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Ehemaliger Pressesprecher Winfried Röhmel gestorben

Kardinal Reinhard Marx würdigt „prägende Gestalt“ für öffentliche Wahrnehmung der Kirche im Erzbistum
Winfried Röhmel
Winfried Röhmel († 1.1.2019).
München, 2. Januar 2019. Winfried Röhmel, langjähriger Pressesprecher des Erzbischöflichen Ordinariats München, ist am Dienstag, 1. Januar, im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, würdigt Röhmel als „prägende Gestalt“ für die öffentliche Wahrnehmung der Kirche im Erzbistum und ist ihm dankbar für den langjährigen und engagierten Dienst wie auch die Begleitung seiner ersten Schritte als Erzbischof von München und Freising. Auch Hans Tremmel, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, ist dankbar für den Einsatz von Winfried Röhmel: „Er war dem Diözesanrat und dem Engagement der katholischen Laien eng verbunden, insbesondere auch meinem Vorgänger, dem Ehrenvorsitzenden Alois Baumgartner.“ 
 
Winfried Röhmel übernahm neben der Pressearbeit des Ordinariats auch die Informationsarbeit des Diözesanrats im Erzbistum wie auch des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, begleitete die Vollversammlungen der Freisinger Bischofskonferenz und fungierte als Sprecher von deren Vorsitzendem. Seit 1970 bis Ende 2008 verantwortete Röhmel unter vier Erzbischöfen, den Kardinälen Julius Döpfner, Joseph Ratzinger, Friedrich Wetter und im ersten Amtsjahr von Reinhard Marx die Pressearbeit des Ordinariats. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft war er als Journalist bei der Passauer Neuen Presse, der Landesredaktion Bayern der Katholischen Nachrichten-Agentur, der Pressestelle des Hilfswerkes Misereor in Aachen und beim Bayerischen Fernsehen tätig.
 
Der 1941 in Cottbus in der Niederlausitz geborene Röhmel betrachtete sich als „Journalist, der als Sprecher fungiert“; eine kirchliche Pressestelle durfte in seinen Augen „nicht als PR-Agentur funktionieren“, sondern hatte „eine journalistische Vermittlerfunktion einzunehmen“, wie er es selbst einmal in einem Interview formulierte. Den Medien im Freistaat und darüber hinaus galt er als „Institution“ mit „profunder Sachkenntnis in der katholischen Kirche“ – so schrieb etwa der „Münchner Merkur“ zum Abschied des Presseprofis, der freilich nie „ein weichgespülter Medienmanager“ gewesen sei. Von Röhmels „Fundus an Wissen partizipierten ganze Journalistengenerationen“, hielt die „Süddeutsche Zeitung“ fest.
 
Der leidenschaftliche Journalist Winfried Röhmel ging seinem Handwerk auch im Ruhestand weiter nach. So verfasste er Pressemeldungen für die in München ansässige Hochschule für Philosophie des Jesuitenordens und beteiligte sich mit Leserbriefen an der öffentlichen Debatte. Er lebte bis zuletzt in Forstinning bei Ebersberg. (ck)

(Foto: EOM/Pressestelle)