Katholischer Pfarrverband Ampfing

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Pfarrer Paul verlässt Pfarrverband

Liebe Pfarrgemeinden,
zum 1. September wird unser Pfarrvikar Pfarrer Paul Thelagathoti unseren Pfarrverband verlassen.

Zwar habe ich im Personalressort der Erzdiözese München und Freising eine Wiederbesetzung der Stelle beantragt, bekam jedoch die Auskunft, dass die Wahrscheinlichkeit einer Wiederbesetzung sehr gering ist. (Neben der Stelle des Pfarrvikars habe ich auch die schon längere Zeit offene Stelle des Diakons ausgeschrieben. Auch hier sind die Chancen nicht besonders groß). Das soll uns aber nicht daran hindern, für die Besetzung beider Stellen zu beten.
Zudem wurde uns aus dem Kloster Gars mitgeteilt, dass Aushilfen von dort nicht mehr verlässlich zugesagt werden können, ebenfalls aus Gründen der Personalnot. Da wir nicht der einzige unterbesetzte Pfarrverband im Landkreis sind, können auch die wenigen Ruhestandspriester die vorhandenen Lücken nur bedingt füllen.
Das heißt, dass ich ab September 2017 der einzige Priester im Pfarrverband Ampfing sein werde. Aus diesem Grund habe ich mit dem Pfarrverbandsrat bereits eine neue Gottesdienstordnung besprochen, die sehr weitreichende Einschnitte mit sich bringen wird.
Der neue Gottesdienstplan wird so gestaltet sein, dass dieser von einem Priester nach den Vorgaben des Kirchenrechts eingehalten werden kann. Die Pfarreien werden pro Woche nur noch eine Werktags- oder eine Sonntagsmesse haben. Davon ausgenommen ist Ampfing. Die Pfarrei, an der der Pfarrverband seinen Sitz hat, behält den wöchentlichen sonntäglichen Gottesdienst um 10.30 Uhr, wie es vom Orientierungsrahmen der Erzdiözese vorgesehen ist.
 
Besonders betroffen sind die Filial- und Nebenkirchen. Hier werden in Zukunft kaum noch Eucharistiefeiern stattfinden können, außer die Pfarrgemeinderäte verständigen sich darauf, dass Gottesdienste aus den Pfarrkirchen in die Filial- und Nebenkirchen verlegt werden. Die Patroziniumsgottesdienste werden nach Möglichkeit noch in den jeweiligen Kirchen gefeiert.
In wie weit künftig noch Einzeltaufen außerhalb der Eucharistiefeier möglich sind, wird sich zeigen.
Besonders fraglich ist, wie eine Gottesdienstordnung aussehen soll, wenn auch ich nicht da bin. Auf jeden Fall wird nicht mehr jeder Beerdigung eine Messfeier vorausgehen können, sondern öfter als bisher wird eine Beerdigung mit einem Wortgottesdienst gehalten werden müssen. Sollten die Angehörigen ein Requiem wünschen, wird dies in solchen Fällen dann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. In großen Städten wie München ist dies schon länger der Fall.
Die Details zur neuen Gottesdienstordnung, welche zum 1. August in Kraft tritt, werden rechtzeitig bekannt gegeben. Ich möchte die Gottesdienstordnung in den nächsten Wochen noch einmal eingehend mit den Seelsorgern und Pfarrgemeinderäten besprechen, bevor sie offiziell verabschiedet wird.
 
Ich bitte schon jetzt um Ihr Verständnis.
 
Mit freundlichen Grüßen
Martin Ringhof
Leiter des Pfarrverbandes Ampfing