregation Entpflichtung von Sr. Elija Boßler OCD als kommissarische Oberin, weil diese als Mitglied einer kontemplativen Gemeinschaft nicht dauerhaft außerhalb ihrer eigenen Gemeinschaft bleiben kann. Der Reutberger Konvent hat seit diesem Zeitpunkt keine eigene Leitung mehr. Er zählt infolge weiterer Todesfälle und Weggänge ins Ordens-Altenheim St. Hildegard der Barmherzigen Schwestern, Bad Adelholzen, nur noch fünf Schwestern, vier von ihnen sind hochbetagt. Zusätzlich gibt es zwei beurlaubte Schwestern.
 
21. April 2010                      
Weil es keine Oberin mehr gibt und der Spiritual deren Aufgaben nach den Ordensregeln nicht übernehmen darf, ernennt der Erzbischof, Reinhard Marx, Domkapitular Kastenhofer zum Erzbischöflichen Beauftragten für das Kloster „zur Sorge, Verantwortung, Aufsicht und Entscheidungskompetenz in spirituellen, geistlichen und die klösterliche Disziplin betreffenden Belangen der Schwestern“.

                                                             
17. April 2012                      
Gespräch von Domkapitular Kastenhofer mit den fünf noch zum Konvent gehörenden Schwestern: Den vier betagten Schwestern wird die Bitte des Erzbischofs übermittelt, bis zum Jahresende ins Ordens-Altenheim St. Hildegard der Barmherzigen Schwestern in Bad Adelholzen umzuziehen, um dort weiterhin als Gemeinschaft leben zu können. Die jüngere Schwester Sr. M. Faustina möge sich einer franziskanischen Schwesterngemeinschaft anschließen oder zunächst ihre älteren Mitschwestern nach St. Hildegard begleiten.
1. Mai 2012                          
Die Schwestern teilen mit, dass sie dieser Bitte nicht nachkommen werden.
 
1. August 2012                   
Die Firma Bosl Beratung GmbH wird vom Erzbischof mit der gesamten Vermögensverwaltung des Klosters einschließlich der Wirtschaftsbetriebe beauftragt. Sie übernimmt damit die Aufgaben der Ökonomin, die üblicherweise aus dem Kreis der Schwestern bestimmt wird, was im Reutberger Konvent nicht mehr möglich ist. So bleibt die wirtschaftliche Selbständigkeit des Klosters gewahrt und die Verwaltung muss nicht durch die Erzbischöfliche Finanzkammer erfolgen. Die Firma wird für die Wahrnehmung dieser Aufgaben nach dem im Verwaltungsbereich für Art und Umfang der Aufgaben üblichen Stundensatz vergütet.

 
5. Juni 2013                        
Der Erzbischof berichtet im Rahmen seiner üblichen Berichtspflichten der vatikanischen Religiosenkongregation über die Entwicklung in Kloster Reutberg. Durch einen Todesfall sind mittlerweile nur noch vier Schwestern auf dem Reutberg, drei davon hochbetagt. Zusätzlich gibt es eine beurlaubte Schwester, die zweite beurlaubte Schwester ist mittlerweile aus dem Orden ausgetreten.
 
21. August 2013                 
Schreiben der vatikanischen Religiosenkongregation an die Schwestern, dass angesichts der eingetretenen Situation „die Auflösung des Klosters unvermeidlich ist“ und sie die Übersiedlung in ein Schwesternaltenheim angehen mögen, um dort weiterhin als Gemeinschaft leben zu können.

 
22. Januar 2014                
In einer Schwesternversammlung auf dem Reutberg bespricht Domkapitular Kastenhofer die eingetretene Situation und übermittelt die generelle Zusage, dass die Barmherzigen Schwestern jederzeit bereit sind, Reutberger Schwestern im Ordens-Altenheim St. Hildegard in Bad Adelholzen aufzunehmen.
 
