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Bergwacht zeichnet Diakon Andreas Müller-Cyran aus

Unterstützung und Beratung für Ehrenamtliche / Aufbau eines eigenen Kriseninterventionsdienstes
Andreas Müller-Cyran
Andreas Müller-Cyran (Foto: privat)
München, 12. September 2018. Die Bergwacht Bayern hat Diakon Andreas Müller-Cyran mit dem Bergwacht-Edelweiß als Zeichen des besonderen Dankes ausgezeichnet. Innenminister Joachim Herrmann überreichte die Auszeichnung für „außergewöhnliches Engagement“ bei einer Feierstunde am Mittwoch, 12. September, in der Münchner Residenz, bei der auch verdiente Mitglieder der Bergwacht gewürdigt wurden.
 
Müller-Cyran berät und unterstützt die Bergwacht besonders im Hinblick auf die psychosoziale Notfallversorgung. Nahezu alle Einsatzkräfte der bayerischen Bergwacht hätten ihn als „hochkompetenten Ausbilder“ in diesem Bereich erlebt, heißt es in der Laudatio. Er unterstütze die Verantwortlichen und stehe „im akuten Einsatzgeschehen den Einsatzkräften beratend zur Verfügung“, auch bei Unfällen oder Großereignissen sei er „immer zur Stelle“.
 
In enger Zusammenarbeit mit Müller-Cyran hat die Bergwacht den eigenen, spezialisierten „Kriseninterventionsdienst am Berg“ aufgebaut. Speziell ausgebildete Einsatzkräfte kümmern sich nach schweren Unfällen und Notfällen in den Bergen um die Angehörigen und die Zeugen und helfen ihnen, die traumatischen Eindrücke zu bewältigen und eine erste emotionale Stabilisierung zu erreichen. Gemeinsam mit Müller-Cyran baute die Bergwacht außerdem ein Krisenmanagement auf, das greift, wenn ehrenamtliche Einsatzkräfte selbst verunglücken.
 
Müller-Cyran, der die Abteilung Krisenpastoral im Erzbischöflichen Ordinariat München leitet, gründete das Kriseninterventionsteam München als erstes in Europa. Der ausgebildete Rettungsassistent und promovierte Psychologe gilt als Pionier der Akutbetreuung bei traumatischen Situationen und trug entscheidend zur Etablierung und Qualitätssicherung des Kriseninterventionsdienstes in Deutschland bei, wofür er 2013 das Bundesverdienstkreuz erhielt.
 
Müller-Cyran ist deutschlandweit wie auch international tätig. Beispielsweise war er beim Amoklauf im Münchner Olympiaeinkaufszentrum im Juli 2016 und beim Flugzeugunglück des Germanwings-Flugs 9525 in Frankreich im März 2015 im Einsatz.
 
Die Bergwacht Bayern ist zuständig für den alpinen Rettungsdienst in den bayerischen Bergen und in den Mittelgebirgsregionen. Die rund 3.500 ehrenamtlichen Einsatzkräfte leisten jährlich mehr als 10.000 Einsätze. (gob)