Katholischer Pfarrverband Ampfing

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Weitere Informationen zur neuen Gottesdienstordnung ab September

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen im Pfarrverband Ampfing!
 
Wie Sie sicher wissen, wird Pfarrer Paul Thelagathoti zum 1. September unseren Pfarrverband verlassen. Sein Bruder, der Bischof seines indischen Heimatbistums, versetzt ihn in die Diözese Passau, wo mehrere Priester aus Vijayawada tätig sind. Die dadurch vakant werdende Stelle eines Pfarrvikars im Pfarrverband Ampfing wurde von unserem Personalressort ausgeschrieben, aber es hat sich niemand darauf beworben. Laut einhelliger Aussage der Verantwortlichen im Ordinariat wird damit auch in Zukunft nicht zu rechnen sein, weil es zu viele offene Stellen und zu wenig Bewerber gibt. Gleichzeitig stehen die Aushilfen durch andere Priester (Ordensgeistliche, Ruhestandspriester) nicht mehr in dem Maße zur Verfügung, dass man regelmäßig mit ihnen rechnen könnte.
Das bedeutet, dass ich ab September der einzige Priester im Pfarrverband bin. Selbstverständlich zieht diese Veränderung massive Einschnitte beim gottesdienstlichen Angebot nach sich. Gemeinsam mit dem Pfarrverbandsrat habe ich eine neue regelmäßige Gottesdienstordnung erarbeitet, die ab September 2017 gilt. Diese Ordnung orientiert sich an den Vorgaben des Kirchenrechts, wie oft ein Priester an einem Tag die Eucharistiefeier halten darf, und an den Vorgaben des Orientierungsrahmens unserer Erzdiözese für die Gottesdienstordnung in Pfarrverbänden.
Mit dieser Ordnung werden wir ab September starten. Die Erfahrungen, die wir damit machen, werden wir reflektieren und gegebenenfalls in eine Überarbeitung einfließen lassen. Die Ordnung stellt mehr oder weniger ein Maximum an Gottesdiensten dar, das aus verschiedensten Gründen immer mal wieder – zumindest vorübergehend – reduziert werden muss, z. B. bei Abwesenheit eines Seelsorgers oder ehrenamtlichen Wortgottesdienstleiters.
Ich bin mir bewusst, dass für etliche Menschen die veränderte Gottesdienstordnung nicht leicht hinzunehmen ist. Leider zeigt sich uns kein anderer Weg. Ich bin mir aber auch sicher, dass die veränderte Situation auch Chancen bietet. Wir werden als Pfarrverband mehr zusammenwachsen. Es wird klarer werden, dass die Lebendigkeit von Kirche vor Ort vor allem vom Mittun jedes Getauften abhängt. Der Münsteraner Pfarrer Frings sagt es in einem kürzlich erschienenen, vielbeachteten Buch so: Auch Fernbleiben hat Konsequenzen! Gemessen an der Teilnehmerzahl hatten wir in der Vergangenheit ja eher ein Überangebot an Gottesdiensten. Dadurch ist die Bedeutung der zentralen Feiern unseres Glaubens etwas verdunkelt worden. Der Wert eines Gottesdienstes wird uns hoffentlich wieder neu bewusst werden. Vielleicht ergeben sich durch veränderte Zeiten auch neue Formen, die ansprechender sind als das Übliche.
Ich möchte an dieser Stelle Pfarrer Paul Vergelt´s Gott sagen für das, was er in unserem Pfarrverband getan hat, und ihm Gottes Segen wünschen für sein Wirken an der neuen Stelle in Bad Füssing. Ich möchte den Dank und die Segenswünsche aber auch erweitern auf alle, die haupt- oder ehrenamtlich das Gottesdienstangebot in unserem Pfarrverband mittragen. Auch denen sei Vergelt´s Gott gesagt, die durch ihren regelmäßigen Gottesdienstbesuch dieses Angebot erst sinnvoll machen.
 
Gott segne Sie alle!
Martin Ringhof, Pfarradministrator