3. Februar 2014                  
Domkapitular Kastenhofer richtet auf Anregung eines polnischstämmigen Priesters des Dekanats Bad Tölz ein Schreiben an den Erzbischof der polnischen Erzdiözese Kattowitz, in der angeblich ein Schwesternorden willens wäre, nach Deutschland zu gehen. Kein Ergebnis.
30. April 2014 bis
23. Oktober 2014                
Verschiedene Gespräche des Erzbischöflichen Ordinariats im Rahmen einer „Ideenwerkstatt“ bezüglich Kloster Reutberg mit Spiritual Monsignore Beheim, Schwestern und Verwaltung, Bürgermeister Schneil, Pfarrer Tesar, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung Sachsenkam, Freundeskreis des Klosters, Seelsorgern und Seelsorgerinnen aus dem Dekanat Bad Tölz und angrenzenden Pfarreien, Vertretern der Seelsorgsregion Süd, Ordensleuten aus dem Dekanat Bad Tölz, Pächtern von Brauerei, Klosterbräustüberl und Werkstätten. Zusammenfassung der Gespräche

 
9. September 2015             
Der Erzbischof berichtet der vatikanischen Religiosenkongregation die konkrete Situation des Klosters, insbesondere den derzeitigen Personalstand, die Situation der Schwestern und deren fehlende Bereitschaft, selbst eine Aussage hinsichtlich der Auflösung des Klosters zu treffen. Durch einen weiteren Todesfall und einen Weggang in das Ordens-Altenheim der Barmherzigen Schwestern leben nur noch zwei Schwestern auf dem Reutberg, eine davon ist mittlerweile pflegebedürftig. Eine weitere Schwester ist weiterhin beurlaubt.
 
20. Februar 2016                
Die vatikanische Religiosenkongregation beschließt die Auflösung des Konvents und beauftragt den Erzbischof, vor Ausfertigung des Auflösungsdekrets durch die Kongregation den Status der verbliebenen Schwestern zu regeln. Die Möglichkeit der Übersiedlung aller Schwestern in ein Schwestern-Altersheim, um dort weiterhin als Gemeinschaft zu leben, besteht nicht mehr, weil die Auflösung des Konvents bereits beschlossen ist. Da der Konvent aufgelöst wird, bestehen für die beiden jüngeren Schwestern – Sr. M. Faustina und die beurlaubte Schwester – die Alternativen des Übertritts in eine andere Gemeinschaft oder des Austritts. Die beiden älteren Schwestern sollen im Schwestern-Altersheim St. Hildegard der Barmherzigen Schwestern in Bad Adelholzen versorgt werden, in dem eine der beiden Schwestern bereits betreut wird, und dort in der Gemeinschaft des Altenheims leben.
17. Januar 2017                 
Domkapitular Kastenhofer weist die Reutberger Schwestern erneut schriftlich auf die anzugehende Auflösung des Konvents hin und bietet an, sie bei der Entscheidungsfindung zwischen den Alternativen Übertritt oder Austritt zu unterstützen und ihnen bei der Klärung des zukünftigen Weges behilflich zu sein. Die Vereinigung der geistlichen Schwestern, die Dachorganisation aller Ordensschwestern in der Erzdiözese, bietet speziell für Sr. M. Faustina persönliche Beratung und Begleitung an. Eine Entscheidung wird bis zum 1. März erbeten.
 
20. Januar 2017                 
Domkapitular Kastenhofer fragt vorsorglich bei den Franziskanerinnen von Kloster Au am Inn an, ob Sr. M. Faustina für eine bestimmte Zeit als Hilfe zur eigenen Entscheidungsfindung gastweise mitleben könnte, sollte das Angebot der Vereinigung der geistlichen Schwestern nicht ausreichend sein und sie eine Zeit des Rückzugs brauchen.
 
23. Januar 2017                 
Sr. M. Faustina legt mit einem Schreiben an die Religiosenkongregation dar, dass der Reutberg von vielen Menschen als geistliche Heimat geschätzt werde und die Gemeinschaft der Schwestern auch wieder wachsen könne.

 
23. Januar 2017                
In Briefen an Erzbischof, Generalvikar und den Ordensreferenten bitten die Schwestern, man möge sich dafür einsetzen, den Auflösungsbeschluss rückgängig zu machen. Sie seien „fest entschlossen, das Klosterleben auf dem Reutberg fortzusetzen“. Weiterhin besteht die Reutberger Gemeinschaft aus Sr. M. Faustina und einer pflegebedürftigen Mitschwester.
 
