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Von Jugendlichen für Jugendliche Was die Arbeit als Jugendgruppenleiter so besonders macht

Faschingsball, Zeltlager, Johannisfeuer: Die Facetten der katholischen Jugendarbeit sind bunt. Doch immer geht es vor allem darum, Gemeinschaft zu erleben. Besonders die jährlich angebotenen Zeltlager sind bei Kindern und Jugendlichen nach wie vor sehr beliebt. Was die Tätigkeit als Gruppenleiter dabei so attraktiv macht und warum sich junge Menschen in der Jugendarbeit engagieren, das hat Katharina Zöpfl beim Besuch eines Gruppenleiterkurses herausgefunden.
Jugendliche sitzen gemütlich um Lagerfeuer
DIe Lust an der Jugendarbeit kommt bei vielen Gruppenleitern oft schon aus der Erinnerung an erste eigene Zeltlagererfahrungen. (Foto: unsplash / Tegan Mierle)
Auch für Jakob Breitsamer war das Zeltlager eine der ersten und prägendsten Erfahrungen in der Gemeinde: „Für mich waren die Zeltlager immer sehr schöne Erlebnisse und es war mir bald klar, dass ich später einmal selbst als Leiter mitfahren möchte“, erzählt der 17-Jährige. Heute ist er in Ramersdorf selbst Gruppenleiter und betreut einmal die Woche eine Gruppenstunde mit Kindern im Alter von neun bis zehn Jahren. „Außerdem bin ich bei der Planung von Aktionen und Veranstaltungen beteiligt. Gerade bei den Festen mitzuarbeiten und sie zu organisieren, macht mir sehr viel Spaß.“

Gruppenleiter sein, das bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen, Jüngeren ein Vorbild zu sein und Werte zu vermitteln. Um die Jugendlichen auf diese Aufgabe vorzubereiten, bietet die Katholische junge Gemeinde (KjG) jedes Jahr in den Oster- und Herbstferien sogenannte Kurswochen an.

Gruppenleiterkurse haben großen Zulauf

118 Jugendliche aus fünf Dekanaten sind diesmal zur Oster-Kurswoche nach Königsdorf angereist. Kurswochenleiterin Katrin Ascher, die gemeinsam mit zwei weiteren jungen Erwachsenen für die Organisation zuständig ist, freut sich über den großen Zulauf: „Die Kurswochen sind immer sehr gut besucht. Diesmal mussten wir sogar zusätzliche Feldbetten in den Zimmern aufstellen, um alle Kursteilnehmer unterzubringen“, berichtet sie.

In idyllischer Umgebung finden parallel Grund- und Aufbaukurse aus fünf verschiedenen Dekanaten statt. Den Teilnehmenden werden hier unter anderem Inhalte vermittelt, die notwendig sind, um die anerkannte „Jugendleiter*in Card“ („Juleica“) beantragen zu können. Hierbei handelt es sich um Themenfelder wie Leitungsstile, Rechte und Pflichten eines Kursleiters oder die Prävention im Hinblick auf sexuelle Gewalt.

Die KjG als Trägerin der Kurswoche verfolgt einen sogenannten Projektansatz. Das bedeutet, dass die Jugendlichen selbstständig Projekte leiten, die sie miteinander entwickeln und durchführen. „Es ist uns wichtig, dass jeder gehört und wertgeschätzt wird. Wir wollen den Kursteilnehmern die Motivation und das Selbstbewusstsein geben, selbst Gruppen zu leiten. Wir begleiten sie dabei, damit sie mit einem Erfolgserlebnis aus der Woche gehen“, erklärt Katrin Ascher. Die 22-jährige Erzieherin weiß, wie intensiv die Kurswoche für die Jugendlichen ist: „Es passieren hier unglaublich viele Gruppenprozesse. Gerade in Bezug auf die Persönlichkeitsbildung sind die Erfahrungen hier sehr prägend.“

In Gemeinschaft sein und etwas bewegen

Teilnehmer in Workshop bei Gruppenleiterkurs
In den Gruppenleiterkursen lernen sich die jungen Erwachsenen in einer Gemeinschaft neu kennen. (Foto: KjG)
Bei Diskussionen im Kurs, gemeinsamen Abenteuerspielen und abends am Lagerfeuer lerne man sich gegenseitig auf einer sehr persönlichen Ebene kennen, berichtet die 16-jährige Teilnehmerin Katharina Laumeyer: „Man redet hier nicht nur wie sonst über Schule oder Hobbies, sondern vielmehr über sich persönlich. Dadurch lernt man Dinge über die anderen, die man so nie erwartet hätte – und auch über sich selbst.“ Diesen Eindruck bestätigt auch Jakob Breitsamer: „Man fühlt sich so schnell mit den anderen verbunden und wächst zusammen.“

Die inspirierenden und stärkenden Erfahrungen sollen die Jugendlichen nach der Kurswoche bei ihrem Engagement in ihrer Heimatpfarrei begleiten. Denn auch dort geht es vor allem darum, einander kennenzulernen, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen und echte Gemeinschaft zu erleben.

„Die Angebote ziehen auch Jugendliche an, die gar nicht in der Kirche sind“, weiß Katrin Ascher. „Das Besondere an der Jugendarbeit der katholischen Kirche ist, dass sie von Jugendlichen für Jugendliche ist. So nach dem Motto: ‚Wir machen was für uns!‘ Und das reizt die Jugendlichen.“

Text: Katharina Zöpfl, Mai 2019

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