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Erzbistum gibt rund 295.000 Euro für Familien in Aleppo

Bedürftige Eltern und Kinder erhalten Lebensmittel und Zugang zu medizinischer Versorgung
München, 6. Dezember 2018. Das Erzbistum München und Freising unterstützt Familien im syrischen Aleppo mit rund 295.000 Euro. Die Mittel hat die Ordinariatskonferenz, das oberste Entscheidungsgremium der erzbischöflichen Verwaltung, freigegeben. Mit dem Geld werden Hilfen für Familien finanziert, die während des Bürgerkriegs in Syrien geflüchtet und inzwischen nach Aleppo zurückgekehrt sind, und für weitere Familien, die durch den Krieg in Not geraten sind. Aleppo war bis Dezember 2016 eine der am stärksten umkämpften Städte in Syrien. Die Bevölkerung leidet immer noch massiv unter den Auswirkungen des Krieges.
 
„Mit der Unterstützung der Menschen in Aleppo wollen wir erstmals strukturelle Hilfe vor Ort außerhalb des Erzbistums und abseits einzelner, vorübergehend im Fokus stehender Katastrophen leisten“, erklärt die Ressortleiterin Caritas und Beratung im Erzbischöflichen Ordinariat, Elke Hümmeler: „Die Mittel stammen aus unserem Fonds für die Flüchtlingshilfe, weil wir überzeugt sind, dass sich Flüchtlingshilfe gleichermaßen auf diejenigen erstrecken muss, die aus Not zu uns kommen, und auch auf diejenigen, die wieder dorthin zurückkehren wollen, von wo sie einst geflohen sind, oder die nicht fliehen konnten. Rückkehrhilfen und die Bekämpfung von Fluchtursachen verstehen wir als feste Bestandteile von Flüchtlingshilfe.“
 
Die Spende des Erzbistums geht über das internationale katholische Missionswerk missio an ein Projekt des Franziskanerordens, der mit derzeit 14 Ordensmännern in Syrien vertreten ist und sich seit Jahren für die notleidende Bevölkerung in dem Land einsetzt. Die Schwerpunkte der in dem auf acht Monate angelegten Projekt durchgeführten Maßnahmen sind die Versorgung von bedürftigen Familien mit Nahrungsmitteln und Gütern wie Hygieneprodukten, Kleidung, Bettzeug und Schulmaterialien, Schaffung von Zugang zu medizinischer Versorgung für akut und chronisch Kranke sowie finanzielle Unterstützung für Familien mit Säuglingen. Die Hilfen richten sich an Familien unabhängig von deren ethnischem oder religiösem Hintergrund. Koordiniert und durchgeführt werden sie von einem von den Franziskanern gegründeten gemeinnützigen Verein.
 
Die Situation der Bevölkerung in Syrien ist im siebten Jahr des Bürgerkriegs weiterhin sehr schwierig. In Aleppo ist seit Dezember 2016 der Krieg zu Ende, aber die Infrastruktur ist immer noch großflächig zerstört. Da die syrische Regierung dem Wiederaufbau der Stadt keine Priorität eingeräumt hat, wird die Notsituation wohl im kommenden Jahr andauern. (ct)