26. Januar 2017                 
Sr. Barbara Bierler, Fachkraft für Beratung und Begleitung in der Vereinigung der geistlichen Schwestern der Erzdiözese, versucht erneut, mit den Schwestern auf dem Reutberg ein Gespräch über deren Zukunft zu führen. Sie stellt fest: „Eine Veränderung ist für die Schwestern unvorstellbar. Sie verharren in der Realitätsverweigerung und bezweifeln jede Notwendigkeit des Handelns.“
 
3. Februar 2017                  
Gesprächsrunde mit der „Sachsenkamer Gruppe“ im Erzbischöflichen Ordinariat München in Anwesenheit von Generalvikar Peter Beer.
23. Februar 2017                
Die Schwestern sehen sich nicht in der Lage, bis zum 1. März eine Entscheidung zu treffen, und bitten um Fristverlängerung bis zum 1. Mai.
 
15. Mai 2017                       
Gesprächsrunde mit der „Sachsenkamer Gruppe“ in Reutberg
 
23. Mai 2017                       
Der Bischofsvikar für die Orden in der Erzdiözese Salzburg, Monsignore Gottfried Laireiter, teilt im Auftrag von Erzbischof Franz Lackner mit, dass keine Möglichkeit besteht, durch die Hilfe einer kleinen Gruppe der Salzburger Loretoschwestern eine dauerhafte und verantwortbare Lösung für den Reutberg zu finden. Die Entsendung von Schwestern auf den Reutberg würde das Ursprungskloster in Salzburg selbst gefährden. Eine entsprechende Anfrage war durch die Reutberger Schwestern nach Salzburg gegangen.
 
16. Juni 2017                      
Die vatikanische Religiosenkongregation antwortet Sr. M. Faustina auf ihr Schreiben vom 23. Januar, dass das künftige Wachstum der Gemeinschaft keine realistische Perspektive sei und die Tatsache, dass der Reutberg von der Bevölkerung geschätzt werde, die fehlende Selbständigkeit des Klosters nicht ersetzen könne. Daraufhin bittet Sr. M. Faustina die Religiosenkongregation um Geduld, da sie mit den Verantwortlichen des Erzbischöflichen Ordinariats im Gespräch sei.

 
14. Juli 2017                       
Das Erzbischöfliche Ordinariat ist bereit, sich bei der vatikanischen Religiosenkongregation dafür einzusetzen, dass Sr. M. Faustina nach der Auflösung als einzelne Schwester auf dem Reutberg bleiben kann. Voraussetzung dafür ist, dass sich Sr. M. Faustina der Oberin eines anderen Frauenordens unterstellt und zu diesem anderen Orden ein Mindestmaß an Kontakt hält, um trotz ihrer Situation die notwendige klösterliche Gemeinschaft zu leben. Deshalb erlässt der Erzbischof vorsorglich ein neues Klausurstatut für den Fall des möglichen alleinigen Zurückbleibens von Sr. M. Faustina auf dem Reutberg. Darin wird geregelt, dass sie in Klausur bleibt, auch wenn die bisherigen Räume der Schwestern anders genutzt werden.
25. Juli 2017                       
Domkapitular Kastenhofer führt Gespräche mit den beiden im Haus lebenden Reutberger Schwestern sowie Sr. M. Benedicta Tschugg OSCCap, Klarissen-Kapuzinerin aus dem Bethlehem-Kloster Koblenz, die sich seit Anfang Juni auf Einladung von Sr. M. Faustina gastweise auf dem Reutberg aufhält.
 
4. September 2017             
Domkapitular Kastenhofer führt Einzelgespräche mit Sr. M. Faustina und Sr. M. Benedicta. Die Erwartung an Sr. M. Benedicta besteht darin, Sr. M. Faustina auf dem Weg des Übergangs in Richtung einer persönlichen Entscheidung zwischen den genannten Alternativen Übertritt oder Austritt zu begleiten.
 
