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Mit Dekret vom 18. Oktober 2018 hat die Religiosenkongregation des Vatikan Sr. M. Benedicta Tschugg OSCCap. zur apostolischen Kommissarin für das Kloster Reutberg ernannt, wodurch das Erzbistum im Augenblick nicht für Reutberg zuständig ist. Die Homepage „Reutberg retten“ spiegelt den Stand bis zum Wirksamwerden dieses Dekrets.
 

Zukunft des Klosters Reutberg


Die Erzdiözese übernimmt die Verantwortung für den Reutberg, da es für sie wichtig ist, über Jahrhunderte hinweg christlich geprägte Klosterorte für die Gegenwart und Zukunft zu erhalten. Deswegen hat sie in den letzten Jahren die Verantwortung für das Kloster Beuerberg, das Ursulinenkloster in Landshut und das Birgittinnen-Kloster in Altomünster übernommen. Die für die Menschen wichtigen Klosterorte sollen zukünftig nicht als Luxushotels, Wohnanlagen oder Betriebe genutzt werden, sondern weiterhin Orte der Seelsorge, der Bildung und des Gebets sein. Sie sollen auf die seelsorglichen Anforderungen der Zukunft ausgerichtet sein und dabei soweit möglich an die jeweilige Spiritualität und das Gründungscharisma der Ordensleute anknüpfen. So wird zum Beispiel im Ursulinenkloster in Landshut das Bildungsangebot weiter ausgebaut und für das Birgittinnen-Kloster Altomünster wird diskutiert, ob es als diözesanes Haus der Stille genutzt werden könnte.
 
Das Kloster Reutberg soll zu einem Pastoralen Zentrum entwickelt werden. Dazu gehört, dass zwei oder drei  Patres der Familienmissionare in das Kloster ziehen werden, um in der Region die Seelsorge mit zu gestalten. Es sollen Räume für Veranstaltungen von Pfarreien, kirchlichen Verbänden usw. entstehen. Denkbar sind Angebote in den Bereichen Familienseelsorge, Nachhaltigkeit, Tourismusseelsorge oder Ökumene. Ebenso wird es weiterhin den Klosterladen geben. Möglicherweise könnten Pfarrverbänden aus der Region ihre Verwaltung auf dem Reutberg ansiedeln. Auch kulturelle Angebote werden in den Blick genommen.
 
Es wird weiterhin Gottesdienste am Reutberg geben. Da der Pfarrer von Sachsenkam Kirchenrektor der Klosterkirche ist, ist er gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat zuständig für die Gottesdienstordnung am Reutberg. In naher Zukunft steht die Sanierung der Klosterkirche an.
 
Bereits 2014 gab es Gesprächsrunden mit unterschiedlichen Gruppierungen aus der Region, um die Vorstellungen bezüglich der Zukunft des spirituellen Ortes Kloster Reutberg einzufangen. Die Ergebnisse wurden damals dokumentiert. Ebenso haben Menschen sich per Telefon und Mail gemeldet, um den Verantwortlichen im Erzbischöflichen Ordinariat ihre Nutzungsideen mitzuteilen. Die „Sachsenkamer Gruppe“ hat einen Konzeptentwurf gemacht und zur Verfügung gestellt.  Das Ordinariat hat die Region sozialgeographisch analysiert (zum Beispiel Einwohnerzahlen, Altersstruktur, Katholikenzahlen, Entfernungen zum Reutberg, kirchliche Gebäude) und mit den Verantwortlichen für die Seelsorge in der Region bezüglich der pastoralen Entwicklung in den nächsten 10 bis 20 Jahren gesprochen. Aus all diesen Daten entwickelte sich die Idee des Pastoralen Zentrums Kloster Reutberg, dafür liegt ein Konzeptentwurf vor, der jetzt – zunächst mit Seelsorgern aus der Region – weiterentwickelt wird. Die Entwicklung einer neuen Nutzung ist für viele Menschen in der Region nicht einfach, da sie mit starken Veränderungen verbunden ist. Deshalb ist es wichtig, dass viele Menschen uns unterstützen, auch mit ihrem Gebet um eine gute Zukunft für den spirituellen Ort Kloster Reutberg. Ebenso freut sich das Ordinariat, wenn sich die Gläubigen an der Diskussion um die Zukunft beteiligen und ihre Fragen an die auf der Homepage genannten Ansprechpartner richten.