11. September 2017          
Domkapitular Kastenhofer erteilt der Anfrage der Ordensgemeinschaft der Mütter vom Heiligen Kreuz aus Tansania vom 17. Februar, nach Kloster Reutberg zu gehen, eine Absage. Diese Schwestern sind bereits in der Erzdiözese tätig und feiern die Alte Messe, wie sie vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil gefeiert wurde, in lateinischer Sprache. Dies hätte Auswirkungen auf die Messfeiern auf dem Reutberg. Domkapitular Kastenhofer begründet die Absage gegenüber den Schwestern mit dem Hinweis auf die laufenden Prozesse zur Umsetzung der Auflösung sowie mit den Planungen für ein neu zu errichtendes Seelsorgezentrum auf dem Reutberg.
 
19. Oktober 2017                
Gespräch im Erzbischöflichen Ordinariat München, Ressort Personal, mit Spiritual Monsignore Beheim zur Information über die weitere Entwicklung des Klosters mit Blick auf seine Tätigkeit als Spiritual und Wallfahrtsseelsorger.
 
20. Oktober 2017                
Gespräch im Erzbischöflichen Ordinariat München, Ressort Personal, mit einem Verantwortlichen der Missionare von der Heiligen Familie, eines Männerordens, der seine Absicht erklärt, auf dem Reutberg tätig zu werden, verbunden mit der Übernahme seelsorglicher Aufgaben für die Wallfahrt und den Umgebungsbereich.

 
7. November 2017              
Brief des Erzbischofs an Sr. M. Faustina mit dem bereits wiederholt gegebenen Hinweis auf die Notwendigkeit, „Überlegungen hinsichtlich der persönlichen Zukunft“ der Schwestern zu treffen. Sie möge die Vorgaben des Vatikans anerkennen und die vom Erzbischöflichen Ordinariat angebotenen Hilfestellungen annehmen.
22. November 2017           
Gesprächsrunde mit der „Sachsenkamer Gruppe“ im Erzbischöflichen Ordinariat München.
 
22. Dezember 2017           
Da Sr. M. Benedicta nicht bei der Entscheidungsfindung zwischen den Alternativen Übertritt und Austritt helfen konnte, teilt Domkapitular Kastenhofer Sr. M. Faustina mit, dass er entschieden hat, dass Sr. M. Benedicta nach Dreikönig 2018 in ihr Heimatkloster zurückkehrt. Vorübergehend hilft Sr. Richardis Zottmann von den Erlkamer Franziskanerinnen vor allem bei der Betreuung der pflegebedürftigen Schwester.
 
31. Januar 2018                 
Die Firma Bosl Beratung GmbH wird auf eigenen Wunsch als Verwalterin des Klosters entpflichtet.
 
1. Februar 2018                  
Reinhard Hartl wird vom Erzbischof als Verwalter mit der gesamten Vermögensverwaltung einschließlich der Wirtschaftsbetriebe des Klosters beauftragt. Er übernimmt damit die Aufgaben der Ökonomin, die üblicherweise aus dem Kreis der Schwestern bestimmt wird, was im Reutberger Konvent nicht mehr möglich ist. Der Verwalter wird für die Wahrnehmung dieser Aufgaben nach dem im Verwaltungsbereich für Art und Umfang der Aufgaben üblichen Stundensatz vergütet.
 
16. Februar 2018                
Domkapitular Kastenhofer führt ein Gespräch mit der Generaloberin der Barmherzigen Schwestern, Sr. Rosa M. Dick, und Sr. M. Faustina in Kloster Reutberg. Es geht darum, Sr. M. Faustina den Weg zu eröffnen, nach Auflösung des Konvents als einzelne Schwester auf dem Reutberg verbleiben zu können. Voraussetzung dafür ist, dass sich Sr. M. Faustina der Generaloberin der Barmherzigen Schwestern als ihrer persönlichen Oberin unterstellt und zu einem Mindestmaß an Kontakt zur Kongregation der Barmherzigen Schwestern bereit ist, um trotz ihrer Situation die notwendige klösterliche Gemeinschaft zu leben. Trotz der Bereitschaft der Barmherzigen Schwestern, diese Lösung mitzutragen, verweigert sich Sr. M. Faustina dieser Lösung, unter anderem mit der Begründung, dass sie als kontemplative Schwester sich nicht der Oberin eines apostolisch tätigen Ordens unterstellen kann, der beispielsweise karitative Einrichtungen unterhält.

 
19. Februar 2018                
Gesprächsrunde mit der „Sachsenkamer Gruppe“ in Kloster Reutberg
 
27. April 2018 und
4. Mai 2018                          
Sr. M. Faustina nimmt zwei ihr angebotene Gesprächstermine hinsichtlich ihres künftigen Weges mit Sr. M. Christine Heider, der Vorsitzenden der Vereinigung der geistlichen Schwestern, der Dachorganisation aller Ordensschwestern in der Erzdiözese, sowie Domkapitular Kastenhofer und Michael Benz, Leiter der Abteilung Kirchenrecht im Erzbischöflichen Ordinariat, nicht wahr.
 
9. Mai 2018                          
Monsignore Beheim wird als Spiritual des Klosters und als Verantwortlicher der dortigen Hauskapelle zum 31. Mai entpflichtet.
 
17. Mai 2018                       
Der Erzbischof fordert Sr. M. Faustina mit dem Verweis auf die verweigerte Gesprächsbereitschaft hinsichtlich ihrer Zukunftsentscheidung auf, ihm bis zum 15. Juni mitzuteilen, ob sie in ein anderes Kloster übertreten oder den Austritt erklären möge. Der Verbleib am Reutberg ist nicht mehr möglich, da Sr. M. Faustina es abgelehnt hat, sich der Oberin der Barmherzigen Schwestern zu unterstellen.
 
13. Juni 2018                      
Sr. M. Faustina beantwortet das Schreiben des Erzbischofs vom 17. Mai mit der Bitte um dessen Zustimmung zur Affiliation mit dem Bethlehem-Kloster der Klarissen-Kapuzinerinnen in Koblenz sowie mit der Klage über die fehlende Unterstützung durch das Erzbischöfliche Ordinariat. Eine Affiliation ist ein zeitlich begrenzter Anschluss an ein anderes Kloster. Sie ist eine Hilfe zur Klärung der Frage, ob die Schwierigkeiten eines Klosters vorübergehend sind und überwunden werden können oder ob sie dauerhaft sind und die Auflösung des Klosters vorbereitet werden muss. Für das Kloster Reutberg ist diese Frage nicht mehr offen, da die vatikanische Religiosenkongregation die Auflösung bereits beschlossen hat.
 
19. Juni 2018                      
Der Erzbischof berichtet der vatikanischen Religiosenkongregation über die Situation des Klosters und bittet darum, weitere noch nötige personelle Entscheidungen hinsichtlich der Schwestern zu treffen. Der Erzbischof ist gehalten, der vatikanischen Religiosenkongregation Mitteilung zu geben, ob sich Sr. M. Faustina zwischen den genannten Alternativen Übertritt und Austritt entschieden hat. Da sie sich nicht entschieden hat, wird die vatikanische Religiosenkongregation eine Entscheidung vorgeben.

 
26. Juni 2018                      
Generalvikar Peter Beer nimmt 6000 Unterschriften für den Erhalt des Klosters und einen mit „Kompromissvorschlag“ überschriebenen Text zur Zukunft des Klosters entgegen.
 
25. Oktober 2018
Mit Dekret vom 18. Oktober 2018, das am 25. Oktober 2018 wirksam wurde, hat die Kongregation für die Institute geweihten Lebens und die Gesellschaften apostolischen Lebens Sr. M. Benedicta Tschugg OSCCap. zur apostolischen Kommissarin für das Kloster Reutberg ernannt und stattet sie mit den Rechten und Pflichten einer Oberin aus, wodurch das Erzbistum im Augenblick nicht für Reutberg zuständig ist. Die Verantwortung liegt damit in Rom, an das die Kommissarin in wichtigen Entscheidungen gebunden ist.